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Acer Swift 5, ConceptD und Enduro Robuste Notebooks und ein Vorgeschmack auf Tiger Lake

Autor: Klaus Länger

Mit der Enduro-Serie erschließt sich Acer das kleine aber feine Marktsegment der Rugged- und Semi-Rugged-Notebooks und -Tablets. Die ConceptD-Serie für Kreative wird aufgefrischt und es gibt einen Vorgeschmack auf das leichte Swift 5 auf Basis der nächsten Intel-Core-Generation.

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Von ganz leicht bis schwer und robust: Die neuen Notebooks von Acer reichen vom leichten Swift 5 mit Tiger-Lake-CPU, das allerdings erst im Q4 kommt, über leistungsstärkere ConceptD-Modelle bis hin zu den Rugged-Notebooks und -Tablets der neuen Enduro-Serie.
Von ganz leicht bis schwer und robust: Die neuen Notebooks von Acer reichen vom leichten Swift 5 mit Tiger-Lake-CPU, das allerdings erst im Q4 kommt, über leistungsstärkere ConceptD-Modelle bis hin zu den Rugged-Notebooks und -Tablets der neuen Enduro-Serie.
(Bild: Acer)

Im April 2019 hat Acer die für Kreative bestimmte ConceptD-Baureihe vorgestellt und sich mit diesen leistungsstarken Rechnern im schicken Design einen neuen Markt eröffnet. Nun erweitert der Hersteller sein Produktportfolio um die Enduro-Serie. Sie besteht aus robusten Notebooks und Tablets, die größtenteils für den professionellen Einsatz in schwierigen Umgebungen bestimmt sind. Für weniger harte Anforderungen bringt Acer Semi-Rugged-Geräte, die auch für Consumer interessant sind. Alle Enduro-Geräte erfüllen zumindest einen Teil der MIL-810G-Anforderungen und halten somit Druck auf das Gehäuse und Stürze aus.

Notebooks und Tablets der Enduro-Serie

Mit einem Gewicht von weniger als zwei kg und einer Dicke unter 2,5 cm ist das 14-Zoll-Notebook Enduro N3 für ein Semi-Rugged-Gerät verhältnismäßig leicht und kompakt. Es ist für IP53 zertifiziert und damit gegen Staub und Spritzwasser geschützt. Der Lüfter ist so konstruiert, dass eindringendes Wasser durch einen eigenen Auslass wieder herausgedrückt wird. Als Einsatzszenarien sieht Acer Werkstätten, Logistik oder den Einzelhandel. Aber auch für den Outdoor-Einsatz soll das Notebook geeignet sein, etwa für Fotografen oder Videofilmer, die ein robustes aber einigermaßen leichtes Gerät für unterwegs suchen. Die technische Basis bilden Intel-Core-i5- oder -i7-Prozessoren der Comet-Lake-Familie, bis zu 32 GB RAM und eine optionale Geforce-MX230-GPU von Nvidia. Als Massenspeicher dient eine NVMe-SSD mit bis zu 512 GB Kapazität. Eine zusätzliche HDD ist ebenfalls konfigurierbar. Das Full-HD-IPS-Panel soll eine hohe Helligkeit liefern und die Akkulaufzeit bei bis zu 13 Stunden liegen. Für den professionellen Einsatz sind Sicherheits- und Managementtechnologien wie TPM, SSD-Verschlüsselung und die Unterstützung der Acer Enduro Management Suite (AEMS) integriert, über die auch die anderen Enduro-Modelle mit Windows verfügen. Mit AEMS können Software und Firmware remote ausgerollt werden, einzelne Schnittstellen und die Kameras sind aus der ferne deaktivierbar und die Belegung von physischen Zusatztasten, etwa für den Start von Applikationen, ist möglich.

