Exclusive-Sparte vertreibt Storage-Arrays Tegile und BigTec: Startup setzt auf Startup
Das Storage-Startup Tegile ist seit sechs Monaten in Deutschland präsent. Dabei vertreibt der Anbieter seine Produkte über den VAD BigTec, die ebenfalls noch junge Datacenter-Sparte von Exclusive Network.
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In den Storage-Markt ist Bewegung gekommen. Die etablierten Player Dell, EMC, Hitachi, HP, IBM und NetApp werden von jungen, ambitionierten Anbietern herausgefordert, zu denen unter anderem Nimble, Pure Storage oder Tintri zählen. In diese Riege gehört auch Tegile. Das 2010 gegründete US-Unternehmen kam erstmals 2012 mit Produkten auf den Markt. Hierzulande sichtbar ist das Startup seit Juli dieses Jahres, als Dieter Schmitt, langjähriger Channel-Chef von NetApp, bei Tegile die Position des Regional Director für Deutschland, Österreich und die Schweiz (DACH) übernommen hat.
Trotz seiner kurzen Marktpräsenz tritt der kalifornische Hersteller überaus selbstbewusst auf. Mit seinen All-Flash- und Hybrid-Systemen könnten Unternehmen ihre Daten effizienter und kostengünstiger speichern als mit jedem anderen Storage-Produkt, verspricht der Anbieter. „Wir haben eine Technologie, die mehr Kapazität und Leistung liefert als jeder unserer Wettbewerber“, betont Rohit Kshetrapal, CEO von Tegile. Auch für Fachhändler lohne sich der Verkauf der Tegile-Arrays eher als das Geschäft mit Wettbewerbsprodukten, wirbt das Unternehmen um Partner. Kürzere Projektzyklen und geringerer Schulungsaufwand sollen zu tendenziell besseren Margen führen als bei den etablierten Playerm. Der Speicherspezialist vertreibt seine Produkte ausschließlich indirekt.
Die Systeme von Tegile gehören laut den Marktforschern von Gartner zu den wenigen Allzweck-Storage-Arrays, die sich durch eine Inline-Deduplizierung auszeichnen. Redundante Daten werden also bereits eliminiert, bevor sie auf Disk gespeichert werden, und nicht erst nachträglich auf dem Medium. Dadurch kann die nutzbare Kapazität der Produkte „um ein Mehrfaches größer sein“ als ihre reine Speicherkapazität, wie die Gartner-Analysten im „Magic Quadrant for General-Purpose Disk Arrays“ schreiben. Die Verfahrensweise, wie Tegile Daten dedupliziert und komprimiert, bezeichnet CEO Kshetrapal als wesentliches Alleinstellungsmerkmal des Anbieters: „Wir können einen großen Vorteil aus der Flash-Technologie ziehen, sodass sie abgeht wie eine Rakete.“
Mittelständler im Visier
Zielmarkt des Herstellers ist der gehobene Mittelstand. Rund 1.100 Kunden hat er mittlerweile gewonnen, die meisten davon in den USA und UK. Eingesetzt werden die Produkte hauptsächlich in virtuellen Server- und Desktop-Infrastrukturen sowie als Speicher für Datenbanken. Die Preise beginnen bei etwa 50.000 Euro für ein Hybrid- und bei 100.000 Euro für ein All-Flash-System.
Hierzulande läuft das Geschäft für Tegile zwar erst an. Die ersten Vertriebspartner für den deutschen Mark hat DACH-Chef Schmitt aber mit den Systemhäusern DMP DataManagement Professionals aus Osnabrück, Dextradata aus Essen und Erik Sterck aus Tiefenbronn bereits rekrutiert. Bis Mitte kommenden Jahres sollen dem Tegile-Channel in der Region etwa 15 bis 20 aktive Partner angehören.
Aufbereitung des Markts
Bei der Rekrutierung und Betreuung von Partnern setzt das Startup europaweit auf den ebenfalls jungen Distributor BigTec. Der wurde im Herbst 2013 von der Exclusive-Gruppe als Spezialist für „disruptive“ Datacenter-Technologien gegründet (siehe „Ergänzendes zum Thema“). Anders als in UK, wo der VAD als eigene Gesellschaft eingetragen ist, tritt er hierzulande als Geschäftsbereich von Exclusive Networks auf.
Die Aufgaben von BigTec bestehen in der Zusammenarbeit mit Tegile darin, neue Partner anzuleiten, sie über den Vertriebszyklus zu begleiten und ihnen Leads an die Hand zu geben. „Gerade in der Anfangsphase ist es erforderlich, dass wir als Hersteller gemeinsam mit dem Distributor potenzielle Kunden adressieren und so den Markt für unsere Partner bereiten“, erläutert Schmitt.
Warum Tegile-Manager Dieter Schmitt gute Chancen sieht, den Markt in der DACH-Region zu erschließen, lesen Sie auf der nächsten Seite.
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