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ISE 2019 Transparenz und OLED bei LG

Autor: Klaus Länger

Der koreanische Hersteller LG ist der entschiedenste Verfechter der OLED-Technik bei großen Displays. Auf der ISE zeigt er beeindruckende Beispiele für den Einsatz dieser Technik. Beim Trend zu LED-Videowalls mit kleinem Pixelabstand ist LG mit von der Partie.

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Gab es zuvor nur als Spezialeffekt aus Hollywood, nun als reales Produkt: LG demonstrierte auf der ISE transparente Touchscreens auf OLED-Basis.
Gab es zuvor nur als Spezialeffekt aus Hollywood, nun als reales Produkt: LG demonstrierte auf der ISE transparente Touchscreens auf OLED-Basis.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Was mit Open-Frame-OLED-Displays möglich ist, zeigte LG auf der ISE mit der OLED-Falls-Installation: Insgesamt 88 flexible OLED-Panels mit jeweils 55 Zoll Diagonale zeigten Videos von Wasserfällen, Gletschern und anderen Naturphänomenen. OLED-Panels sind selbstleuchtend und damit sehr dünn. Die für die Installation verwendeten 55EF5E-P-Panels wurden vor ihrer Montage mit einem Zusatzgerät, dem Curvature Calibrator, in die passende Form gebracht.

Optisch nicht so spektakulär, dafür technisch interessanter, war das transparente OLED mit Touch-Funktion, das LG erstmals präsentierte. Denn mit ihm wird etwas Realität, das bisher nur in Science-Fiction-Filmen wie Avatar als Computer-generierter Spezialeffekt existierte. Auf der Messe demonstrierte der Hersteller eine Anwendung , die etwa im Showroom eines Autohauses zum Einsatz kommen könnte: Der transparente OLED-Screen stellt die Bedienoberfläche dar, mit der die Darstellung eines Autos auf einer dahinterliegenden OLED-Videowall gesteuert wird.

Ebenso futuristisch sind die im Januar auf der CES 2019 präsentierten aufrollbaren OLED-Fernseher der Signature-OLED-TV-R-Serie, die nun auf der ISE auch in Europa zu sehen waren.

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LED-Panels mit Krümmung

Neben OLED war LED ein wichtiges Thema bei dem zweiten großen koreanischen Hersteller: Die sehr dünnen Module der LAPE-Serie mit einem Pixel-Pitch zwischen 1,5 und 2,5 mm lassen sich gekrümmt mit einem Radius von bis zu 1000R montieren. Das ist möglich, da der Hersteller hier Das Stromversorgungsmodul vom LED-Screen getrennt hat, der damit deutlich dünner wird. Die maximale Leuchtdichte liegt bei 1.000 Nits. Weitere neue LED-Produkte waren ein insgesamt 130 Zoll durchmessender Screen für Konferenzräume. Er basiert auf Modulen mit 1,5 mm Pixel-Pitch, sowie ein selbstklebender, transparenter LED-Film der auf jeder Scheibe aufgebracht werden kann.

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