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Mini-Smartphone von Palm Smartphone im Scheckkartenformat

Autor: Sarah Böttcher

Comeback der Palm-Geräte: Mit neuem Inhaber kommt die Marke Palm wieder zurück auf den deutschen Markt. Das neue Device zeichnet sich vor allem durch seine besondere Größe und sein dahinter stehendes Konzept aus.

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Das Mini-Smartphone Palm ist als eine Ergänzung zum normalen Smartphone gedacht.
Das Mini-Smartphone Palm ist als eine Ergänzung zum normalen Smartphone gedacht.
(Bild: Palm)

Das Jahresende ist geprägt von Smartphone-Besonderheiten: Neben der Ankündigung eines faltbaren Smartphones von Samsung, bietet der chinesische Hersteller Royole mit seinem Flexpai bereits seit dem 31. Oktober ein Smartphone mit faltbarem Display an. Die Besonderheit des Palm-Smartphones hingegen ist zumindest nicht direkt sein Display, sondern seine Größe: Mit einer Breite von 50,6 Millimeter und einer Länge von 96,6 Millimeter ist das Device nicht größer als eine normale Scheckkarte. Zudem ist das Gerät 7,4 Millimeter breit und 62,5 Gramm schwer.

Vor drei Jahren wurden die Palm-Markenrechte von HP durch das chinesische Unternehmen TCL gekauft. Trotzdem tauchten keine neuen Produkte mit dem Palm-Logo auf dem Markt auf. In diesem Jahr wurden die Rechte an ein Startup verkauft, das nun, unter der Leitung der ehemaligen Samsung-Entwickler Howard Nuk und Dennis Miloseski, den Namen Palm als Firmen- und Produktname verwendet.

Der Grund für die ungewöhnliche Größe des Geräts ist das dahinterstehende Konzept: Das Smartphone soll nur selten und als eine Ergänzung zum regulären Smartphone benutzt werden, ähnlich wie eine Smartwatch nur mit den Vorteilen eines Smartphones. Über die Funktion Insync wird das Hauptsmartphone des Anwenders mit dem Palm-Gerät verbunden, mit dem Gedanken dahinter, das Hauptgerät Zuhause zu lassen. Auch mithilfe eines speziellen Modus, genannt Life Mode, sollen sich Anwender laut Palm beispielsweise auf den gemeinsamen Abend mit Freunden konzentrieren und nicht durch die Technik abgelenkt beziehungsweise gestört werden. So werden eingehende Anrufe und Nachrichten nicht angezeigt, wenn der Modus an- und das Display ausgeschaltet ist. Wird das Display eingeschaltet, wird automatisch die Verbindung wieder hergestellt und sämtliche Nachrichten durchgestellt.

Technische Spezifikationen

Das LCD-Display des Geräts misst 3,3 Zoll, ist aus Corning Gorilla Glass 3 und hat eine HD-Auflösung. Außerdem ist im rahmenlosen Display eine Frontkamera verbaut, die Bilder mit acht Megapixel auflöst. Die Hauptkamera auf der Rückseite schießt Bilder mit einer Auflösung von zwölf Megapixel.

Auf dem Gerät ist nicht die aktuellste Android-Version 9.0 (Pie), sondern Android 8.1 (Oreo) als Betriebssystem aufgespielt und im Palm ist ein Octacore-Qualcomm-435-Prozessor verbaut. Der Arbeitsspeicher ist drei Gigabyte, der interne Speicher 32 Gigabyte groß. Der 800-mAh-Akku des Palm ist nicht austauschbar. Im Standby-Modus soll er das Gerät mehr als drei Tage mit Energie versorgen.

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Konnektivität und Verfügbarkeit

Das scheckkartengroße Smartphone ist 4G-, Bluetooth-4.2-, WLAN-802.11-b/g/n- und GPS-fähig. Zudem ist das Smartphone wasser- und staubdicht (Schutzklasse IP68). Entsperren lässt sich das Device via Gesichtserkennung.

Das Smartphone ist seit November in den USA in den Farben Titan und Gold für rund 350 US-Dollar erhältlich. In Deutschland wird das Scheckkarten-Smartphone beispielsweise über Vodafone voraussichtlich ab Dezember verfügbar sein. Die Preise sind noch nicht bekannt.

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Über den Autor

 Sarah Böttcher

Sarah Böttcher

Online CvD & Redakteurin