Bechtle-Geschäftsjahr 2025: schwieriger Start, starker Schluss Bechtle mit verhaltener Prognose für 2026

Von Sylvia Lösel 2 min Lesedauer

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Mit einem Geschäftsvolumen von 8,596 Milliarden Euro und einem Plus von 8,1 Prozent hat Bechtle das Geschäftsjahr 2025 solide abgeschlossen. Für das laufende Jahr 2026 rechnet das Unternehmen mit anhaltendem Gegenwind, setzt aber weiter auf Wachstum.

Der schwäbische IT-Dienstleister Bechtle hat sein Headquarter in Neckarsulm.(Bild:  Bechtle)
Der schwäbische IT-Dienstleister Bechtle hat sein Headquarter in Neckarsulm.
(Bild: Bechtle)

„Wir sind mit der Entwicklung von Bechtle im Geschäftsjahr 2025 insgesamt zufrieden. Das erste Halbjahr verlief noch sehr verhalten. Insbesondere im vierten Quartal hat Bechtle jedoch eine herausragende Performance gezeigt. Diesen positiven Trend nehmen wir mit in das laufende Geschäftsjahr, so Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender von Bechtle.

„Wir rechnen auch für 2026 mit Gegenwind aufgrund der herausfordernden Rahmenbedingungen“, sagte Finanzchef Christian Jehle laut Mitteilung. „Gleichwohl ist unser Anspruch, auch im laufenden Geschäftsjahr profitables Wachstum über dem Marktniveau zu realisieren.“

Für 2026 setzt der Dienstleister sich verhaltene Ziele. Umsatz und Vorsteuerergebnis dürften in einer Bandbreite von null bis 5 Prozent zulegen, teilte der MDax-Konzern mit. Das Ergebnis werde auch weiterhin von Investitionen in die eigene IT sowie Zukäufen beeinflusst, hieß es.

Die Zahlen von Bechtle für 2025

Das Geschäftsvolumen kletterte um 8,1 Prozent auf 8.596,1 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 1,6 Prozent auf 6.405,9 Millionen Euro. Das Vorsteuerergebnis (EBT) lag bei 324,2 Millionen Euro und damit im Rahmen der Erwartungen.

In Deutschland konnte Bechtle mit 6,4 Prozent deutlich zulegen. Besonders starkes Wachstum verzeichneten die Neckarsulmer im vierten Quartal: Im Konzern stieg das Geschäftsvolumen um 16,6 Prozent.

Die Dividende soll trotz eines Gewinnrückgangs um knapp sieben Prozent auf 229,2 Millionen Euro mit 70 Cent je Aktie stabil bleiben.

Entwicklungen 2025

Als Pfeiler für diese Ergebnisse nannte Olemotz die Erweiterung des Partnernetzwerks, wie beispielsweise um Telekom und Arvato, neue Produkte wie den hauseigenen Index of Sovereignty, gewonnene Rahmenverträge im Public Sektor, sowie die voranschreitende Internationalisierung. Bechtle sei nun in nein europäischen Ländern mit einem umfassenden IT-Portfolio vertreten.

Konsolidierung im Dienstleister-Umfeld?

Im Ausblick nennt Olemotz vor allem die andauernden geopolitischen Unsicherheiten sowie die Speicherkrise als Herausforderung. Seine Annahme: größere IT-Dienstleister wie eben Bechtle könnten hier durch ihre engen Kontakte zu Zulieferern und Herstellern eher profitieren als kleinere. Deshalb könnte es im IT-Dienstleistungsumfeld zu einer Konsolidierungswelle kommen.

Geplanter Vorstandswechsel 2027

Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender Bechtle(Bild:  Bechtle)
Dr. Thomas Olemotz, Vorstandsvorsitzender Bechtle
(Bild: Bechtle)

Olemotz wird noch bis Ende dieses Jahres Vorstandsvorsitzender von Bechtle bleiben. Dann läuft sein Vertrag aus. Ab 2027 übernimmt dann Konstantin Ebert die Nachfolge von Olemotz. Eberts Vorstandsvertrag wurde bereits für weitere drei Jahre bis Ende 2029 verlängert.

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