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Definition Was ist der Nettolohn?

Autor / Redakteur: Nicole, content.de / Heidemarie Schuster

Der Nettolohn oder das Nettogehalt bezeichnet den Anteil des Einkommens, der Arbeitnehmern nach Abzug der gesetzlichen Pflichtbeiträge zur Verfügung steht. Zu den Abzügen zählen Steuern und die Sozialversicherungsbeiträge.

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(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Unter dem Einkommen eines Arbeitnehmers wird dessen Vergütung für seine Leistung verstanden. Für das Unternehmen berechnet sich anhand dieses Betrages die monatliche Gesamtbelastung, für Arbeitnehmer der letztendlich zum Lebensunterhalt verfügbare Betrag. Dieser wird als Nettolohn oder Nettogehalt bezeichnet, während der Bruttolohn das eigentliche Einkommen definiert.

Gesetzliche Abzüge in der Lohnbuchhaltung

Die Ermittlung der Abzüge ist Aufgabe der Lohnbuchhaltung. Berechnungsgrundlage ist das Bruttogehalt. Von diesem sind durch den Arbeitgeber Steuern und Sozialabgaben abzuführen. Deren Höhe ist für Arbeitnehmer in der Gehaltsabrechnung ersichtlich. Sie setzen sich zusammen aus:

  • Lohnsteuer
  • gegebenenfalls Kirchensteuer
  • Solidaritätszuschlag
  • Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung

Unter den Sozialversicherungsbeiträgen werden Krankenversicherung, Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Pflegeversicherung zusammengefasst. Grundlage für die Berechnung der Abzüge ist die Lohnsteuerkarte des Arbeitnehmers. Die Höhe der abzuführenden Beträge richtet sich unter anderem nach der Steuerklasse, der Kirchenmitgliedschaft und der Anzahl der Kinder.

Mögliche Differenzen zwischen Nettogehalt und Auszahlungsbetrag

Nicht immer entspricht der Nettolohn auch tatsächlich dem Betrag, der dem Arbeitnehmer ausbezahlt wird: Vermögenswirksame Leistungen, Sachbezüge, finanzielle Vereinbarungen oder Pfändungen können den Auszahlungsbetrag und somit den verfügbaren Lebensunterhalt schmälern.

Gewährt der Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen, erhöhen diese als Zuschuss das Bruttoeinkommen und somit die Berechnungsgrundlage für das Nettoeinkommen. Möchte dagegen der Arbeitnehmer selbst eine Anlage für vermögenswirksame Leistungen bedienen, ist der Arbeitgeber verpflichtet, diese abzuführen. Der Betrag wird vom Nettoeinkommen abgezogen und schmälert den Auszahlungsbetrag. Ähnlich verhält es sich mit privaten Vorsorgeleistungen, die vom Arbeitnehmer getragen, aber vom Arbeitgeber für ihn abgeführt werden.

Liegt eine Lohn- und Gehaltspfändung gegen den Arbeitnehmer vor, wird auch hier der entsprechende Betrag vom Nettoeinkommen abgezogen. Daneben können Vereinbarungen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer das Nettogehalt schmälern. Darf der Arbeitnehmer zum Beispiel ein Firmenfahrzeug entgeltlich für private Zwecke nutzen, schmälert dies den zum Lebensunterhalt verfügbaren Betrag, da ein Abzug vom Nettolohn erfolgt. Wurde ein Gehaltsvorschuss gewährt, kann ebenfalls eine Verrechnung mit dem Nettogehalt des Arbeitnehmers erfolgen.

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