Die Wolke aus Ost-Westfalen

Wortmanns Cloud für den Channel

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Snowden und die Cloud

Das Thema „Cloud“ wird seit den Snowden-Enthüllungen stets auch in Hinblick auf die Sicherheitsthematik diskutiert. Die Frage ist: Wie sicher sind Unternehmensdaten grundsätzlich bei Anbietern aufgehoben, die US-amerikanischem Recht unterliegen? Dieser Aspekt spielt auch für die Cloud aus Hüllhorst eine wichtige Rolle. Siegbert Wortmann sagt dazu: „Wie sicher Daten bei Anbietern sind, die US-amerikanischem Recht unterliegen, lesen wir beinahe täglich in der Presse.“

Alle Bemühungen dieses „Problem“ zu entzerren, seien bisher gescheitert. Im Gegenteil: Die US-amerikanischen Behörden hätten mit diversen Urteilen ihre bisherige Einstellung untermauert, so Wortmann. „Bedingt dadurch stellt es für uns natürlich einen Vorteil dar, als rein deutsches Unternehmen nicht unter diese Regularien zu fallen und unseren Kunden ein zusätzliches Stück Sicherheit anbieten zu können.“

Allerdings stelle man diesen Punkt in der Kundenansprache nicht besonders in den Fokus, „obwohl wir technisch aufgerüstet haben um noch mehr Sicherheit in der Kommunikation zu gewährleisten. Die Regeln können sich jedoch jederzeit ändern und deshalb möchten wir letztendlich durch unsere guten Produkte überzeugen“, so die Begründung.

Ausblick

Wie geht es weiter mit dem Cloud-Business in den nächsten Jahren und was bedeutet das für Systemhäuser und IT-Dienstleister? Aus der Perspektive von Wortmann sind es vor allem drei Punkte, die in Zukunft immer mehr an Gewicht gewinnen:

Zum einen sei das die Möglichkeit, IT-Produkte zu einem günstigeren Stückpreis über die Cloud zu realisieren, „also das Thema Kostensenkung, Konzentration auf das Kerngeschäft und die Verbesserung der allgemeinen Wettbewerbsfähigkeit.“

Antreiber für Cloud-Lösungen

Zum anderen wird nach seiner Einschätzung die Vernetzung voranschreiten. Und dieser Trend rufe geradezu nach Zentralisierung. Das sei ein wichtiger Antreiber für Cloud-basierende Leistungen.

„Zu guter Letzt gewinnt der Markt immer mehr an Dynamik. Die Fähigkeit, IT-Leistungen automatisiert und in kürzester Zeit bereitstellen zu können wird mehr und mehr in alle Bereiche vordringen“, so Wortmann.Wer hier punkten kann, habe einen entscheidenden Vorteil und werde mit Sicherheit neue Kundenkreise erschließen.

Siegbert Wortmann, Vorstandsvorsitzender der Wortmann AG
Siegbert Wortmann, Vorstandsvorsitzender der Wortmann AG
(Bild Wortmann)
In diesen Bemerkungen steckt viel Begeisterung für die Cloud als IT-Plattform der Zukunft. Ins Wolkenkuckucksheim wird man aber sicher nicht umsiedeln. Der Firmengründer formuliert das so: „Wir werden unsere Strategie nicht verändern und an Bewährtem grundsätzlich festhalten.“ Genauso wie im vergangenen Jahr wird Wortmann ein fünfprozentiges Umsatzwachstum anstreben, und gleichzeitig ein Auge darauf haben, dass den Partnern faire Projektpreise geboten werden können.

Zu den Partnern, die die Terra Cloud für sich nutzen wollen, zählt Hold & Spada aus München. Das Zwischenfazit von Chris Kucharz aus der Geschäftsleitung des IT-Komplettanbieters: „Wir testen seit fast einem Jahr diverse Produkte in der Terra Cloud mit hervorragenden Ergebnissen.“

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