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Die Wolke aus Ost-Westfalen Wortmanns Cloud für den Channel

| Autor / Redakteur: Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Siegbert Wortmann führt sein Unternehmen mit typisch „hemdsärmelig-ostwestfälischen“ Tugenden. Selbst ein Brand im Sommer konnte nicht verhindern, dass das Jahr 2014 das erfolgreichste in der Geschichte seiner Wortmann AG wurde. Und auch in Sachen Cloud bleibt man in Hüllhorst mit beiden Beinen auf dem Boden.

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Die Wortmann AG ist im ostwestfälischen Hüllhorst angesiedelt.
Die Wortmann AG ist im ostwestfälischen Hüllhorst angesiedelt.
(Bild: Wortmann)

Es war ein Samstag im August vergangenen Jahres, als bei der Wortmann AG ein Feuer ausbrach. Der Firmengründer und Vorstandsvorsitzende Siegbert Wortmann war trotz Wochenende gerade unterwegs zu einem Kunden, machte kehrt und stand schockiert vor den rauchenden Trümmern seiner Produktionshalle. Was damals in ihm vorging beschreibt er im Interview mit IT-BUSINESS.

Glück im Unglück

Da Gott sei Dank niemand zu Schaden gekommen war, wurde in die Hände gespuckt und nach einem einzigen Werktag des Stillstands rollte schon am Dienstag wieder der erste Rechner vom Band. Der Hersteller und Distributor verfügt über ausreichenden Lagerbestand und weitere Hallen, um die Produktion auslagern zu können. Unter anderem betreibt Wortmann zwei Fertigungshallen in Ostdeutschland. Die abgebrannte Produktionshalle soll gegen Ende Februar wieder in Betrieb genommen werden. Trotz dieses Ausfalls beendete die Wortmann AG das Jahr 2014 mit einem Rekordumsatz.

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Diese „Episode“ scheint typisch für Unternehmer und Unternehmen. Wortmann charakterisiert sich selbst ebenso unfreiwillig wie vielsagend mit den drei Tipps, die er für Chefs von IT-Systemhäusern im Interview nennt:

  • Die Kosten im Griff behalten,
  • bodenständig bleiben und
  • auf das Wesentliche konzentrieren.

Es sind genau die Tugenden, die in Hüllhorst selbst gelebt werden, die Rückschläge wie den Hallenbrand ohne negative Konsequenzen bleiben lassen und die auch beim Gang in die Cloud gültig bleiben. Plastisch formuliert: Auch in der Wolke bleibt Wortmann auf dem Boden.

Datacenter in Hüllhorst

Hinter der Terra Channel Cloud steht ein strategisches Investment in ein eigenes Datacenter für Cloud-Dienste, die über Partner angeboten werden. „Mit der Terra Cloud haben unsere Partner die Möglichkeit ihr tägliches Geschäft beinahe 1:1 in die Cloud zu verlagern, wenn der Kunde das wünscht“, so Wortmann. Partner könnten hierbei ganze Netzwerke mit all den benötigten Bausteinen konfigurieren und bestellen, „also eine Komplettlösung über die Terra Cloud und keine einzelnen Produkte, wie das bei vielen Anbietern der Fall ist.“ Somit bleibe das Geschäftsmodell weitestgehend deckungsgleich, werde aber aus Sicht des Partners deutlich flexibler und produktiver.

Partner in der Cloud

Jeder Partner soll in die Lage versetzt werden, sein eigenes, personifiziertes Portal aufbauen zu können, über das er alle seine Leistungen – also auch die diesseits der Cloud – anbieten kann. Es wird daher möglich, Pakete zu schnüren, dabei jederzeit die Kontrolle über die von seinen Kunden genutzten Ressourcen zu behalten und diese über das Portal nach Bedarf zu erweitern. Und das alles ohne hohe Start-Investitionen tätigen zu müssen, so der Grundgedanke dahinter.

„Ein weiterer Baustein der Terra Cloud ist der Service Client, ein Softwaretool zur sicheren Anbindung von Endgeräten, über das zudem Software-Roll-Outs, Updates, Monitoring, Ticket-Systeme und weitere Features künftig möglich sind“, so Wortmann.

Über den Cloud Connector von Wortmann werden Unternehmen an die Cloud-Infrastruktur angebunden (siehe Kasten).

Lesen Sie aus der nächsten Seite mehr über Cloud Computing in Hüllhorst nach den Snowden-Enthüllungen.

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