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Was ist OTT?

| Autor / Redakteur: Laimingas / Sarah Böttcher

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Over the top content (abgekürzt OTT) bezeichnet Audio- und Videoinhalte, die über das Internet verbreitet werden, ohne dass ein Provider für deren Art, für die Urheber- und Nutzungsrechte oder für die Weiterleitung verantwortlich ist.

Beim OTT-Konzept wird ein Audio- oder Videostream von einem Dritten übertragen, während der Provider lediglich dafür sorgt, dass die Datenpakete an die IP-Adresse des jeweiligen Nutzers gelangen und von diesem verwendet werden können. Der Provider ist also nicht in die Angebote und Inhalte involviert, sondern fungiert allein als Datenlieferant. Dies unterscheidet OTT wesentlich von anderen Formen und Nutzungsarten wie Pay-TV, Internetfernsehen (IPTV) oder Video on Demand (VoD).

IPTV wird in Deutschland beispielsweise von der Telekom, von Vodafone sowie 1&1 angeboten. Es kann nicht von anderen Providern und vom User nicht ohne Vertrag genutzt werden. OTT-Inhalte hingegen sind auf jedem Endgerät empfangbar, unabhängig vom jeweiligen Internetanbieter. Daher auch die Bezeichnung, die auf Deutsch „über den Kopf hinweg“ bedeutet. Es wird lediglich ein Internetzugang benötigt, der von jedem beliebigen DSL-, VDSL-, LTE- oder Kabel-Anbieter stammen kann. Zusätzliche Empfangsgeräte wie eine Set Top Box für das Internetfernsehen sind also nicht nötig.

Voraussetzungen für OTT

Zwei Voraussetzungen sind entscheidend, damit Over the top content problemlos empfangen werden kann. Zum einen muss der Internetanschluss des Nutzers eine ausreichend hohe Datenrate ermöglichen. Ohne eine Breitbandverbindung funktioniert das Konzept nicht. Auf der anderen Seite muss der Anbieter die Inhalte so weit anpassen, dass sie auf allen Plattformen korrekt angezeigt werden. Unter Plattformen sind hier die unterschiedlichen Endgeräte (Smartphone, Tablet, Notebook, TV) , Betriebssysteme und Display-Auflösungen zu verstehen.

OTT in Deutschland

In Deutschland war der Start von OTT auf Grund von Lizenz- und Urheberrechtsfragen zunächst zögerlich. Mediatheken wie die von ARD und ZDF, die über allgemeine Gebühren finanziert werden, boten und bieten einen Zugriff, allerdings nicht weltweit, sondern meist nur für einzelne Länder und nur für deren Eigenproduktionen. So kann beispielsweise ein Münchner „Tatort“ aus der ARD-Mediathek im Ausland angeschaut werden, ein österreichischer oder Schweizer Krimi aus der Reihe nicht. Mittlerweile stehen mit Netflix und Amazon Prime aber zwei weltweit agierende Anbieter zur Verfügung, über die OTT-Inhalte bezogen werden können. Hinzu kommen einige kleinere Anbieter.

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