Continuous Data Protection

Altaro – Backups sind eine Frage der Einstellung

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Eine Backup-Strategie zu haben, sorgt für ruhigen Schlaf.
Eine Backup-Strategie zu haben, sorgt für ruhigen Schlaf. (Bild: Maksym Yemelyanov - stock.adobe.com)

Stündliche Backups als Speicherpunkte im laufenden Datenbank-Betrieb erstellen und Tages-Backups für Zeiten vorhalten, die mehr als eine Woche alt sind – Hersteller Altaro setzt auf flexible Software und Ebertlang hilft im vertrieblichen Tagesgeschäft.

Colin Wright, Vicepresident EMEA von Altaro, skizziert seinen Arbeitgeber als mittelständischen Software-Hersteller aus Malta, der seit 2009 auf dem Markt ist. Ursprünglich ging es um Desktop-Backup, darauf folgte 2011 die Spezialisierung auf Backup im Bereich virtueller Maschinen. „Dies geschah zunächst im Hyper-V-Umfeld, 2015 folgte dann zusätzlich eine Ausrichtung auf virtuelle VMware-Maschinen“, so Wright. Im Zentrum allen Schaffens steht nun das Kernprodukt „Altaro VM Backup“, das als sehr einfach zu bedienende und schnell zu integrierende Lösung daher kommen will.

„Nach etwa 15 Minuten können erste Backups erstellt werden. Die Kernzielgruppe sind kleine und mittelständische Unternehmen. Mit rund 90 Mitarbeitern ist ­Altaro selbst hier angesiedelt“, so der Vizepräsident. Eine der Stärken: Im Rahmen von so genannter „Continuous Data Protection (CDP), oft auch Continuous Backup oder Real Time Backup genannt, ­beherrscht Altaro ein Verfahren zur fortlaufenden, inkrementellen Datensicherung.

Continuous Data Protection

Jede Viertelstunde werden Datenbank-Backups gefahren, auf die Administratoren jeweils zur Wiederherstellung zugreifen können.
Jede Viertelstunde werden Datenbank-Backups gefahren, auf die Administratoren jeweils zur Wiederherstellung zugreifen können. (Bild: Altaro)

Jörn Koch, Senior Channel Development Manager bei Altaro erläutert eine Neuerung, die seit April dieses Jahres implementiert wurde: Seither umfasst die Altaro-Backup-Lösung auch die Funktion „Continuous Data Protection“, bei der – beliebig einstellbar – Speicherpunkte im laufenden Betrieb gesichert werden können. „So wäre es beispielsweise denkbar, alle fünf Minuten ein Datenbank-Backup zu fahren, auf das jeweils zur Wiederherstellung zugegriffen werden kann, und Tages-Backups vorzuhalten, bei Ständen, die älter als eine Woche zurückliegen“, so der Altaro-Manager.

Lizenz- und Bereitstellungsmodelle

Andreas Schröder, Teamleiter Continuity bei Ebertlang – dem Distributor, mit dem das Unternehmen neben Novastar hierzulande zusammenarbeitet – beschreibt die Bereitstellungsmodelle der Software: „Es gibt sowohl ein On-Premises- als auch ein MSP-Lizenz-Modell.“ Sowohl klassische Systemhäuser als auch Managed Service Provider finden hier ein Modell.

Bei der On-Premises-Lösung wird pro Host abgerechnet; die zugrunde liegende Hardware (Sockets oder CPUs) spielt dabei keine Rolle. Support und Updates können im Jahresturnus in Subscription-Manier dazu gebucht werden, standardmäßig ist das erste Jahr bereits dabei. Die MSP-Variante ermöglicht es Service Providern auch, eigene Services auf eigener Hardware anzubieten. Für beide Varianten steht Partnern die Cloud Management Console zur Administration zur Verfügung. Die Datenmenge hat in beiden Modellen keine Auswirkungen auf den Preis, da der Speicherplatz vom Kunden oder Partner zur Verfügung gestellt wird. Backups können auf jegliche Standard-Ziele gesichert werden, seien es klassische NAS-Systeme oder aber Speicher im Microsoft-Azure-, AWS-Umfeld oder im klassischen Rechenzentrum.

Zusammenarbeit mit Partnern

Jörn Koch, Senior Channel Development Manager, Altaro
Jörn Koch, Senior Channel Development Manager, Altaro (Bild: Altaro)

Jörn Koch betont, dass Altaro „aus Prinzip 100 Prozent channeltreu“ sei. Ein einfach gehaltenes Partnerprogramm habe die drei klassischen Stufen: Bronze, Silber und Gold. In den Bronze-Status fällt jeder, der sich registriert. Als Silber-Partner muss man in den vergangenen zwölf Monaten mindestens fünf Kunden mit der Altaro-Lösung versorgt haben und eine Zertifizierung vorweisen können. Für den Gold-­Status muss ebenfalls ein Mitarbeiter zertifiziert sein, allerdings müssen zudem mindestens 20 Kunden in den vergangenen zwölf Monaten betreut worden sein. Die Zertifizierung wird über ein kostenfreies Online-Training mit abschließendem Test absolviert. Der Partnerstatus kann mit einem Label – beispielsweise auf der Website – bekundet werden. „Je höher der Partnerstatus liegt, desto höher fällt der Discount im On-Premises-Umfeld auf den Listenpreis aus“, so Koch.

Disaster Recovery as a Service

Voraussichtlich im dritten Quartal dieses Jahres wird Altaro VM Backup mit Disaster Recovery as a Service (DRaaS) als neue Funktionalität aufwarten können. Dabei kann beispielsweise beim Ausfall einer Maschine in Standort 1 über einen Switch die Maschine aus dem Backup von Standort 2 direkt in das interne Netz eingespeist werden. „Das kann man sich wie einen Mirror vorstellen, bei dem es für den Anwender keinen Unterschied mehr macht, wo das System steht“, so Koch. Preislich startet die On-Premises-Variante in der Standard-Version bei 425 Euro netto im Jahr für fünf VMs pro Host. Die Unlimited Edition ab 520 Euro im Jahr kennt keine Begrenzung mehr bei den zu sichernden VMs und beinhaltet ein erweitertes Feature-Set. Die Unlimited Plus-Edition für 725 Euro netto beinhaltet zudem die Altaro Cloud Management Console, welche meist bei größeren Kundenstrukturen zum Einsatz kommt, wenn diese sich selbst administrieren.

Support-Chat-Funktion und Onboarding-Hilfe

Alexander Hassel, Channel Marketing Manager beim Altaro-Distri Ebertlang lobt eine in die Software implementierte Support-Chat-Funktion. Diese ist für Kunden und Partner offen und es sei kein Chatbot, sondern ein menschlicher Mitarbeiter, der auf eventuell aufkommende Fragen antwortet und technische Unterstützung leistet. „Dieser Service ist bereits komplett im Lizenzmodell mit abgedeckt“, so Hassel.

Über diese Unterstützung hinaus begleitet Ebertlang die Altaro-Partner beim Onboarding-Prozess in Form einer Remote-Hilfe beim ersten Installieren und bietet eine Einweisung. In der Regel betrifft dies eine kostenfreie NFR-Lizenz, die der Partner für sich nutzen kann und die ihm auch weiterhin kostenfrei zur Verfügung steht, wenn er innerhalb von zwölf Monaten mit Altaro Umsatz generiert hat.

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