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ITB: Browser-basierte CRM-Software und Groupware – das sind Bereiche, in denen typischerweise individuell programmiert wird. Wie lässt sich das in ein Partnerprogramm pressen?
Fischer: Die gleiche Frage haben wir uns vor drei Jahren auch gestellt. Die Meisten unserer Partner verkaufen Standardprodukte und bieten Dienstleistungen, wie Customizing, Schulungen und auch Software-Entwicklung, zusätzlich an. Alle TecArt-Partner durchlaufen dazu ein spezielles Schulungsprogramm und natürlich unterstützen wir sie, wann und wo immer dies gefragt ist, damit sie sich auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren können. Das Standardprodukt kommt also von uns, während die Anpassung durch die Partner vor Ort erfolgt. So bauen wir eine klassische Win-win-Situation zwischen uns als Hersteller und den Partnern auf.
ITB: Wie werden die Partner von Ihrer Seite aus vergütet?
Fischer: TecArt-Partner erhalten nicht nur die lukrativen Einmalprovisionen. Wir beteiligen sie außerdem an den langfristigen Einnahmen und bauen gerade im Hinblick auf das SaaS-Mietmodell sehr stark auf strategische Partnerschaften.
ITB: Der Cloud-Ansatz wird kontrovers diskutiert. Für die einen ist die Zeit eines neuen Bereitstellungs-Paradigmas angebrochen, für die anderen wird die Suppe „Cloud Computing“ gegenwärtig sehr heiß gekocht, auf dem Markt aber kaum gegessen. Wie ist Ihre Position – immerhin heißt es aus Ihrem Hause plakativ „über zehn Jahre browser-basierte Software-Lösungen Made in Germany“?
Fischer: Der Cloud-Ansatz an sich ist ja eigentlich nichts Neues. Er wurde bisher nur unter anderen Begriffen, wie beispielsweise ASP für Application Service Providing oder SoD für Software on Demand, vermarktet. Das Grundprinzip dahinter ist und bleibt jedoch dasselbe und wird die Geschäftswelt grundlegend verändern. Dessen sind wir uns bei TecArt sicher, denn wir befinden uns eben mittendrin. Allein die Anzahl unserer Nutzer hat sich in den letzten 18 Monaten mehr als verdreifacht. Dabei buchen heute bereits über 60 Prozent unserer Kunden die SaaS-Mietlösung. Der Rest nutzt zwar die Inhouse-Variante, profitiert hier jedoch auch von der „Datenhaltung in der Wolke“, nur eben im eigenen Intranet.
ITB: Warum ist Cloud-Technologie aus Ihrer Sicht keine Blase?
Fischer: Was die Software-Nutzung allgemein betrifft, haben wir festgestellt, dass viele IT-Abteilungen aktuell ganz klassisch gewachsen mit Systemen unserer Wettbewerber verbunden sind. Wir merken jedoch, gerade bei der jüngeren Generation, dass die Webtechnologie klar auf dem Vormarsch ist. Sie spielt bei der schlussendlichen Entscheidung für eine Software neben dem bereits angesprochenen Kostenfaktor sowie einer hohen Flexibilität und Performance eine wesentliche Rolle. Und genau hier sehen wir die Kernvorteile unseres Systems.
Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr zu einer Studie über CRM-Nutzung im Mittelstand.
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