„Zu viel Vertrauen kann teuer zu stehen kommen!“ – Auf dem „Service Provider Summit 2022“ wird Umberto Annino, Principal Cyber Security Consultant, Infoguard AG, in seiner Eröffnungs-Keynote den Schutz gegen Supply Chain Attacks darlegen.
Auf dem „Service Provider Summit 2022“ wird Umberto Annino, Principal Cyber Security Consultant bei der Infoguard AG, in seiner Eröffnungs-Keynote den Schutz vor Supply Chain Attacks darlegen.
(Bild: gemeinfrei, geralt / Pixabay)
Die Service Provider Community trifft sich am 2. und 3. Juni im Kempinski Gravenbruch (FFM) zum Service Provider Summit 2022. Dort gibt es viel zu bereden: Das Portfolio an Managed Services ist in Breite und Tiefe gewachsen und mit ihm auch die entsprechenden Technologie- und Cloud-Stacks. In den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit rückt daher einmal mehr die Security, in diesem Fall die der kompletten Lieferkette.
Am zweiten Veranstaltungstag, dem Freitag, den 03. Juni 2022, zeigt Umberto Annino, Principal Cyber Security Consultant der Infoguard AG, von 9:15 bis 9:40 Uhr deshalb in seiner Eröffnungs-Keynote, wie man den Schutz gegen Supply Chain Attacks effizient gestaltet. „Wenn man selbst bekannten Anbietern wie Solarwinds oder auch Okta nicht mehr ganz trauen kann, ist es höchste Zeit, sich dediziert um Supply Chain Risks zu kümmern“, erläutert der Security-Experte.
Besonders im Blick hat er die Souveränität in punkto Hyperscaler und Lieferketten, das Supply Chain Risk Management sowie die Security Governance bei Lieferanten und Dienstleistern. Gerade der letztgenannte Punkt ist ein heißes Eisen, das Annino in seinem anschließenden Roundtable von 9:40 bis 10:20 Uhr noch einmal zu fassen versucht.
Service Provider Summit 2022
„Service Provider Summit 2022“
(Bild: Vogel IT-Medien GmbH)
Der „Service Provider Summit 2022“ findet am 2. und 3. Juni im Hotel Kempinski Gravenbruch statt. Themen gibt es zahlreiche; denn der Markt für Service Provider hat sich mit exorbitantem Wachstum der Hyperscaler neu sortiert. Beim Service Provider Summit 2022 trifft sich die Community, um gemeinsamen den Blick in die Zukunft des Business zu richten und neue Geschäftsmodelle, Kunden- und Technologietrends zu diskutieren.
Die zentrale Frage lautet, wie man in der Supply Chain dem Lieferanten auf den Zahn fühlen kann. Wie sind Attestierungen und Zertifizierungen von Lieferanten zu prüfen? Und was gilt es zu tun, wenn der Lieferant sich quer stellt?
„Wenn sich ungleiche Parteien gegenüberstehen - ein globales Anbieter-Unternehmen mit bis zu hunderttausenden Mitarbeitern und Milliarden-Umsätzen und ein mittelgroßes Unternehmen als Kunde - besteht natürlicherweise eine ungleiche Verhandlungsmacht“, so Annino. „Was bedeutet das für die Anforderungen bezüglich Supply Chain Risk Management des Leistungsbeziehers?“
Insbesondere wird er auf den Unterschied zwischen individuellen Vereinbarungen in Verträgen und Allgemeinen Geschäftsbedingungen von globalen Anbietern eingehen. „Anpassungswünsche der Juristen sind dabei nur selten umsetzbar“, warnt Annino.
Zunächst braucht es einen Reality Check
Spannende Themen! Unternehmen sollten in Sachen Supply Chain Security aber zunächst einen Reality Check durchführen: Inwieweit hat man bereits Barrieren gegen potentielle Angriffe errichtet? Diese sind unzweifelhaft notwendig, soll die Firma auch morgen noch bestehen. Am besten wäre eine Zero-Trust-Strategie, um nach Möglichkeit jedes Einfallstor für Hacker zu schließen.
Die Risikowahrnehmung fällt von Fall zu Fall jedoch unterschiedlich aus, entsprechend der Erfahrung der Verantwortlichen im Unternehmen. Erschwerend kommt die zunehmende Komplexität der Systeme hinzu mit stets neuen Verfahren wie etwa Virtualisierung oder Container. Auf der anderen Seite lauern immer ausgefeiltere Kriminalität und Spionage sowie die Abhängigkeit von bestimmter Software und Hardware mit nur schwer überschaubaren Software-Inhalten.
Zentraler Baustein: Third Party Risk Management
In Anbetracht der Komplexität, Abhängigkeit und Vernetzung von Unternehmen heutzutage sollte man laut Annino statt von Supply Chain Security eher von Supply Chain Risk Management oder Third Party Risk Management sprechen. Im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit muss nämlich immer die Zuständigkeit stehen:
Wer ist für die Sicherheit von welchem Bereich der Lieferkette verantwortlich? Annino wird in seiner Keynote darlegen, dass Zuständigkeiten nur über Normen und klare Vereinbarungen geregelt und eingehalten werden können.
Annino: „Gleichzeitig wird besonders in Cloud-Services das Modell der ‚shared responsibility‘ propagiert: Nur, was heißt nun genau ‚geteilte Verantwortung‘, und wie und wo ist diese möglichst genau zu regeln?“ Da man im Nachhinein immer schlauer sei, sollte die Verantwortung entsprechend vorgängig präzise geregelt werden, um spätere Überraschungen zu vermeiden. „Niemand mag vor dem Schiedsgericht landen, um vertragliche Zuständigkeiten und Sorgfaltspflichten zu diskutieren“, so Annino.
Stand: 08.12.2025
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Umberto Annino ist Principal Cyber Security Consultant bei der Infoguard AG.