Bestens für den Wettbewerb gerüstet Acer plant Öffnung des Service-Bereichs für Partner

Redakteur: Christian Träger

Die Markenstrategie und Veränderungen im Servicebereich bei Acer waren Themen der VIP-Days 2008 in Istanbul. Country Manager Stefan Engel sieht aber auch in anderen Bereichen Grund zum Optimismus.

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Nicht zuletzt die Netbook-Verkäufe haben Acer nach den vorläufigen Gartner-Zahlen im dritten Quartal an die Spitze des PC-Markts in EMEA verholfen. Auf den VIP-Days 2008 in Istanbul hatte Acers Deutschland-Chef Stefan Engel für die Partner noch mehr positive Zahlen zu vermelden: Weltweit konnte das Unternehmen in der ersten Jahreshälfte im Vergleich zum Vorjahr seinen Umsatz über 30 Prozent auf acht Milliarden US-Dollar steigern. Acer ist zudem hinter HP und Dell der drittgrößte PC-Hersteller. Im Bereich der Notebooks liegt das Unternehmen sogar vor Dell auf Platz zwei und ist in Deutschland schon seit langem Marktführer.

Historische Chancen

Mit den Zahlen wollte der Deutschland-Chef vor allem zeigen, dass Acer ein zuverlässiger Partner ist: »Acer wird es auch noch in 15 Jahren geben«, spielt Engel auf die Konsolidierungswelle in der deutschen IT-Landschaft an. Konkret sieht Acer die Insolvenz von Maxdata und die Spekulationen um das Ende des Joint-Ventures Fujitsu Siemens Computers als Chance für sich und die Partner, weitere Marktanteile zu gewinnen.

Engel betont, dass es seinem Unternehmen sogar gelungen sei, im Bereich der Desktop-PCs deutlich zu wachsen – entgegen dem Markttrend. Interessant für den Handel seien vor allem das Einstiegs- und das High-end-Gamer-Segment, in dem die Predator-Rechner mit ihrem extravaganten Äußeren angesiedelt sind. Große Chancen sieht Engel auch für die kleinen Formfaktoren wie den »3-Liter-PC«, der nicht zuletzt wegen der geringen Geräuschentwicklung direkt auf dem Schreibtisch platziert werden kann, so dass Anschlüsse wie USB-Ports leichter zu erreichen sind.

Allerdings seien die Notebooks für Acer das wichtigste Segment, das schon über 60 Prozent des Geschäfts ausmache. So hat sich das Unternehmen zum Ziel gesetzt, bis 2011 die führende Notebook-Marke weltweit zu werden. Die Weichen dafür hat das Unternehmen unter anderem mit seiner Mehr-Marken-Strategie gestellt, mit der die Ansprüche der unterschiedlichen Kundensegmente befriedigt werden sollen.

Ein Dach für alle

Dank der Akquisitionen des vergangenen Jahres kann Acer die verschiedenen Kunden gezielt mit eigenen Brands ansprechen. Dabei wird es die Marke Gateway nur auf dem US-amerikanischen Markt und in Asien geben. Im deutschen Markt wird mit den Desktop-PCs und Notebooks der Marke eMachine das Einsteiger-Segment über Re- und eTailer bedient. Die Packard-Bell-Geräte werden ebenfalls über Retailer verkauft und adressieren in erster Linie trendbewusste Endkunden. Produkte, die das Acer-Logo tragen, kommen dagegen mit dem Anspruch des »Technology Leaders« auf den Markt – wobei hier eine Trennung zwischen Consumer- und Professional-Produkten gilt, so dass zum Beispiel die Travelmate-Notebooks nur über den Fachhandel verkauft werden.

Immenses Potenzial sieht das Unternehmen im Bereich der Netbooks, in dem das Aspire One angesiedelt ist. Die kleinen Rechner mit Intels Atom-Technologie sind dabei nicht nur für private Kunden als Zweitgeräte interessant, sondern stoßen auch im Business-Segment auf Nachfrage. Wie Stefan Engel gegenüber IT-BUSINESS erklärte, hat Acer mit den Geräten bereits erste Projekte realisieren können.

Lesen Sie auf der nächsten Seite, welche Änderungen Acer beim Service plant.

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