Das IP54 zertifizierte Enduro T1 kommt in zwei Ausführungen: Als 10,1-Zoll-Windows-Tablet und als 8-Zoll-Android-Gerät. Bei beiden Varianten kann der entspiegelte Touchscreen mit Handschuhen bedient werden. Die Windows Variante ET110-31W bietet einen Celeron-Prozessor, 4 GB LPDDR4 und 64 GB eMMC-Flash. Mit einer optionalen Portfolio-Tastatur kann sie als Notebook verwendet werden. Das Android-Tablet ET108-11A mit Octa-Core-SoC und HD-Display soll sich mit programmierbaren Tasten und optionalem Zubehör wie ein Barcode-Scanner für die Nutzung in Logistik oder Gastronomie anbieten.

Für härtere Anforderungen wie die Verwendung auf Baustellen oder in staubigen Fabrikhallen sind die das Fully-Rugged-Geräte Enduro N7 und T5 mit IP65-Zertifizierung bestimmt. Ihre stabilen Gehäuse halten Stürzen aus bis zu 120 cm auf harte Böden stand. Das Notebook N7 ist in einer 14-Zoll- und in einer 15,6-Zoll-Variante verfügbar. Die Full-HD-Displays liefern eine Helligkeit von bis zu 700 Nits. Die mit Intel-Core-Prozessoren der 8. Generation bestückten Notebooks verfügen über zwei Akkus. Einer ist fest eingebaut, der andere im laufenden Betrieb wechselbar. Das Enduro T5 ist ein besonders robustes Windows-Tablet mit 10,1-Zoll-Touchscreen, einem Core m3 der 7. Generation und auswechselbarem Akku. Preise für die Enduro-Modelle nennt Acer nicht.

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Swift 5: Leichtgewicht mit Tiger Lake

Die nächste Generation des ultraleichten Swift 5 mit einem Intel-Prozessor der kommenden Tiger-Lake-Familie kommt zwar erst im vierten Quartal 2020, Acer gibt aber schon einen ersten Ausblick auf das 14-Zoll-Notebook. Der 10-nm-Prozessor mit integrierter Xe-GPU kann mit einer zusätzlichen Geforce-MX350-Grafik geordert werden. Dazu kommen bis zu 16 GB LPDDR4X und eine NVMe-SDD mit bis zu einem TB Speicherplatz. Mit einem Gehäuse aus Magnesium-Lithium und Magnesium-Aluminium soll das 14,95 mm flache Swift 5 weniger als ein kg wiegen. Die Rahmen um das Display sind noch schmaler geworden, laut Acer liegt die Screen-to-Body-Ratio nun bei 90 Prozent. Damit ist es noch etwas kompakter als die aktuelle Version des Swift 5. Das Full-HD-Display wird Touch unterstützen. Das Gorilla Glass über dem IPS-Panel ist antimikrobiell beschichtet. Das Display-Scharnier stellt das Chassis etwas auf und verbessert so die Kühlung und den Komfort beim Tippen. An Schnittstellen werden Thunderbolt 3, Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.0 vorhanden sein, Windows Hello wird mit einem Fingerprintreader unterstützt. Zusätzlich verspricht Acer das Aufwecken des Geräts per Sprachkommando. Der Preis für das in Grün oder Gold lieferbare Swift 5 soll bei 1.099 Euro (UVP) beginnen.

Mehr Power für ConceptD

Für die Kreativlinie ConceptD stellt Acer ebenfalls neue 14- und 15,6-Zoll-Mobilrechner vor, die im Herbst auf den Markt kommen. Das Convertible ConceptD 3 Ezel und das Clamshell-Notebook ConceptD 3 werden mit Core-H-Prozessoren der 10. Generation und bis zu einem TB große PCIe-SSDs aufgewertet. In der Pro-Variante ist zudem die Nvidia T1000 als Grafikkarte verfügbar. Die Full-HD-Displays sind Pantone-validiert und decken den sRGB-Farbraum zu 100 Prozent ab. Das Convertible ist zudem mit einem aktiven Stift ausgestattet, der 4.096 Druckstufen erkennt. Für das Convertible ConceptD 3 Ezel peilt Acer eine Verfügbarkeit im September an. Es soll ab 1.699 Euro verfügbar sein. Einen Monat später folgt das ConceptD mit einem Preis ab 1.299 Euro.

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