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Was ist Netzwerk-Monitoring?

| Autor / Redakteur: Jelsag / Sarah Böttcher

Grundlagenwissen zum IT-Business
Grundlagenwissen zum IT-Business (Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Netzwerk-Monitoring ist ein Arbeitsfeld des Netzwerkmanagements, bei dem es darum geht, sämtliche Komponenten und Interaktionen innerhalb des Netzwerks zu überwachen. Es kann Netzwerk-intern oder -extern vorgenommen werden. Auch ein Netzwerk-Monitoring aus der Cloud ist möglich.

Durch Netzwerk-Monitoring werden unterschiedliche Netzwerkfunktionen und Netzwerkdienste überwacht. Hierfür gibt es unterschiedliche Methoden. Passives Monitoring erfüllt ausschließlich Beobachtungs- und Analysefunktionen, ohne in die Netzwerkfunktionen einzugreifen. Aktives Netzwerk-Monitoring schließt dagegen Veränderungen an einzelnen Netzwerkkomponenten oder Softwareprotokollen ein. Es erfolgt also an einer Schnittstelle von Überwachung und Netzwerksteuerung.

Unterschieden werden außerdem externes und internes Netzwerk-Monitoring. Das interne Monitoring wird direkt auf den einzelnen Komponenten des Netzwerks vorgenommen, bei externem Netzwerk-Monitoring werden zusätzliche Überwachungsgeräte eingesetzt.

Historisches Monitoring dient der nachträglichen Überprüfung der Netzwerkfunktionen. Beispielsweise ermöglicht es eine langfristige Kapazitätsplanung und das Aufdecken systematischer Netzwerkprobleme, die durch Software-Updates oder technische Nachrüstungen entstehen. Die operative Überwachung eines Netzwerks wird dagegen in Echtzeit – also als Real Time Monitoring – vorgenommen, um auf Störungen sofort zu reagieren. Im Rahmen des End-to-End-Monitorings werden die Netzwerkdienste aus der Anwender- oder Kundenperspektive überwacht. Hierfür wird in regelmäßigen Intervallen getestet, ob sie ordnungsgemäß funktionieren. Optimal ist, wenn mögliche Ursachen von Netzwerkstörungen erkannt und behoben werden können, bevor die Nutzer des Netzwerks ein Problem bemerken.

Beim sogenannten On-Premises-Monitoring werden die Software- und Hardware-Komponenten für das Monitoring innerhalb der jeweiligen Netzwerkinfrastruktur bereitgestellt. Es bietet maximale Sicherheit, erfordert allerdings auch hohen materiellen und personellen Aufwand. Vergleichsweise günstig und flexibel skalierbar ist das Netzwerk-Monitoring aus der Cloud, das als Remote-Service von verschiedenen Providern angeboten wird.

Zentrale Informationssammlung und Alarmfunktionen

Das Ziel des Netzwerk-Monitorings besteht darin, fehlerhafte Hardware- und Software-Komponenten sowie Überlastungen und andere Störungen der Datenübertragung aufzuspüren und diese Probleme so schnell wie möglich zu beheben. Die Sammlung und Verarbeitung aller Informationen, die durch das Netzwerk-Monitoring gewonnen werden, erfolgt in digitalisierter und automatisierter Form an einer zentralen Stelle. Die Informationen über Fehler und Störungen innerhalb des Netzwerks werden per SMS, E-Mail oder einen anderen Messaging-Dienst an die Administratoren übermittelt. Bei gravierenden Störungen kann durch das Monitoring-System auch eine unmittelbare Netzwerkabschaltung erfolgen.

Netzwerk-Monitoring mit SNMP oder WMI

Ein gängiges Instrument für das Netzwerk-Monitoring ist SNMP (Simple Network Management Protocol). SNMP wird sowohl zur Überwachung als auch zur Steuerung von Netzwerken verwendet. Hierfür werden Netzwerkkomponenten mit sogenannten SNMP-Agenten ausgestattet, die den Status dieser Komponenten in regelmäßigen Abständen an die zentrale Überwachungsstation des Netzwerks melden. Beim Ausbleiben dieser Meldungen werden spezifische Alarme ausgelöst. Netzwerk-Administratoren haben via SNMP die Möglichkeit, gezielt Informationen aus dem Netzwerk abzurufen sowie einzelne Komponenten zu steuern oder zu konfigurieren.

In Windows-basierten Netzwerken kommt als Monitoring-System in der Regel nicht SNMP, sondern WMI (Windows Management Instrumentation) zum Einsatz. WMI gehört zu den Kernfunktionen des Web Based Enterprise Managements für Windows. Es ermöglicht auf so gut wie alle Einstellungen und Funktionalitäten eines Windows-Rechners oder Windows-Servers zuzugreifen. In das Betriebssystem ist WMI seit Windows 2000 standardmäßig integriert.

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