IT-Trends 2021 Automatisierung bei Angriff und Abwehr

Autor: Ira Zahorsky

Auch die IT-Sicherheitsexperten von Watchguard haben sich Gedanken gemacht, welche Trends das kommende Jahr prägen werden. Als Hauptthema hat sich dabei die Automatisierung herauskristallisiert, die sowohl Angreifern als auch als Abwehr dienen kann.

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Cyberkriminelle imitieren gerne die Webseiten und Dienste vertrauter Anbieter, um von den Opfern eingegebene Daten zu stehlen.
Cyberkriminelle imitieren gerne die Webseiten und Dienste vertrauter Anbieter, um von den Opfern eingegebene Daten zu stehlen.
(Bild: Song_about_summer - stock.adobe.com)

Die Watchguard-Sicherheitsexperten erwarten, dass im Jahr 2021 Automatisierungswerkzeuge manuelle Herangehensweisen im Rahmen von Spear-Fishing-Attacken zunehmend ersetzen werden. Damit können Social-Media-Kanäle und Unternehmenswebsites nach individuellen Informationen abgesucht werden und auch der Missbrauch läuft direkt automatisiert. Der Prognose zufolge werden die Angreifer weiterhin Ängste rund um die Pandemie ausnutzen.

Doch auch die Gegenwehr kann automatisiert ablaufen. Vor allem die Anbieter großer Cloud-Plattformen können mit Automatisierungswerkzeugen und Validierungstechnologien die Ausnutzung ihrer Dienste für Cyberangriffe mit gefälschten Anmeldeseiten verhindern.

Weitere Prognosen

Der Trend zum Homeoffice und, daraus resultierend, der vermehrte Einsatz von VPN- und Remote-Desktop-Protocol-Lösungen wird auch bei den Cyberkriminellen ankommen. Laut Watchguard werden sich die Angriffe in diesem Szenario verdoppeln.

Cyberkriminelle suchen immer nach den schwächsten Gliedern in der Abwehrkette.

Corey Nachreiner

Auf vielen Endgeräten läuft veraltete Software, die schwer zu patchen oder zu aktualisieren ist. Im Januar 2021 endet auch der Support für Windows 7. Die Unternehmen sollten hier schleunigst nachbessern, um den Hackern den Zutritt zu den Endgeräten so schwer wie möglich zu machen.

Im Zusammenhang mit automatisierten Authentifizierungsangriffen und den im Dark Web zugänglichen Nutzerdaten sehen die Sicherheitsexperten ein weiteres Risiko für onlinebasierte Dienste ohne Multifaktorauthentifizierung.

„Durch die Zunahme der Heimarbeit ergibt sich eine neue, attraktive Angriffsfläche. Zudem ist davon auszugehen, dass neue Technologien rund um Automatisierung und KI nicht den ‚Guten‘ überlassen werden. Letztlich geht es allein darum, der Gegenseite den entscheidenden Schritt voraus zu sein“, schätzt Corey Nachreiner, CTO bei Watchguard Technologies, die Lage ein.

Weitere Trends hat der Security-Anbieter auf einer englischsprachigen Website zusammengestellt.

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Über den Autor

 Ira Zahorsky

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Redakteurin und Online-CvD, IT-BUSINESS