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SEP sesam, CAPS und VM Essential Backup: der Fuß in der Tür

Autor: Dr. Stefan Riedl

Wenn es um Backup für Unternehmen geht, also um Strategien für Rechenzentren und komplexere Architekturen, ist ein IT-Dienstleister automatisch in alle IT-Belange eingebunden. Jan Trinkl, Vice President Sales bei SEP, erläutert, warum das so ist.

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Alle neuen IT-Projekte in einem Unternehmen haben auch eine Backup-Komponente.
Alle neuen IT-Projekte in einem Unternehmen haben auch eine Backup-Komponente.
(Bild: © kirill_makarov - stock.adobe.com)

Backup ist ein komplexes Thema, vor allem weil sich Kunden nur schwerlich von Altlasten in ihren Systemen trennen. Vor diesem Hintergrund braucht es versierte IT-Dienstleister und Systemhäuser, „die einen ganzheitlichen Blick auf die IT – Hardware und Software – ihrer Kunden haben, um eine passgenaue Backup-Strategie umsetzen zu können“, sagt Jan Trinkl, Vice President Sales, SEP AG.

Es gehe um Fragen wie die folgenden: Welche Cloud-Dienste und welche Datenbanken werden genutzt? Welche Soft- und Hardware ist im Einsatz? Welche Topologie liegt vor? Wie sind die Zugriffsrechte gestaltet?

„Hier braucht es einen tiefen Einblick in die IT und unsere Partner im Channel nutzen dies, um sich als zentraler Ansprechpartner zu etablieren“, so Trinkl, „Und zwar für alle Bereiche im Unternehmen.“ Schließlich muss ein Backup-Spezialist zwangsläufig in alle Projekte eingebunden werden, vom Tool für eine Fachabteilung über die SAP-HANA-Migration oder wenn es darum geht Server zu konsolidieren. Bei all diesen Themen spielt Backup eine wichtige Rolle. Trinkl spricht vom „Trusted Advisor“.

Enterprise-Backup-Software

SEP ist ein in Deutschland ansässiger Hersteller von Backup-Software für Unternehmen und hat sich auf Enterprise-Backup-Software für den Einsatz in Rechenzentren beziehungsweise komplexeren Umgebungen spezialisiert.

In dem Umfeld kursieren einige Begrifflichkeiten, die der Vertriebsleiter voneinander abgrenzt: Business Continuity lässt sich demnach am besten als unternehmensweite Organisation der IT verstehen, die darauf ausgelegt ist, im Falle eines Falles den Geschäftsbetrieb aufrecht zu erhalten. Disaster Recovery umfasst das ­Wiederherstellen von Daten im Katastrophenfall und ist ein Teil davon. Backup wiederum ist Mittel zum Zweck beziehungsweise Teil von Disaster-Recovery-, sowie von unternehmensweiten Business-Continuity-Strategien.

Channel-Fokussierung

In diesem Umfeld umfasst die Backup-Strategie von SEP On-Premises, virtualisierte sowie Cloud-Umgebungen. Die Hauptwettbewerber sind laut Trinkl und einigen Marktforschern Veeam, Commvault und Veritas. Das Hauptprodukt ist „SEP sesam“. SEP ist von Deutschland aus international aktiv und setzt weltweit auf Channel-Partner und Remote-Unterstützung durch Mitarbeiter in Deutschland.

Die 100-prozentige Channel-Fokussierung hat Jan Trinkl 2018 mit dem Eintritt in das Unternehmen mitgebracht und zusammen mit dem Channel-Manager ein Partnerprogramm entwickelt. Dieses ist klassisch dreistufig mit den Kategorien Silber, Gold und Platin. „Im höchsten Partner-Level bleiben bis zu 50 Prozent vom Listenpreis als Projektumsatz beim Partner, wenn man Partnerdiscount, Marketingunterstützung und Rabatte zusammenrechnet“, so der SEP-Manager. Was besagte Marketing-Unterstützung angeht, gilt die Faustregel: Für Leads aus gemeinsamen abgestimmten Marketing-Aktionen können die Partner bis zu 10 Prozent Zusatzrabatt bekommen.

Schulungen und Zusammenarbeit

Bei der Einstufung der Partner spielen mehrere Faktoren eine Rolle: So kann ein Partner durch eine hohe Anzahl an Neukunden die höchste Stufe Platin erreichen. Weitere Faktoren, die Berücksichtigung finden, sind der Umsatz, das Schulungs- und das Marketing-Engagement des Partners.

„Unsere Partner können sich kostenlos online fortbilden“, betont Trinkl. „Wir arbeiten hier mit digitalem Schulungsmaterial, aber auch Lehrveranstaltungen in virtuellen Classrooms, an denen regelmäßig 70 bis 150 Partner teilnehmen.“

CAPS und VM Essential

Cloud Backup ist ein strategisch wichtiger Punkt im SEP-Portfolio. Der Dienst „Cloud Application Protection Service“, kurz CAPS, deckt Microsoft 365, Google G Suite beziehungsweise Workspace, Salesforce, Sharepoint und Microsoft Dynamics ab.

VM Essential ist unsere Lösung für virtuelle Umgebungen, die für kleinere Umgebungen – gemessen an Sockets und Servern – extrem preisaggressiv über den Channel vertrieben wird“, sagt Trinkl.

Die Lösung „VM Essential“ unterstützt derzeit neun gängige Hypervisoren: VMware, Microsoft HyperV, Oracle Linux Virtualisation Manager (OLVM), Citrix Hypervisor, Red Hat Hypervisor, KVM Qemu, Open Nebula, Proxmox und die freie Citrix-Variante XCP-ng.

Seit 2020 arbeitet man bei SEP auch mit dem Distributor Tech Data zusammen, neben den schon länger bestehenden Distributionspartnerschaften mit Inetra und 8Soft.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur