Broadcom präsentiert ein ODM-Selbstzertifizierungsprogramm, eine Open-Networking-Initiative und Open-Source-Beiträge für flexible Private Clouds. Paul Turner, Chief Product Officer der VMware Cloud Foundation Division, kündigt erweiterte Partnerschaften an.
Broadcom startet ein Programm zur ODM‑Selbstzertifizierung, treibt Open Networking voran und liefert Open‑Source‑Beiträge, um Private Clouds flexibler zu machen.
(Bild: Midjourney / KI-generiert)
Broadcom hat ein offenes, erweiterbares Ökosystem für VMware Cloud Foundation (VCF) angekündigt, das Unternehmen beim Aufbau, bei der Vernetzung, beim Schutz und bei der Erweiterung moderner Private Clouds unterstützen soll. Damit stelle Broadcom eine Private-Cloud-Plattform bereit, die über alle Infrastrukturschichten hinweg offen und anpassbar ist. Kunden können die Rechenzentrums- und Edge-Hardware ihrer Wahl, offene Netzwerkparadigmen sowie Open-Source-Technologien in On-Premises- und gehosteten Private-Cloud-Umgebungen einsetzen.
Das Programm für die Erlangung des Titels eines VMware Certified Distinguished Expert (VCDX) wurde neu aufgestellt.
(Bild: Broadcom / Matzer)
Zudem erhalten VCF-Partner zusätzlichen Spielraum für Innovationen. „Die Dynamik der VMware Cloud Foundation 9.0 ist unverkennbar“, sagte Turner. Das habe die neue Umfrage zur Private Cloud deutlich zum Ausdruck gebracht. Darin kämen eine Reihe von Sorgen der VCF-Nutzer zur Sprache, v.a. hinsichtlich der Sicherheit und der Kosten. „Diese Anforderungen haben wir in v9.0 und der kommenden Version 9.1 berücksichtigt.“ 80 bis 95 Prozent der Broadcom-Kunden verfügten über VCF. Sie hätten auch das 2024 eingeführte Subscription-Lizenzmodell übernommen.
„Die Plattform verändert die Private-Cloud-Reise von Unternehmen, und bietet ein einheitliches Betriebsmodell vom Rechenzentrum bis an den Edge“, so Turner weiter. „Mit unserem offenen VCF-Ökosystem befähigen wir Unternehmen, moderne Private Clouds auf ihre Strategie maßzuschneidern und genau die Technologien zu nutzen, die sie für ihre Umgebungen benötigen.“
Offenes Hardware-Ökosystem schafft Flexibilität und Wahlfreiheit für moderne Private-Cloud-Deployments
Broadcom erweitert sein offenes Hardware-Zertifizierungsprogramm, um die Beteiligung von Original Equipment Manufacturer (OEM) und Original Design Manufacturer (ODM) durch neue VCF AI ReadyNodes, ODM-Selbstzertifizierung und Unterstützung für neue Edge-Systeme zu erhöhen. Hier die Neuerungen im Einzelnen:
Neue VCF AI ReadyNodes: Ein offener, schlanker Zertifizierungsprozess soll Kunden helfen, neue CPU-, GPU- und Beschleunigertechnologien zeitnah zu implementieren. VCF AI ReadyNodes werden mit vorab freigegebenen GPUs für KI- Training und -Inference zertifiziert. Das ist besonders KI-Nutzer wichtig. „Supermicro wird unter den ersten OEM-Partnern sein, der ein AI-ReadyNode-System zertifiziert“, berichtete Turner.
Selbstzertifizierung für ODM-Partner: Broadcom erweitert das VCF-ReadyNode-Programm, damit ODM-Partner ReadyNodes im Rahmen des Broadcom Technology Alliance Program (TAP) selbst zertifizieren können. Alle zertifizierten Systeme werden auf vollständige Interoperabilität mit der VCF geprüft, inklusive konsistentem VCF-Lifecycle-Management. Die Erweiterung solle die Beschaffungsflexibilität erhöhen und den TCO (Total Cost of Ownership) von VCF verbessern.
