Retail-Trends 2018

So kann der Einzelhandel gegen Amazon & Co punkten

| Autor: Sarah Gandorfer

Der Einzelhandel macht sich mit Technologien wie Virtual Reality, Automatisierung und Datenanalysen fit für die Zukunft.
Der Einzelhandel macht sich mit Technologien wie Virtual Reality, Automatisierung und Datenanalysen fit für die Zukunft. (Bild: Pixabay / CC0)

Wer sich im Wettbewerb des Einzelhandels behaupten will, muss auf vielen verschiedenen Kanälen aktiv sein. Technologien wie Virtual Reality, Automatisierung und Datenanalysen werden dabei immer wichtiger.

Der Kunde informiert sich sowohl vor seinem Einkauf, wie auch auch oftmals direkt beim Einkauf im Laden über ein Produkt. Der Handel muss sich entsprechend an die genutzten Technologien anpassen und sich auch neuen öffnen. Für die Studie „Retail Tomorrow, Today“ hat Oracle führende Händler und Influencer befragt, wie sich der Einzelhandel fit für die Zukunft machen kann. Eine entscheidende Rolle spielen dabei neue Technologien wie Virtual Reality, Automatisierung und Datenanalysen. Hier fünf Tipps, die aus der Umfrage resultieren.

1. Das Ladengeschäft für digitale Kunden gestalten

Das Ladengeschäft wurde bereits oft totgesagt. Manch ein Händler merkt allerdings: Es kann eine wichtige Ergänzung zum Online-Einkauf sein. Denn Kunden wünschen sich Erlebnisse. Ein physischer Store kann Interaktion bieten, wie sie online nicht möglich ist. Dafür spielen innovative Technologien wie Augmented Reality (AR) und Virtual Reality (VR) eine wichtige Rolle. Sie ermöglichen eine attraktive Produktpräsentation. Studien von Worldpay, dem führenden Anbieter für Zahlungsabwicklungen, ergaben, dass mit 48 Prozent fast die Hälfte der Verbraucher glaubt, die Zukunft des Einkaufens liege in VR. Die neue Technologie wird aber nur dann eine Wirkung zeigen, wenn sie das Einkaufserlebnis sinnvoll ergänzt, zum Beispiel mit Produktdemos oder zusätzlichen Produktinformationen. Darüber hinaus müssen In-Store-Technologien die Konsistenz zwischen der Kundenerfahrung im Laden und in der Online-Welt sicherstellen.

2. Persönlicher Service gegen Amazon und Co.

Online-Giganten wie Amazon machen Einzelhändlern das Leben schwer. Sie punkten vor allem mit einer schnellen Lieferkette und günstigen Preisen. Damit können Einzelhändler nur schwer konkurrieren. Statt sich mit den Riesen zu messen, sollten sie sich wieder auf ihre Stärken konzentrieren: die Bereitstellung eines persönlichen Service und Interaktionen mit echten Menschen. Kleinere Einzelhändler können die Aufmerksamkeit und die Herzen von Kunden gewinnen, indem sie personalisierte, spezialisierte Leistungen anbieten und sich durch einen flexibleren, maßgeschneiderten Ansatz von Mitbewerbern abheben – von der Produktauswahl bis hin zur Auslieferung. Dafür ist eine engere Integration von Kundenplattformen und Backoffice nötig. Moderne Technologie ermöglicht dies auch kleineren Händlern problemlos.

3. Eine flexible Supply Chain schaffen

Laut einer Studie des Adress-Validierungsunternehmens PCA Predict entstehen für 65 Prozent der Einzelhändler in Deutschland, den USA und UK erhebliche Kosten durch verspätete oder fehlgeschlagene Auslieferungen. Findet ein Kunde das Produkt nicht, das er kaufen möchte, geht er zur Konkurrenz. Einzelhändler müssen also dafür sorgen, dass Artikel in ausreichender Zahl im Laden und online verfügbar sind. Allerdings sollten sie auch nicht zu viele Produkte im Lager vorhalten, denn das verursacht unnötige Kosten. Gefragt ist eine Supply Chain, die reaktionsschnell, transparent und flexibel ist. Dafür spielen Datenanalysen und Automatisierung eine entscheidende Rolle. Sie ermöglichen es zum Beispiel, die Nachfrage nach bestimmten Produkten besser vorherzusagen, Bestellungen schneller auszuführen und Artikel im Lager in Echtzeit zu verfolgen. Damit all dies funktioniert, müssen die Prozesse der Supply Chain durch einen offenen Datenaustausch miteinander kommunizieren können.

4. Die Mitarbeiter unterstützen

Kunden sind gut informiert, wenn sie einen Laden aufsuchen, und erwarten, dass ihnen die Verkaufsmitarbeiter besser helfen können als im Internet. Dafür müssen diese gut geschult und in der Lage sein, Fragen umgehend zu beantworten. Bei Hunderten von Produkten über jedes kleine Detail Bescheid zu wissen, ist nur mit technologischer Unterstützung möglich. Einzelhändler sollten ihren Mitarbeitern geeignete Tools zur Verfügung stellen, die alle benötigten Informationen schnell parat haben. Außerdem sollten sie sie mit Schulungen unterstützen.

5. Weiterentwickeln und Kundenbedürfnis fokussieren

Die Digitalisierung verändert den Einzelhandel zunehmend. In zehn Jahren werden wir vielleicht in Läden einkaufen, in denen gar keine Waren vorrätig sind. Stattdessen sehen wir uns Produkte in der virtuellen Realität an und lassen sie beim Kauf On-Demand anfertigen. Einzelhändler sollten sich trauen, neue Technologien und Geschäftsmodelle auszuprobieren. Dafür müssen sie bereit sein, auch Fehler zu machen, diese Fehler aber schnell wieder zu korrigieren und aus ihnen zu lernen. Um den digitalen Wandel voranzutreiben, empfiehlt es sich, einen Experten damit zu betrauen oder eine spezielle Abteilung dafür einzurichten. Im Zentrum der Weiterentwicklung sollte immer der Kunde mit seinen Wünschen stehen. Dafür müssen Einzelhändler ihre Kunden genau kennen und in der Lage sein, relevante Einblicke aus Kundendaten zu gewinnen.

Interessierte können die komplette Retail-Studie in englischer Sprache hier downloaden.

Augmented Reality wichtig für den Einzelhandel

Umsatzsteigerung im Blick

Augmented Reality wichtig für den Einzelhandel

14.03.18 - Wie kann der stationäre Handel der Abwanderung zum Online-Handel mit Hilfe von Augmented Reality entgegenwirken? Dieser Frage gehen die Marktforscher von Splendid Research nach. lesen

So pushen Händler ihre Chancen auf Erfolg

„Riverbed Retail Digital Transformation Survey 2018“

So pushen Händler ihre Chancen auf Erfolg

29.01.18 - Laut einer Studie von Riverbed sind die nächsten drei Jahre für die Entwicklung des stationären Handels entscheidend. Wer die digitale Transformation verschläft, hat wenig Aussicht auf Erfolg. Die Studie gibt preis, wie Händler weltweit ihre Geschäftschancen ausbauen wollen. lesen

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45240925 / Studien)