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SD-WAN: Gute Zeiten für Datenbeschleuniger

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Geschwindigkeit ist Trumpf, besonders im Wide Area Network.
Geschwindigkeit ist Trumpf, besonders im Wide Area Network. (Bild: © dottedyeti - stock.adobe.com)

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Geschwindigkeit im Firmennetzwerk ist wichtig. Ein Produktivsystem wie Salesforce ist wichtiger als der Youtube-Kanal „BibisBeautypalace“. Verschlüsselung ist immer gut und Applikationen aus der Cloud gewinnen an Bedeutung. Kein Wunder, dass das Thema SD-WAN läuft.

Als Open Systems als Systemintegrator anno 1991 gegründet wurde, war die IT-Welt noch eine andere. Schon 1996 setzte das Unternehmen auf Managed Services. Damals war allerdings die Problematik rund um verfügbares schnelles Internet noch eine große Hürde. Daher wurde Bandbreitenmanagement und intelligentes Routing ein Thema für das Unternehmen­ – das Fundament für SD-WAN-Lösungen war gesetzt, auch wenn das damals noch keiner wusste. 1998, also zur Dotcom-Blütezeit stellte sich Open Systems als Service Provider auf, verkaufte Services und preiste gelieferte Hardware und Software zusätzlich ein.

Das Platzen der Dotcom-Blase

Es folgte eine Phase der Ernüchterung: „Nach dem Platzen der Dotcom-Blase waren etwa 80 Prozent unserer Kunden verschwunden. Da standen wir nun mit einem leistungsstarken Data-Center, tollen Ideen aber zu wenig Kunden“, sagt Martin Bosshardt, CEO bei Open Systems. Neu durchstarten konnte das Unternehmen dann vor etwa 15 Jahren, als die Industrie begann, Wertschöpfungsketten und Sales-Netzwerke zu globalisieren. Die Firma ermöglichte das mit einem SD-WAN-Ansatz, der seit 2007 als „Open Systems Plattform“ vermarktet wurde.

Prioritäten setzen

Martin Bosshardt, CEO, Open Systems
Martin Bosshardt, CEO, Open Systems (Bild: Open Systems)

Unternehmen konnten so aus der Cloud heraus Applikationen global ihren Usern zur Verfügung stellen und IoT-Devices, Sensorik, Smartphones so einbinden, dass Performance und Sicherheit durch intelligenten Umgang mit dem HTTP-Protokoll gewährleistet werden konnten. Bosshardt definiert: „SD-WAN kann man als Transport-Layer verstehen, der es über alle Kanäle hinweg ermöglicht, dass sich Applikationen den schnellsten Weg suchen.“ Dabei kann in einem SD-WAN individuell berücksichtigt werden, „für wen, wo, was wichtig ist“. Hohe Priorität können dabei beispielsweise SAP, Salesforce, Office 365 und andere Produktivsysteme haben, während die für YouTube oder Facebook gering ausfallen könnte.

Verschlüsselung und weltweites Daten-Routing

Das klassische Vorgehen ohne SD-WAN-Ansatz ist das Multiprotocol Label Switching (MPLS), bei dem statisch und im globalen Netzwerk eines Unternehmens überall gleich in der Regel unterschieden wird, zwischen schnellen, mittleren und langsamen Protokollklassen. SD-WAN erzielt aus verschiedenen Gründen Performance-Vorteile und lässt sich individueller managen. Hinzu kommt: „Bei MPLS wird in der Regel nicht verschlüsselt. In einem SD-WAN sind ausschließlich verschlüsselte Daten unterwegs, was auch in Hinblick auf weltweites Daten-Routing Sicherheitsvorteile bringt“, sagt der Open-Systems-Manager.

Cessna und A380

In den letzten Jahren ist der Hersteller hauptsächlich über Mundpropaganda gewachsen. Vor rund zwei Jahren startete eine Private-Equity-Finanzierungsrunde, die nun aggressives Wachstum ermöglicht. „Vor diesem Hintergrund liefern wir unseren gesamten Software-Stack als Service und binden den Channel ein“, sagt Bosshardt. Allerdings sei SD-WAN erheblich komplexer als klassische Netzwerke: „Der Vergleich zwischen einer Cessna und einem A380 ist nicht ganz falsch, obwohl wir in den letzten 15 Jahren viel automatisieren und standardisieren konnten.“

Partner gesucht

Nicolas Capitoni, Senior Director, Channel Sales Europe bei Open Systems soll die richtigen Partner finden: „Wir erweitern derzeit unsere Ressourcen in der Channel-Betreuung, um die Anzahl der Partner sukzessive auszubauen. Ziel ist es, im Segment der kleineren Reseller in Deutschland bis 2020 etwa 50 Partnerschaften auszubauen“, so der Channel-Manager.

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