Edge-Ökosystem erweitern: Broadcom unterstützt laut Turner neue, auf Edge optimierte Rechnerknoten für robuste, kompakte Server in Industrie, Verteidigung, Handel und an weiteren Außenstandorten. So soll sich moderne Private-Cloud- Infrastruktur näher an der Datenentstehung auf Fabrikflächen und in Filialen bereitstellen lassen.
Übersicht über die Neuheiten bei Broadcom, die für Partner bedeutsam sind.
(Bild: Broadcom/Matzer)
Zahlreiche Partner, die an diesen drei Programmen beteiligt sind, haben sich positiv dazu geäußert. „Supermicro freut sich, zu den ersten Hardware-OEMs zu gehören, die unsere branchenführenden GPU-Systeme als VCF AI ReadyNodes zertifizieren“, sagte Ismail Sayeeduddin, Vice President, Business Development, Supermicro. „Dieser Meilenstein bietet Kunden einen klaren Migrationspfad von zuvor zertifizierten Supermicro-Systemen im VMware-Zertifizierungsprogramm zu den neuesten vollständig validierten und optimierten GPU-Lösungen, die dazu beitragen, die Kosten und die Komplexität der Einführung von KI zu reduzieren.“
Es muss nicht immer AWS, Azure oder GCP sein, auch OVHcloud unterstützt die VCF. „Das offene Zertifizierungsprogramm von Broadcom für VCF-Ready-Hardware unterstützt unsere Strategie der vertikalen Integration. Wir können nun unsere Serversysteme für VMware Cloud Foundation selbst zertifizieren“, sagte Yaniv Fdida, Chief Product and Technology Officer bei OVHcloud. „Damit untermauern wir unser Versprechen als Anbieter wettbewerbsfähiger, leistungsstarker und zugleich kosteneffizienter Private-Cloud-Dienste. Das Programm verkürzt unsere Time-to-Market für innovative und sichere Cloud- Lösungen auf Basis von VMware-Technologie und stärkt unsere Position als globaler Cloud-Anbieter.“
„Die Ausweitung des ReadyNode-Zertifizierungsprogramms von Broadcom beschleunigt die Einführung von VMware Cloud Foundation 9.0 auf Intel Xeon 6 Plattformen“, sagte Caitlin Anderson, Corporate Vice President, Americas Sales bei Intel. „Die Kombination erleichtert die Hardware-Konsolidierung und Kostenoptimierung. In zertifizierten Konfigurationen gelingt so die Einführung von KI via Modernisierung der Infrastruktur schneller.“
„Dank des Zusammenspiels aus speziell entwickelten SNUCs ExtremeEDGE-Servern und der VMware Cloud Foundation gelingt Kunden aus verschiedensten Branchen das Edge der nächsten Generation“, sagt Steve Savage, Chief Operating Officer bei SNUC. „Durch die Selbstzertifizierung von extremeEDGE im Rahmen des erweiterten ReadyNode-Programms von Broadcom bringen wir unsere Edge-Innovationen schneller zum Kunden und helfen gemeinsamen Kunden in Industrie, Gesundheitswesen, Handel und dem öffentlichen Sektor, den vollen Mehrwert von KI auszuschöpfen.“
Offene Netzwerke zur Vereinfachung privater Cloud- Bereitstellungen mit EVPN
Mit einer neuen Strategie will Broadcom laut Paul Turner auch Netzwerk-Fabrics vereinfachen und den Betrieb in modernen Private Clouds erleichtern. „Möglich machen dies offene Standards wie EVPN (Ethernet VPN) und BGP (Border Gateway Protocol)“, so Turner. „Diese Strategie verbessert die Interoperabilität zwischen Applikationsumgebungen und Netzwerk – mit einem Einfachheitsgrad, wie man ihn von der Cloud erwartet.“
Der Ansatz mit offenen Standards beschleunige Deployments, eröffne Multi-Vendor- Flexibilität und schütze vorhandene Investitionen. „Kunden profitieren von VPC-Level-Schutz, konsistenten Netzwerkoperationen, Routing und Transparenz über VCF Networking (NSX) Domains und Netzwerklösungen von Drittanbietern über externe Switches hinweg, was einen einheitlichen Betrieb mit durchgängiger, Fabric-gesteuerter Automatisierung ermöglicht.“
Stand: 08.12.2025
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Dieser Ansatz soll beispielsweise die VCF und die Cisco Nexus One Fabric-Lösung aufeinander abstimmen und für konsistentere und zuverlässigere Ergebnisse für die Ciscos Nexus One Fabric-Lösung sorgen. Dadurch erhielten gemeinsame Kunden von Cisco und VMware konsistente Ergebnisse bei der Auswahl des Designs der Rechenzentrums-Fabric-Architektur.
