IFA 2024 Vom Handheld bis zum Tower: Gaming-Neuheiten von Acer

Von Klaus Länger 5 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Acer hat in Berlin mehrere neuer Geräte für den Spiele-Sektor vorgestellt, darunter einen Gaming-Handheld mit Windows 11, stylische Gaming-Notebooks und einen 600-Hz-Monitor. Mit dem Project DualPlay ist zudem ein spannendes Notebook-Konzept zu sehen.

Mit dem Nitro Blaze 7 hat Acer auf der IFA ein Windows-Gaming-Handheld mit 7-Zoll-Display vorgestellt. Das Gerät nutzt AMDs Ryzen 7 8840HS als Prozessor. Für Casual-Gamer und Gamerinnen wird es das perlweiße Nitro V 14 geben. (Bild:  Alberto Case, TMHu1975)
Mit dem Nitro Blaze 7 hat Acer auf der IFA ein Windows-Gaming-Handheld mit 7-Zoll-Display vorgestellt. Das Gerät nutzt AMDs Ryzen 7 8840HS als Prozessor. Für Casual-Gamer und Gamerinnen wird es das perlweiße Nitro V 14 geben.
(Bild: Alberto Case, TMHu1975)

Der Gaming-Sektor ist für Acer schon seit vielen Jahren ein wichtiges Geschäftsfeld. Daher hat das Unternehmen auf der IFA in Berlin etliche neue Geräte für PC- und auch Konsolen-Spieler gezeigt. Ein Hardware-Trend, der gerade massiv Fahrt aufnimmt, sind Gaming-Handhelds. Mit dem Nitro Blaze 7 hat nun auch Acer ein entsprechendes Gerät im Sortiment.

Nitro Blaze 7

Der Nitro Blaze 7 ist ein Windows-Gaming-Handheld mit 7 Zoll großem Display und AMD-Prozessor. Der Hersteller setzt in dem 670 g schweren Gerät einen Ryzen 7 8840HS mit acht CPU-Cores und einer integrierten Radeon-780M-GPU ein. Im Acer-Handheld kann der Mobile-Prozessor auf 16 GB LPDDR5X-7500 zugreifen, als Massenspeicher dient eine bei zu 2 TB große PCIe-Gen4-SSD in einem nicht näher benannten M.2-Format. Für das Display nutzt Acer ein IPS-Panel mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel, bis zu 144 Hz Bildwiederholfrequenz, 7 ms Reaktionszeit und der Unterstützung von AMD Fresync Premium. Eine maximal Helligkeit von 500 Nits soll sicherstellen, dass man mit dem Nitro Blaze 7 auch unter freiem Himmel spielen kann. Zudem verfügt das Gerät über Wi-Fi 6E, zwei UCB-C-Ports mit USB4-Unterstützung und einen Micro-SD-Karten-Leser. Für die mobile Stromversorgung ist ein 50 Wh großer Akku zuständig.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 10 Bildern

Die Trigger-Tasten arbeiten mit Hall-Effekt-Sensoren, zusätzlich gibt es Analog-Sticks und diverse weitere Tasten, darunter eine Hotkey für den Zugriff auf die Spielebibliothek über die Acer Game Space App, die verschiedene Gaming-Plattformen zusammenfasst. Im Kaufpreis enthalten ist ein dreimonatiger PC Game Pass. Zu Preis und dem Datum der Verfügbarkeit macht Acer noch keine Angaben.

Nitro V 14 und V 16

Ein Kontrastprogramm liefert Acer mit den beiden Gaming-Notebooks Nitro V 16 und V 14. Das V 16 ist in ein dunkles Gehäuse gekleidet, wie bei den meisten Spiele-Notebooks üblich. Das Nitro V 14 ist dagegen mit seinem perlweißen Outfit ein „Exot unter den Gaming-Notebooks“, wie Acer selbst konstatiert. Das 14-Zoll-Gerät mit 16:10-Display richtet sich auch eher an Gelegenheitsspieler und explizit auch Spielerinnen, die es auch für klassische Notebook-Anwendungen nutzen wollen. Als Prozessor dient ein AMD Ryzen 7 8845HS, als GPU maximal eine Nvidia Geforce RTX 4050. Mit einer MUX-Schaltung kann die Radeon-GPU im Ryzen manuell deaktiviert werden, um die Grafikleistung zu steigern. Das 120-Hz-Display ist mit WQXGA- (2.560 x 1.600 Pixel) oder WUXGA-Auflösung (1.920 x 1.200 Pixel) erhältlich. Beide Varianten decken den sRGB-Farbraum komplett ab. Der gesteckte DDR5-Arbeitsspeicher des 1,7 kg schweren Notebooks mit einem 57 Wh großen Akku ist bis zu 32 GB groß. Die SSD fasst maximal 1 TB.

