T-Systems befragt Mittelständler Studie zu IT-Trends im Mittelstand zeugt von Eigeninitiative und starken Partnern

Redakteur: Ulrike Ostler

In einer Studie wurden die „IT-Trends im Mittelstand 2021“ untersucht. Befragt wurden 200 IT-Entscheider verschiedener Branchen und Firmengrößen zu digitaler Transformation, IT-Sicherheit, Eigen- und Fremdrealisation des IT-Betriebs, Cloud und Prozessautomatisierung/KI.

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T-Systems-Studie zeigt erneut: Es gibt weder den Mittelstand, noch den Mittelstandstrend noch die Mittelstandseinheitslösung.
T-Systems-Studie zeigt erneut: Es gibt weder den Mittelstand, noch den Mittelstandstrend noch die Mittelstandseinheitslösung.
(Bild: Gerd Altmann auf Pixabay)

Mehr als ein Drittel der mittelständischen Unternehmen schätzt sich bei den Transformationsbestrebungen als digitaler Vorreiter ein, ergab eine Studie der T-Systems-Tochter Operational Services (OS) und Böcker Ziemen. Besonders hoch ist dieser Anteil in IT-affinen Sektoren, wie Transport/Logistik. Knapp die Hälfte sieht sich als digitale Follower. Alle übrigen Befragten ordnen sich den digitalen Nachzüglern zu.

In der Relevanz ganz oben stehen die Themen IT-Sicherheit (71 %) und digitale Transformation (68 %). Ferner ergänzt mehr als die Hälfte der Unternehmen herkömmliche IT-Sicherheit um proaktiven Schutz – ein Paradigmen-Wechsel. Zu den neuen Maßnahmen zählen Vulnerability Scanning oder Managed Detection Services.

Die Frage lautet: Bitte geben Sie an, welche Bedeutung die aufgeführten IT-Themen für Ihr Unternehmen heute haben und wie sich ihre Relevanz in den nächsten drei Jahren verändern wird. n=200; Abweichung von 100 Prozent aufgrund von Rundungen.
Die Frage lautet: Bitte geben Sie an, welche Bedeutung die aufgeführten IT-Themen für Ihr Unternehmen heute haben und wie sich ihre Relevanz in den nächsten drei Jahren verändern wird. n=200; Abweichung von 100 Prozent aufgrund von Rundungen.
(Bild: Telekom)

Ulrich Müller, Sprecher der OS-Geschäftsführung, kommentiert die Studie: „Der Mittelstand ist Deutschlands Wirtschaftsmotor. Unsere Lösungen helfen ihm bei der digitalen Transformation. Zum Beispiel in Richtung Cloud.“

Realisation in Eigenregie und Cloud

So folgen auf den nächsten Plätzen in der Rangordnung der IT-Betrieb in Eigenrealisation (59 %) und die Cloud (57 %). Laut Studie nutzen 77 Prozent der befragten Unternehmen Cloud-Dienste. 38 Prozent der Nicht-Nutzer ziehen sie in Betracht.

47 Prozent der Unternehmen betreiben ihre IT weitgehend in Eigenrealisation. Managed Services und Remote Services nutzen nur 5 beziehungsweise 3 Prozent. Nutzer von Managed Services heben dabei als Vorzüge die garantierte Qualität (70 %) und den kalkulierbaren Preis (60 %) hervor.

Die Frage lautet: Wie würden Sie Ihr Unternehmen bzgl. digitaler Transformation einschätzen? n=197; Abweichungen von 100 Prozent aufgrund von Rundungen und der Angabe „Weiß nicht / Keine Angabe“.
Die Frage lautet: Wie würden Sie Ihr Unternehmen bzgl. digitaler Transformation einschätzen? n=197; Abweichungen von 100 Prozent aufgrund von Rundungen und der Angabe „Weiß nicht / Keine Angabe“.
(Bild: Telekom)

Externe Dienstleister sieht der Mittelstand als Unterstützung für Digitalisierung und Automatisierung. 70 Prozent der IT-Entscheider registrieren eine Beschleunigung der Transformation infolge von Corona.

