Definition Was ist eine Virtual Private Cloud (VPC)?

Von SiLip

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Bei einer Virtual Private Cloud handelt es sich um den geschützten Bereich eines Nutzers innerhalb einer Public Cloud. Seine Daten bleiben stets von den Daten der anderen Nutzer isoliert.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Eine Virtual Private Cloud (VPC) ist eine private Cloud, die sich innerhalb einer öffentlichen Cloud befindet. Sie ermöglicht es den Usern, bei der Nutzung der Ressourcen einer Public Cloud von den Vorzügen eines virtualisierten Netzwerks zu profitieren.

Im Virtual-Private-Cloud-Modell sorgt der Infrastructure-as-a-Service-(IaaS-)Anbieter dafür, dass die Daten jedes Kunden während der Übertragung und auch innerhalb des Gesamtnetzwerks von den Daten anderer Nutzer isoliert bleiben. Erreichen lässt sich das durch die Einbindung von Sicherheitsrichtlinien, die mindestens einen der folgenden Punkte erfüllen:

  • Tunneling
  • Verschlüsselung
  • private IP-Adressen
  • eindeutiges lokales Netzwerks (Virtual Local Area Network, VLAN) für jeden Kunden.

Die Benutzer haben die Möglichkeit, Netzwerkkomponenten zu definieren und diese einschließlich der IP-Adressen, Netzwerk-Gateways, Subnetze und Zugriffskontrollrichtlinien eigenständig zu verwalten.

Vorteile von Virtual Private Clouds

Einer der größten Pluspunkte der VPCs besteht darin, dass sie den Nutzern Zugang zu einigen Vorteilen von Private Clouds verschaffen, während ihnen zugleich externe Ressourcen der Public Cloud in einem skalierbaren Pay-as-you-go-Modell zur Verfügung stehen. Zudem ist es relativ einfach, eine Virtual Private Cloud über ein virtuelles privates Netzwerk (VPN) mit einer lokalen Infrastruktur oder einer Public Cloud zu verbinden.

Auch wenn VPCs weniger komplex sind als eine selbst gehostete Private Cloud, ist bezüglich der Konfiguration, der Verwaltung und der Überwachung mit einer gewissen Komplexität zu rechnen. Zudem werden diese Clouds außerhalb unternehmenseigener Rechenzentren bereitgestellt. Das bedeutet, dass Nutzer aus Branchen mit strengen Compliance-Anforderungen gegebenenfalls Einschränkungen hinsichtlich der Arten von Daten und Anwendungen unterliegen, die sie in einer Virtual Private Cloud platzieren können.

Unterschiede zu Private Clouds

Häufig werden die Begriffe Private Cloud und Virtual Private Cloud synonym verwendet. Technisch unterscheiden sich diese Systeme jedoch darin, dass die private Cloud über eine interne Infrastruktur eingebunden wird, während die VPC die Infrastruktur eines Cloud-Anbieters nutzt. In der Private Cloud fungieren somit die einzelnen Geschäftsbereiche eines Unternehmens als Nutzer und die interne IT als Service-Provider. Die Virtual Private Cloud arbeitet hingegen mit einem Public-Cloud-Anbieter als Service-Provider und dem Kunden, häufig der IT-Abteilung eines Unternehmens, als Nutzer.

Zu den international bedeutendsten Virtual Private Clouds zählen die am 26. August 2009 gelaunchte Amazon Virtual Private Cloud, die seit dem 4. Juni 2019 in Betrieb befindliche IBM Cloud VPC und die Google Cloud Plattform. Darüber hinaus bietet Microsoft Azure die Möglichkeit, eine virtuelle private Cloud über Virtual Networks einzurichten.

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