Angetestet: Fujitsu Lifebook U9311X Ultraleichtes Lifebook X mit Tiger-Lake-CPU

Autor: Klaus Länger

Von der Optik her hat sich das ultraleichte 13,3-Zoll-Convertible Fujitsu Lifebook U9311X in unserem Hands-on-Test gegenüber dem 2019 präsentierten U939X nicht verändert. Allerdings schlägt im aktuellen Modell nun ein Tiger-Lake-U von Intel als Prozessorherz.

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Knapp ein Kilogramm wiegt das Lifebook U9311X von Fujitsu. Das Tige-Lake-Convertible gehört zu den Premium-Modellen des Herstellers.
Knapp ein Kilogramm wiegt das Lifebook U9311X von Fujitsu. Das Tige-Lake-Convertible gehört zu den Premium-Modellen des Herstellers.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Knapp ein Kilogramm bringt das Lifebook U9311X von Fujtsu auf die Waage. Das leichte aber stabile Magnesium-Gehäuse mit rot eingefärbtem Displaydeckel hat der Hersteller seit der Vorstellung des Lifebook U939X nicht geändert, allerdings wartet die neuste Generation des Convertible-Notebooks mit 360-Grad-Scharnieren mit Intel-Prozessoren der aktuellen Tiger-Lake-Familie auf. In unserem Testgerät sorgt ein Intel Core i5-1135G7 für die Rechen- und mit seiner integrierten Iris-Xe-GPU auch für die Grafikleistung. Der Arbeitsspeicher ist mit 16 GB LPDDR4 großzügig dimensioniert, die WDC-SSD mit PCIe-3.0-Interface hat eine Kapazität von 512 GB. Im Anwendungsbenchmark PC-Mark 10 erzielt das Lifebook mit 4.318 Zählern eine sehr gute Leistung, die fast 300 Punkte über der des Microsoft Surface Pro 7+ mit derselben CPU liegt. Offensichtlich funktioniert das Kühlkonzept des Fujitsu-Notebooks sehr gut. Der Lüfter macht sich erst unter hoher Last bemerkbar. Die Grafikleistung liegt mit 11.428 Punkten im 3DMark Night Raid für ein leichtes und schlankes Business-Notebook ebenfalls im oberen Bereich. Ebenfalls sehr ordentlich ist die Laufzeit im Akkubetrieb, die in der Praxis bei etwa zehn Stunden liegen dürfte. Unter Dauerlast schafft der 50-Wh-Akku 306 Minuten im PCMark 8.

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Stiftgarage im Gehäuse

Dass das U9311X von seinem Chassis her schon zwei Jahre alt ist, merkt man nur an dem 16:9-Full-HD-Display mit seinen relativ breiten Einfassungen an der Ober- und Unterseite. Viele neue 13-Zoll-Notebooks sind mit Displays im 16:10- oder gar 3:2-Formfaktor bestückt. Allerdings hat das Panel im Fujitsu auch Vorteile: Oben ist genug Platz für eine ordentliche HD-Webcam mit Infrarot-Sensor für Windows Hello, unten ist genug Platz für die Nutzung des Touchscreens im Notebook-­Modus. Zudem ist das bis zu 400 cd/m² helle Display entspiegelt, bei Geräten mit Touch immer noch die Ausnahme. Eine Stifterkennung ist ebenfalls integriert. Der Wacom-AES-Stift gehört zum Lieferumfang und hat einen Parkplatz im Gehäuse des Lifebook. Er wird dort auch geladen. Der Pen ist dadurch allerdings recht dünn und hat auch keine als Radierer funktionierende Taste an seinem Ende.

Große Schnittstellenpalette mit Thunderbolt 4 und LAN-Port

Ein Pluspunkt ist die umfangreiche Palette an Schnittstellen, die das Fujitsu-Gerät bietet. Mit dem Upgrade auf Tiger Lake stehen nun zwei Thunderbolt-4-Ports zur Verfügung. Dazu kommen zwei USB-3.0-Schnittstellen, HDMI, ein SD-Card-Reader und sogar ein GbE mit einem raffinierten ausziehbaren und aufklappbaren Anschluss, der so in dem dünnen Gehäuse Platz findet. Für die drahtlose Kommunikation stellt das Gerät WiFi-6, Bluetooth 5.1 und LTE bereit. Für eine biometrische Anmeldung am Gerät ist ein PalmSecure-Handvenenscanner eingebaut. Er ist zwar langsamer als ein Fingerprintreader, dafür aber sehr schwer zu überlisten.

Der im Lifebook eingebaute Handvenenscanner PalmSecure bei der Einrichtung: Die Erfassung ist berührungsfrei, dauert aber länger, als bei einem Fingerabdrucksensor.
Der im Lifebook eingebaute Handvenenscanner PalmSecure bei der Einrichtung: Die Erfassung ist berührungsfrei, dauert aber länger, als bei einem Fingerabdrucksensor.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Das beleuchtete Keyboard bietet Cursortasten in voller Größe und einen ordentlichen Tastenhub. Die Fläche des Touchpads ist durch die abgesetzten Maustasten verhältnismäßig. Praktisch ist die zusätzliche 5-MP-Kamera, die über dem Keyboard sitzt und im Tabletmodus als rückseitige Hauptkamera dient.

Fazit: Hochklassiges Business-Convertible mit guter Akkulaufzeit

Das Fujitsu Lifebook U9311X kann zwar nicht mit einem der gerade in Mode gekommenen 16:10-Displays aufwarten, bietet aber sonst alles, was man bei einem hochklassigen Business-Convertible mit einem Straßenpreis von etwa 1.800 Euro erwarten sollte: Es ist leicht, schnell, sehr gut ausgestattet mit vielen Schnittstellen, Stift, LTE sowie PalmSecure-Sensor, und es läuft mehr als einen Arbeitstag im Akkubetrieb.

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