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Bechtle Competence Days

| Autor / Redakteur: Wilfried Platten / Sarah Nollau

Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender der Bechtle, bei den Competence Days
Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender der Bechtle, bei den Competence Days (Bild: Bechtle)

So langsam stößt die Logistik an ihre Grenzen: mit 3.120 Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, 60 Ausstellungsständen und 90 Vorträgen wird die Bechtle-Zentrale trotz großzügiger Dimensionen allmählich als Schauplatz der jährlichen Competence Days zu klein.

Zusätzlich zu den vielen Gästen tummeln sich auch noch 150 Bechtle-Spezialisten als Ansprechpartner und Guides auf dem weitläufigen Gelände. „Es ist jedes Jahr wieder eine große Freude, so viele Kunden und Partner bei uns begrüßen zu dürfen“, so Bechtle-Geschäftsführer Roland König. Und er nimmt deren massive Vor-Ort-Präsenz auch als Indiz für die aktuelle Lage: „Für viele Systemhäuser war die Situation noch nie so gut wie heute. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind immer noch exzellent, der Innovationsdruck und der damit verbundene Bedarf der Kunden an IT-Lösungen war noch nie so groß. Allerdings darf man nicht übersehen, dass diese positive Entwicklung vor allem größere Häuser betrifft.“

Hohe IT-Budgets

Der Bechtle-Vorstandsvorsitzende Dr. Thomas Olemotz sieht dafür für allem finanzielle Aspekte ausschlaggebend: „Der Befund stimmt. Einerseits sind die IT-Budgets der Kunden sehr hoch und andererseits ist die gesamtwirtschaftliche Lage aktuell sehr positiv. Für kleine und mittelgroße Einheiten sind allerdings die notwendigen Investitionen, auch und gerade in die personellen Ressourcen, ein Problem.“ Kein Wunder also, dass pro Jahr zwischen 50 und 60 potenzielle Akquise-Projekte auf seinem Schreibtisch landen – macht circa eins pro Woche. Auffällig ist in diesem Kontext die Beobachtung, dass Bechtle in den letzten Jahren verstärkt in Spezial-Know-how (CAD, Navision oder Sharepoint) investiert hat, während es davor bei Zukäufen eher um die regionale, respektive volumengetriebene Expansion im Kerngeschäft ging. „Daraus mag der Eindruck entstehen, die Transaktionsmaschine habe an Schwung verloren. Das ist aber definitiv nicht so.“ Einen weiteren Zukauf schließt er allerdings für die kommenden drei Wochen aus: „Was aber nicht heißen soll, dass wir für die unmittelbare Zeit danach etwas Konkretes in Planung haben,“ so Olemotz augenzwinkernd. Eine bremsende Rolle spielen dabei sicher auch die durch die Niedrigzinspolitik aufgeblähten Investitionsmärkte, die die Kaufpreise in teilweise schwindelerregende, kaufmännisch nicht mehr akzeptable Höhen getrieben haben. „Dabei darf man eins nicht vergessen. Von unseren jährlich rund 15 Prozent Umsatzwachstum der letzten Jahre waren 12 bis 13 Prozent organisch. Und das bei 12 Prozent Ergebnissteigerung. Diese Wachstumsdynamik mit einer stetigen Folge von Rekordzahlen fordert sowohl ein Unternehmen, als auch die Menschen extrem.“

Innovationskraft und Investitionen

Nimmt man Bechtle als Maßstab für Innovationsdruck und Innovationskraft, dann wurde im vergangenen Geschäftsjahr die Latte mit rund 60 Millionen Euro ziemlich hoch gelegt. Ausschlaggebend dafür war nicht zuletzt das in Colocation bei eShelter in Frankfurt betriebene Datacenter: „Das war schon eine richtig große Investition. Aber es war ein notwendiges Investment in eine zukunftsfähige, skalierbare Basis auch für unsere eigene Cloud-Plattform. Und die brauchen wir, um unseren Kunden neben der Versorgung mit IT-Infrastruktur genau die Services liefern zu können, die sie von uns erwarten.“

Steigendes Interesse am Edge-Computing

Aus der großen Bandbreite der IT-Themen ragt für ihn eines ganz besonders heraus: „Security und Datenschutz ist ein Hype-Thema, weil es praktisch überall hereinspielt“, so der Vorstandsvorsitzende. „Von der technologischen Seite ist die Hyperkonvergenz im Datacenter angekommen. Was auch bedeutet, dass nach wie vor massiv in Private Cloud investiert wird. Die Nachfrage nach hybriden Strukturen, um damit zumindest partiell IT zu konsumieren statt zu kaufen, ist riesengroß. Dazu kommt ein steigendes Interesse für Edge-Computing. Besonders spektakulär sind natürlich der 3D-Druck sowie die Integration von Hololens-Geräten in ERP-, beziehungsweise Warenwirtschafts-Systeme.“ Echte Business Cases lassen sich daraus noch nicht ableiten.

Für die Competence Days hat Bechtle allerdings auch den Anspruch, über den Tellerrand der umgehend vermarktbaren Lösungen hinaus den Kunden auch einen Blick in die Zukunft der IT zu vermitteln: „Wir haben hier eine gesunde Mischung aus hochgradig geschäftsrelevanten Themen, die die CIOs gerade umtreiben einerseits, und andererseits spannenden Perspektiven für künftige Anwendungen. Ein gutes Beispiel dafür sind die sehr gut besuchten Vorträge über KI.“ Aus der Liste der vertikalen, von der Digitalisierung betroffenen Segmente, hebt Olemotz erstaunlicherweise eins besonders hervor: „In den Bereichen Bildung und Ausbildung wird das Thema durch die aktuellen politischen Debatten befeuert, da kommt endlich Bewegung rein.“

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