Automatisierungstrends und IoT

Angesichts von Cloud und Marke Eigenbau sowie Einbindung von Partnern spielt die die ganzheitliche Automatisierung von Prozessen innerhalb eines Unternehmens bei der digitalen Transformation auch für den Mittelstand eine wichtige Rolle. 53 Prozent der IT-Entscheider aus mittelständischen Unternehmen geben an, dass die Vernetzung interner Systeme für sie von hoher Relevanz ist.

Dadurch lassen sich die Geschäftsprozesse zum einen digitalisieren, indem sie beispielsweise in einem Enterprise-Resource-Planning-System (ERP) abgebildet werden. Zum anderen kann eine Automatisierungskomponente hinzugewonnen werden, wenn die Vernetzung mit weiteren Systemen, zum Beispiel CRM, umgesetzt und eine Kommunikation zwischen den Systemen gewährleistet wird. Der Austausch von Daten sorgt so für eine effiziente Digitalisierung und Automatisierung von Prozessen. Zugleich werden durch die Vernetzung von internen Systemen redundante und damit teils fehlerhafte Daten vermieden.

Ein weiterer wichtiger Aspekt für den Mittelstand ist das Thema Internet of Things, das ebenfalls mit der Vernetzung von internen Systemen Hand in Hand geht. 46 Prozent der Studienteilnehmer geben an, dass IoT für sie von hoher Relevanz ist.

Die Frage lautet: Wie relevant sind die folgenden Automatisierungstrends heute in Ihrem Unternehmen? n=200; Abweichungen von 100 Prozent aufgrund von Rundungen.
Die Frage lautet: Wie relevant sind die folgenden Automatisierungstrends heute in Ihrem Unternehmen? n=200; Abweichungen von 100 Prozent aufgrund von Rundungen.
(Bild: Telekom)

Kein Wunder: Durch IoT kann eine effiziente Kommunikation von im Unternehmen eingesetzten physischen und virtuellen Systemen gewährleistet werden. Gerade für produzierende Unternehmen verspricht dies einen Zugewinn an Produktivität.

Auch die Vernetzung mit externen Systemen, beispielsweise zur vereinfachten Kommunikation mit Mandanten, spielt für den Mittelstand eine Rolle.

42 Prozent geben an, dass dieser Trend für sie von hoher Relevanz ist. Auffällig ist ebenfalls, dass die aufgeführten Automatisierungstrends für eine große Mehrheit der Befragten mindestens von geringer Relevanz sind. Doch auch das gibt es: Für eine kleine Minderheit, 14 bis 21 Prozent, haben die Automatisierungstrends überhaupt keine Relevanz.

Sechs Handlungsempfehlungen

Aus der Befragung leitet die Studie sechs Empfehlungen ab. Sie geben Orientierung für digitale Projekte im Mittelstand.

  • 1. IT-Kompetenz stärken und digitale Transformation zur Chefsache machen.
  • 2. Benchmarks identifizieren und sich an digitalen Vorreitern orientieren. Zusätzlich Einsatzmöglichkeiten neuer Technologien kontinuierlich prüfen.
  • 3. IT-Sicherheit mit einer Vielzahl von Maßnahmen abdecken und zusätzlich um proaktives Schwachstellen-Management ergänzen.
  • 4. Den Digitalisierungserfolg in kleinen, schnellen Schritten sicherstellen. Kontinuierliches Finetuning ist dabei Pflicht.
  • 5. Die IT strategischer ausrichten, Eigenrealisation [Anm. Red.: und die Cloud-Nutzung] kritisch hinterfragen sowie die Einbindung von starken Partnern anstreben.
  • 6. Einsatz von Cloud-Anwendungen forcieren, um Flexibilität und Skalierbarkeit sicherzustellen.

Erfahrungen haben dabei die Vorzüge crossfunktionaler Teams aus IT- und Business-Experten gezeigt. Eigene Kompetenzen sollten durch das Know-how von IT-Dienstleistern vervollständigt werden.

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