Ciscos einheitlicher Nexus-One-Ansatz implementiere eine standardbasierte VxLAN-EVPN-Control- und Data-Plane. „Mit VCFs Schritt hin zu EVPN-basierter Interoperabilität sowie einer offenen, einheitlichen Architektur können Kunden Innovationen schneller umsetzen, Time-to-Value verkürzen und den TCO senken, während VCF auf die Cisco Nexus One Fabric Lösung erweitert wird“, so Turner.
„Die grundlegende Arbeit von Cisco im Bereich VxLAN EVPN, die durch die branchenweit umfassendsten IETF-Standards untermauert wird, spiegelt unser langjähriges Engagement für offene Netzwerke wider“, sagte Murali Gandluru, Vice President, Data Center Networking, Cisco. „Diese Zusammenarbeit mit Broadcom unterstreicht unser gemeinsames Engagement für offene Standards, die unseren Kunden architektonische Flexibilität und Auswahlmöglichkeiten bieten, wenn sie sowohl KI- als auch traditionelle, geschäftskritische Workloads verbinden, schützen und skalieren.“
Zusätzlich unterstützt VCF Networking (NSX) die „Software for Open Networking in the Cloud“ (SONiC), ein auf Linux basierendes Open-Source-Netzwerk-Betriebssystem, bereits in Kundeneinsätzen. SONiC senken Kosten, da es auf Multi-Vendor-, Standard-Switch-Hardware laufe und damit Kapital- wie Betriebsausgaben reduziere. Die modulare, containerisierte Architektur beschleunige Innovation und Agilität:
Betreiber führen bei SONiC Funktions-Upgrades ohne Downtime durch und ziehen Komponenten bei Bedarf schnell zurück. Darüber hinaus erleichtern die Verankerung bei der Linux Foundation die native API-Unterstützung sowie die Automatisierung und binden das Netzwerkmanagement direkt in moderne DevOps-Workflows im Cloud-Maßstab ein.
Open-Source-Beiträge fördern Innovation in der Branche
Künftige können sich ODM-Partner selbst zertifizieren können.
(Bild: Broadcom/Matzer)
„VMware hat zu den frühesten Kubernetes-Unterstützern gehört“, berichtete Paul Turner, „und wird dies auch weiterhin bleiben.“ Broadcom engagiere sich aktiv in der Kubernetes-Community und gehöre zu den fünf größten Beitragsleistenden der CNCF (Cloud Native Computing Foundation) – mit Beiträgen zu Projekten wie Antrea, Cluster API, ContainerD, Contour, etcd, Harbor und weiteren.
Kürzlich hat die CNCF das „Certified Kubernetes AI Conformance Program“ gestartet. Die Initiative standardisiert KI-Workloads auf Kubernetes und stellt konsistente, interoperable Infrastrukturen für den produktiven KI-Einsatz bereit.
Turner hat angekündigt, dass VMware vSphere Kubernetes Service (VKS) nun eine Certified Kubernetes AI Conformant Platform ist. „Dieser Meilenstein unterstreicht Broadcoms Bekenntnis zu offenen Standards und gibt Kunden Planungssicherheit: KI-Plattformen basieren auf einer konsistenten, interoperablen Grundlage“, so der Manager.
„VMware by Broadcom leistet seit langem wichtige Beiträge zur CNCF und unterstützt zentrale Projekte wie Kubernetes“, sagt Chris Aniszczyk, CTO Cloud & Infrastructure bei der Linux Foundation. „Die kontinuierlichen Investitionen halten Kubernetes herstellerneutral und im großen Maßstab produktionsreif – insbesondere für neue KI- Workloads – und sind für die Gesundheit des Cloud-nativen Ökosystems entscheidend.“