Das größere Nitro V 16 ist mit maximal einer Geforce RTX 4060 und einem Intel Core i7-14650HX für ambitioniertere Spieler entwickelt. Auch das 16 Zoll große Display mit 2.560 x 1.600 Bildpunkten ist mit bis zu 180 Hz Bildwiederholfrequenz deutlich schneller. Ein Dual-Fan-Quad-Intake- und Quad-Exhaust-Kühlsystem soll dafür sorgen, dass CPU und die mit einem MUX-Schalter versehene GPU auch beim intensiven Spielen mit voller Leistung arbeiten. Der DDR5-Arbeitsspeicher kann auch hier auf bis zu 32 GB ausgebaut werden, eine bis zu 2 TB große SSD biete Platz für größere Spielebibliotheken.

Das Nitro V 14 soll noch im September in den Handel kommen und ab 1.199 Euro (UVP) kosten. Das V 16 folgt einen Monat später und zu einem um 100 Euro höheren Startpreis.

Project DualPlay

Gar nicht kaufen kann man das in Berlin gezeigte Predator-Gaming-Notebook mit dem Namen Project DualPlay. Denn das High-End-Gerät ist nur eine Studie, mit der Acer zeigen will, was technisch möglich ist. Statt eines Touchpads sitzt hier ein herausnehmbarer Game-Controller in der Handballenablage, der sich auf Knopfdruck aus seiner elektromagnetischen Verankerung löst. Gleichzeitig fahren zwei 5-Watt-Lautsprecher aus den Seiten des Notebooks heraus. Für Dual-Player-Games wie Capcoms Street Fighter 6 kann der Controller in zwei separate Joysticks geteilt werden. Zudem hat Acer in dem Notebook eine anpassbare 360-Grad-RGB-Beleuchtung eingebaut, die etliche Bestandteile des Notebooks umfasst.

Predator Orion 7000

Ein zukünftiges Serienmodell ist dagegen der Gaming-Tower Predator Orion 7000. Der High-End-PC mit Nvidia-Grafikkarte bis zur Geforce RTX 4090 wird von Intel-Prozessoren der nächsten Generation, also Arrow Lake, angetrieben. Für die CPU ist eine Flüssigkeitskühlung eingebaut. Zusätzlich setzt der Hersteller die neu entwickelte Lüfterlösung Predator CycloneX 360 ein. Sie soll im Gespann mit der Flüssigkeitskühlung die Kühleffizienz des Rechners um 15 Prozent steigen und die Temperaturen des Motherboards um 9 Grad senken. Weitere Ausstattungsdetails sind eine bis zu 8 TB große SSD, ein SSD-Wechselschacht sowie, Thunderbolt 4 sowie Wi-Fi 7. Wann und zu welchem Preis die Gamer, denen die Leistung von Gaming-Notebooks nicht ausreicht, den Tower kauen können, steht noch nicht fest.

Wissen, was läuft

Täglich die wichtigsten Infos aus dem ITK-Markt

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

Schnelle Gaming-Monitore

Passende schnelle Gaming-Monitore sind ebenfalls bei Acer auf dem IFA-Stand zu sehen. Der 27-Zöller Predator XB273U F5 mit WQHD-Auflösung (2.560 x 1.440 Pixel) und bis zu 360 Hz ist eines der ersten Displays mit Nvidias G-Sync-Pulsar-Technologie. Sie soll für eine bessere Kommunikation zwischen Monitor und Grafikkarte sorgen, um unerwünschte Effekte wie Tearing und Bildstottern besser verhindern zu können.

Eine enorm hohe Bildwiederholrate von bis zu 600 Hz verspricht Acer für den E-Sport-Monitor Nitro XV240 F6. Der Ultra-Speed-24-Zöller mit Full-HD-Auflösung und 8-Bit-TN-Panel schafft laut Hersteller eine Grey-to-Grey-Reaktionszeit von 1 ms und unterstützt AMD Freesync Premium.

Für Spieler, die eine höhere Auflösung bevorzugen, bringt der Hersteller den 27-Zöller Nitro XV270U F5 mit QHD-IPS-Panel und bis zu 500 Hz Bildwiederholrate auf den Markt.

Der smarte Gaming-Monitor Nitro GS272U mit einem 27 Zoll großen IPS-Panel, WQHD-Auflösung und 180 Hz ermöglicht Produktivität und Unterhaltung auch ohne angeschlossenen PC oder Notebook. In dem Monitor ist ein ARM-Rechner mit WebOS eingebaut, der über LAN oder WLAN auf das Internet zugreifen und Apps ausführen kann. Zudem unterstützt er Airplay und Miracast für eine kabellose Bildschirmspiegelung und bietet eine USB-C-Schnittstelle.

Der Nitro XV240 F6 und der Nitro XV270U F5 sollen im ersten Quartal 2025 auf den Markt kommen und 899 Euro (UVP) beziehungsweise 799 Euro (UVP) kosten. Beim Acer Nitro GS272U M peilt Acer ebenfalls eine Verfügbarkeit ab Q1 2025 und einen UVP von 599 Euro an.

(ID:50154720)