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Definition Was ist ein VPN?

Autor / Redakteur: Laimingas / Sarah Nollau

In der ursprünglichen Bedeutung beschreibt ein Virtual Private Network (deutsch: virtuelles privates Netzwerk) oder VPN eine Technologie, die es ermöglicht, zu jeder Zeit und von jedem Ort aus auf die Ressourcen eines privaten Netzwerks zuzugreifen.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Für ein Virtual Private Network eignen sich viele unterschiedliche Typen von Netzwerken. Als Gemeinsamkeit ist festzuhalten, dass es sich bei einem VPN um ein Teilnetzwerk handelt, das nur bestimmten Benutzern beziehungsweise Gruppen offen steht. Es wird nicht durch eine vorgegebene Hardware, sondern virtuell aufgebaut, ist also ein reines Software-Produkt. Der Zugang erfolgt ausschließlich über verschlüsselte Verbindungen und eine eindeutige Authentifizierung des Users. Für die Übertragung werden in der Regel öffentliche Netze wie das Internet genutzt. Der hauptsächliche Zweck eines Virtual Private Network ist die Schaffung sicherer Datenverbindungen.

Unterschiedliche Arten eines Virtual Private Network

Es gibt zahlreiche Spielarten eines VPN. Die wichtigsten darunter sind:

  • Site to site: Hier werden mehrere lokale Netze nach Bedarf über das Internet miteinander verbunden. Dadurch erspart man sich die Kosten für eine Standleitung. Mit dieser Variante können die örtlichen Netzwerke von Filialen oder verschiedenen Werken eines einzigen Unternehmens untereinander kommunizieren.
  • End to site: Diese Lösung beschreibt die Verbindung eines einzelnen Clients mit einem Unternehmensnetzwerk, die ebenfalls über das Internet zu Stande kommt. Genutzt wird diese Art beispielsweise von Mitarbeitern im Home Office oder mobil im Außendienst per Remote Access. Die Nutzung des Netzwerkes ist dann die gleiche wie im Büro vor Ort.
  • End to end: In dieser Version sind zwei Clients verbunden, wobei sich einer innerhalb, der andere außerhalb des eigentlichen Netzwerkes befindet. Auf diese Weise kann über einen so genannten VPN-Tunnel ein direkter Zugang zu einem Netzwerk-Server erfolgen, sofern beide Clients mit einer entsprechenden Software ausgestattet sind. Über ein Gateway werden die beiden Verbindungen zusammengeschaltet und eine direkte Kommunikation ermöglicht.
  • Mobile: Bei einem Mobile VPN handelt es sich um eine Variante, die speziell für mobile Endgeräte geschaffen wird und eine unterbrechungsfreie Kommunikation mit Smartphones und Tablets ermöglicht, also eine Verbindung zwischen kabelgebundenem und kabellosem Netzwerk herstellt.

Vorteile eines VPN

Gegenüber „klassischen“ Netzwerken bieten VPN einige Vorteile. Erstens ist eine physikalische Standleitung nicht nötig, so dass Kosten eingespart werden. Trotzdem besteht durch die gute Netzabdeckung eine hohe Verfügbarkeit. Die Verschlüsselungstechnologie bei der Datenübertragung schützt ein VPN gegen unbefugte Zugriffe durch Dritte. Ein weiterer wichtiger Pluspunkt ist der geringe Aufwand, der betrieben werden muss. Für die sichere Verbindung zum Unternehmensnetzwerk bedarf es lediglich eines Clients.

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