Suchen

#ITfightsCorona Das Homeoffice kann wieder aufgerüstet werden

Autor: Heidemarie Schuster

Wegen den Covid-19-Ausgangsbeschränkungen mussten und wollten viele Angestellte ins Homeoffice umsiedeln. Dadurch kam es bei Ausstattungen für das heimische Büro zu Lieferengpässen. ITscope zufolge scheint sich die Lage nun entspannt zu haben: Notebooks sind wieder erhältlich und auch in anderen Produktbereichen füllen sich die Lager. Doch in einer Kategorie bleibt der Bestand weiterhin knapp.

Firmen zum Thema

Notebooks sind für das Homeoffice besonders beliebt und waren in der Hochzeit der Corona-Pandemie nur schwer zu bekommen.
Notebooks sind für das Homeoffice besonders beliebt und waren in der Hochzeit der Corona-Pandemie nur schwer zu bekommen.
(Bild: © agcreativelab - stock.adobe.com)

Ist der Peak der Coronakrise erreicht oder steht eine zweite Welle bevor? Fest steht: Trotz erster Lockerungen hat die Corona-Pandemie das gesellschaftliche Leben nach wie vor fest im Griff. Auch an der ITK-Branche gehen die damit verbundenen Auswirkungen nicht spurlos vorbei. Im März prägten ITscope zufolge vor allem Lieferengpässe bei Homeoffice-Equipment die Situation. Insbesondere Notebooks waren gefragter denn je, aber auch Headsets, Monitore und Webcams gehörten zu den dringend gesuchten Artikeln.

Laut einer Umfrage des Bayerischen Forschungsinstituts für Digitale Transformation gaben 23 Prozent der Befragten an, vor der Corona-Krise mindestens einmal pro Woche im Homeoffice zu arbeiten. Inzwischen ist der Anteil derer, die mindestens mehrmals pro Woche von zuhause aus arbeiten, auf 39 Prozent gestiegen. Rund 26 Prozent der Befragten befinden sich derzeit sogar fast ausschließlich im Homeoffice.

Mittlerweile zeigt sich anhand der Bestandszahlen der ITscope-Plattform, dass sich die Lage entspannt. In den meisten Kategorien des Homeoffice-Equipments steigen die Bestandszahlen seit März stetig an. „Die Situation hat sich vorerst beruhigt. Vom Tiefpunkt Mitte März ziehen die Lagerbestände wieder merklich an. Insbesondere bei den vor kurzem noch so dringend benötigten Notebooks können wir eindeutig eine Besserung erkennen“, erklärt Benjamin Mund, Geschäftsführer von ITscope.

Notebooks sind wieder verfügbar

Die Entwicklung des Gesamtlagerbestands zeigt, dass auch beliebte Notebooks wieder verfügbar sind. Das zuletzt besonders gefragte Lenovo ThinkPad L590 20Q7 (Hst.-Nr. 20Q7000XGE) zeigt beispielhaft die Entwicklung während der Corona-Pandemie: Bereits Ende Februar war der Lagerbestand auf nahezu Null gefallen, im März stiegen dann die Preise deutlich an. Auch die Produkt-Klick-Historie innerhalb der ITscope-Plattform zeigt im März einen herausragenden Peak. Erst Ende April normalisierte sich der Bestand und die Preise sind wieder auf ein reguläres Level gefallen.

Ladenhüter Komplettsysteme

Komplettsysteme entwickeln sich während der Coronakrise offensichtlich zum Ladenhüter. Zum einen verhalten sich einige Firmen aktuell zögerlich, was größere Infrastrukturprojekte angeht. Zu groß ist noch die Unsicherheit, wie die wirtschaftliche Lage nach COVID-19 aussehen wird. Hinzu kommt ein generelles Umdenken hinsichtlich neuer Arbeitswelten mit flexibleren Arbeitszeiten und -möglichkeiten: Das Homeoffice hat durch die Coronakrise enorm an Bedeutung gewonnen und Firmen setzen vorsichtshalber bevorzugt auf Notebooks, wo zuvor ein fest installierter PC der Standard war.

Komponenten sind verfügbar

Komponenten wie Mainboards und Festplatten waren zu keiner Zeit durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie beeinflusst und unterliegen lediglich den üblichen Schwankungen. Im Bereich der TFTs trat einzig Mitte März eine kleine Delle auf, inzwischen sind die Lagerbestände wieder auf Normalniveau angelangt. Auch bei den vor kurzem noch stark nachgefragten Headsets führt der Weg in Richtung Stabilisierung.

Ausnahmezustand bei Webcams

Eine Produktkategorie hat sich noch nicht von der Corona-Panik erholt: Webcams. Die ungebrochen stark nachgefragte Logitech HD Pro Webcam C920 (Hst.-Nr. 960-001055) wurde vielfach als Paradebeispiel des Angebot- und Nachfrage-Prinzips genannt. Das aktuelle Nachfrageverhalten wirkt sich bei der beliebten Webcam auf der ITscope-Plattform nicht nur in einer Bestands- und damit Verkaufsflaute, sondern auch in einem immensen Preisanstieg aus. So verfünffachte sich der HEK der Logitech-Webcam zwischenzeitlich.

Ein Ende der Webcam-Krise scheint frühestens Ende Mai in Sicht: Wie die Preis/Lager/Status-Historie im HEK-Trend zeigt, fallen die Preise insgesamt wieder etwas, doch entscheidend ist, wann die großen Broadline-Distributoren wieder liefern können. Diese haben das Preiserhöhungsspiel derzeit nicht mitgemacht und führen Webcams zum Normalpreis in ihren Listen, allerdings ohne Verfügbarkeit oder mit Verfügbarkeit „im Zulauf“ und mit Wareneingang gegen Ende Mai. Es bleibt zu hoffen, dass sich dann auch hier wieder etwas Normalität einstellt, sobald sich die Lager wieder füllen.

(ID:46577034)

Über den Autor