Mit den Business-Varianten von Microsoft Surface Pro 10 und Surface Laptop 6 bringt Microsoft Rechner auf den Markt, die mit Intel-Core-Ultra-CPUs zur eigenen KI-Strategie passen. Zusätzlich bieten Tablet und Laptop etliche Detail-Verbesserungen.
Passend zum KI-Fokus stattet Microsoft das Surface Pro 10 for Business und Surface Laptop 6 for Business mit Intel-Core-Ultra-Prozessoren aus. Sie verfügen mit der NPU über eine zusätzliche KI-Einheit und über eine Copilot-Taste.
(Bild: Microsoft)
Ab April bietet Microsoft mit dem Surface Pro 10 for Business und dem Surface Laptop 6 for Business die ersten Modelle einer neuen Surface-Generation an. Die Consumer-Geräte sollen im Sommer folgen. Da der Hersteller die KI-Nutzung in Windows und Office forciert, verwundert es nicht, dass unter der Hülle der beiden Business-Geräte nun Core-Ultra-Prozessoren von Intel arbeiten. Schließlich gehören die Meteor-Lake-CPUs zu den ersten Prozessoren mit einer dedizierten KI-Einheit. Die NPU soll KI-Workloads mit deutlich geringerem Energieverbrauch erledigen, als das CPU oder GPU vermögen.
Äußerlich haben sich das Surface Pro 10 und das Surface Laptop 6 gegenüber ihren direkten Vorgängern dagegen kaum verändert.
Das Surface Pro 10 for Business ist weiterhin ein 900 Gramm leichtes Windows-Tablet mit 13-Zoll-Display im 3:2-Format. Allerdings ist der farbkalibrierte Pixelsense-Touchscreen mit einer Auflösung von 2.880 x 1.920 Pixel und bis zu 120 Hz Bildwiederholrate nun entspiegelt und mit bis zu 600 Nits auch 33 Prozent heller geworden. Das soll die Ablesbarkeit bei der Nutzung im Freien deutlich verbessern. Über dem Panel sitzt eine 1440-p-Webcam mit Windows Hello. Die Kamera auf der Rückseite verfügt über einen 10-MP-Sensor für die 4K-Auflösung. Dabei sollen die Windows Studio Effects mit Hilfe der NPU für Funktionen wie einen automatischem Bildausschnitt, scheinbaren Blickkontakt und Hintergrundeffekte bei Videokonferenzen sorgen. Als weitere Möglichkeit für eine schnelle und sicher Anmeldung ist ein NFC-Leser für FIDO2-Security-Keys mit NFC hinzugekommen. Microsoft kooperiert mit Yubico, dem Hersteller der YubiKeys.
Beim Prozessor gibt es zwei Alternativen: Intel Core Ultra 5 135U und 7 165U. Beide sind 15-Watt-CPUs und verfügen über insgesamt 12 Core, zwei davon P-Cores, und eine integrierte Intel-GPU mit vier Xe-Cores. Der Unterschied liegt lediglich in der höheren Taktfrequenz des Ultra 7, die bis zu 4,9 statt 4,4 GHz erreichen kann. Der LPDDR5x-Arbeitsspeicher ist je nach Modellvariante zwischen 8 und 64 GB groß, doppelt so viel wie bei Pro 9. Die PCIe-Gen4-SSD bietet zwischen 256 GB und 2 TB Speicherplatz. Das WLAN-Modul unterstützt weiterhin Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.1 und es bleibt auch bei den beiden Thunderbolt-4-Anschlüssen im USB-C-Format und dem Surface Connector als externe Schnittstellen. Optional gibt es das Surface Pro 10 for Business nun auch mit Intel-Prozessor und 5G. Beim Surface Pro 9 war 5G nur in Verbindung mit der ARM-CPU SQ3 möglich.
Die Akkulaufzeit gibt Microsoft mit bis zu 19 Stunden an. Das sind 4,5 Stunden mehr als beim Vorgänger mit Alder-Lake-Prozessor möglich waren. Als neues Zubehör gibt es ein Keyboard mit besser lesbarer Tastenbeschriftung, hellerer Tastenbeleuchtung und Copilot-Taste.
Surface Laptop 6 for Business
Bei der 15-Zoll-Variante des Surface Laptop 6 for Business gibt es tatsächlich einen Unterschied im Gehäuse zum Vormodell: Es bietet nun einen zweiten Thunderbolt-4-Anschluss zusätzlich zu der USB-Typ-A-Buchse und dem Surface-Connect-Anschluss.
Das 13,5 Zoll große Modell muss hingegen weiterhin mit nur einer Typ-C-Buchse mit Thunderbolt 4 auskommen. Die Touch-Displays mit einer Auflösung von 2.496 x 1.664 Pixel beziehungsweise 2.256 x 1.504 Pixel sind entspiegelt, aber nur maximal 400 Nits hell. Die Refreshrate liegt weiterhin bei 60 Hz. Über den 3:2-Panels sitzt eine 1080-p-Kamera. Das Laptop 5 musste noch mit einer 720-p-Kamera auskommen. Den NFC-Leser des Tablets gibt es nicht, dafür aber optional einen Smartcard-Leser.
Beim Prozessor besteht bei beiden Laptop-Varianten die Wahl zwischen Intel Core Ultra 5 135H und 7 165H. Damit bieten die CPUs zusätzlich zu den zehn E-Cores vier oder sogar sechs schnelle P-Cores mit Hyperthreading, die für eine deutlich höhere Leistung sorgen. Auch die Grafikleistung ist deutlich höher, da hier eine Intel-Arc-GPU mit acht Xe-Cores mit im Prozessor sitzt. Der Arbeitsspeicher besteht ebenfalls aus 8 bis 64 GB LPDDR5x, die leicht zugängliche SSD fasst zwischen 256 GB und einem TB. Die Akkulaufzeit der 1,38 beziehungsweise 1,68 kg schweren Laptops gibt Microsoft mit bis zu 18,5 Stunden an.
Nachhaltig und besser reparierbar
Microsoft folgt dem Trend in der Industrie und setzt für die Produktion der neuen Surface-Modelle mehr Recycling-Material ein. So besteht das Gehäuse des Surface Pro 10 zu 72 Prozent aus wiederverwendetem Material, beim Laptop 6 sind es knapp 26 Prozent. Zudem ist das Pro 10 das laut Hersteller bisher wartungsfreundlichste Surface Pro. Es soll leichter zu öffnen und besser reparierbar sein. Visuelle Symbole, die etwa den zu verwendeten Schraubenzieher anzeigen, und QR-Codes als Links zu Reparaturanleitungen erleichtern die Arbeit.
Darüber hinaus sollen Nutzer mit körperlichen Beeinträchtigungen die Microsoft Adaptive Accessories jetzt auch über das Business-Programm erwerben können. Es umfasst verschiedene speziell entwickelter Eingabe- und Zubehörgeräte.
Das Surface Pro 10 for Business kostet zwischen 1.399 und 3.319 Euro (UVP). Keyboard und Stift sind optionales Zubehör. Beim Surface Laptop 6 for Business beginnt der Preis ebenfalls bei 1.399 Euro für die die 13,5-Zoll-Variante und endet bei 3.559 Euro (UVP) für das 15-Zoll-Modell mit Core Ultra 7, 64 GB RAM und 1 TB großer SSD.
Stand: 08.12.2025
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