Aktueller Channel Fokus:

Managed Services

Infinity-Flex-Display

Samsung zeigt auch faltbares Smartphone

| Autor: Heidemarie Schuster

Glen Murphy, Director und Leiter von Android UX bei Google, kündigt an, dass Android den faltbaren Formfaktor des Infinity-Flex-Displays unterstützen wird.
Glen Murphy, Director und Leiter von Android UX bei Google, kündigt an, dass Android den faltbaren Formfaktor des Infinity-Flex-Displays unterstützen wird. (Bild: Samsung)

Es scheint, als würden faltbare Smartphones der neueste Schrei werden. Samsung hat auf seiner Entwicklerkonferenz das sogenannte Infinity-Flex-Display vorgestellt, das schon im kommenden Jahr auf den Markt kommen könnte. Allerdings waren die Koreaner nicht die Ersten mit der Vorstellung dieser „Revolution“.

In diesem Jahr lag der Fokus der Smartphone-Hersteller hauptsächlich auf den verbauten Kameras, da es sonst kaum noch Verbesserungen oder Unterscheidungsmerkmale gab. Jetzt macht sich ein neuer Trend breit: flexible Displays. Damit ist nicht gemeint, dass sie sich besser anpassen, vielmehr geht es um das Falten der Bildschirme.

Erst vergangene Woche stellte der chinesische Hersteller Royole das Smartphone FlexPai vor, welches Dank seines biegsamen Displays Tablet und Smartphone vereint. Diese Woche zieht Samsung nach und zeigt auf seiner Entwicklerkonferenz ein Smartphone mit einem sogenannten Infinity-Flex-Display. Das Prinzip ist dasselbe wie bei Royole: Zusammengeklappt ist es ein Smartphone, aufgeklappt ein Tablet.

Das erste faltbare Smartphone kommt auf den Markt

Royole FlexPai

Das erste faltbare Smartphone kommt auf den Markt

06.11.18 - Seit Jahren wartet der Smartphone-Markt schon darauf, jetzt scheint ein Hersteller es geschafft zu haben: ein flexibles und damit beinahe faltbares Display. Die Royole Corporation hat das FlexPai vorgestellt, welches Dank seines biegsamen Displays Tablet und Smartphone vereint. lesen

Insgesamt misst das Infinity-Flex-Display 7,3 Zoll, und drei Apps sollen gleichzeitig darauf laufen können. Samsung kündigt an, dass das Smartphone im kommenden Jahr auf den Markt kommen könnte, die Produktion würde im nächsten Monat anlaufen. Royole ist da offensichtlich schon etwas weiter und verspricht eine Auslieferung des FlexPai ab Januar 2019.

Google war ebenfalls auf der Entwicklerkonferenz vertreten und kündigte die volle Unterstützung seitens Android für den faltbaren Bildschirm an.

Justin Denison, Samsungs SVP of Mobile Product Marketing, stellte die Vision von Samsung für die nächste Generation mobiler Displays vor: das Infinity-Flex-Display.
Justin Denison, Samsungs SVP of Mobile Product Marketing, stellte die Vision von Samsung für die nächste Generation mobiler Displays vor: das Infinity-Flex-Display. (Bild: Samsung)

Viele Details des Samung-Smartphones blieben bei der Präsentation des Prototypen in San Francisco aber verborgen. Samsung achtete darauf, dass das Licht so weit heruntergedreht war, dass keine Details zu erkennen waren.

„One UI“ und „Bixby“

Samsung stellte zudem die neue Benutzeroberfläche „One UI“ sowie neue Details der intelligenten Sprachsteuerung Bixby vor. Bixby ist ein Digitalassistent, der Amazons Alexa und Apples Siri herausfordern soll. Samsung will insgesamt 22 Milliarden Dollar in die Entwicklung der Künstlichen Intelligenz stecken und in sieben KI-Zentren mehr als 1.000 Entwickler einstellen. Die deutsche Version von Bixby soll in wenigen Monaten eingeführt werden, hieß es in San Francisco. Damit wird dann auch die derzeit noch in Deutschland unbrauchbare „Bixby-Taste“ an aktuellen Samsung-Smartphones einen Sinn bekommen.

Für Entwickler stellt Samsung erst einmal einen Faltbildschirm-Simulator bereit, auf dem Apps getestet werden können. Auch sollen Entwickler jetzt vollen Zugriff auf Bixby bekommen. In einer eigenen Software-Umgebung, dem „Bixby Developer Studio“, können sie dann Bixby-Projekte erstellen. Unterstützung gibt es dabei von einer Künstlichen Intelligenz, die Teile des Software-Codes automatisch schreiben soll.

Vernetzt vom Keller bis zum Dach

Samsung verkauft laut DJ Koh, Chef der Samsung-Mobilfunksparte, 500 Millionen Geräte jedes Jahr, vom Reiskocher über smarte Lautsprecher bis zum Smartphone oder TV-Gerät. Bis 2020 sollen dann alle aktuellen Geräte vernetzt sein, und immer mehr der Geräte werden Bixby bekommen. Diese riesige Basis, hofft Samsung, werde für genug Interesse sorgen.

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45589669 / Mobility)