Mobile Security Trends für den Channel Remote Work beflügelt nicht nur die Cloud-Sicherheit

Autor / Redakteur: Oliver Schonschek / Melanie Staudacher

Es herrscht Nachholbedarf in der IT-Sicherheit! Für mobiles Arbeiten, Device Management, VPN- und Container-Lösungen fehlen die nötigen Sicherheitsmaßnahmen. Um die hohe Nachfrage zu decken, suchen Security-Hersteller händeringend nach Partnern im Channel.

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Um in Sachen IT-Sicherheit im Homeoffice aufzuholen, sollten Hersteller und Channel-Partner auf Mobile Security aus der Cloud setzen.
Um in Sachen IT-Sicherheit im Homeoffice aufzuholen, sollten Hersteller und Channel-Partner auf Mobile Security aus der Cloud setzen.
(Bild: srady - stock.adobe.com)

Homeoffice-Security hat noch viele Lücken

Die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetrieb im Austausch gegen Sicherheit mobiler Geräte war für viele Unternehmen im vergangen Jahr ein schwerer, aber notwendiger Tausch. Gezwungen durch die Coronakrise mussten die Firmen in kurzer Zeit sicherstellen, dass ihre Mitarbeiter remote arbeiten können.

Wie 49 Prozent der Befragten im „Verizon Business Mobile Security Index (MSI) 2021“ bestätigen, haben die Veränderungen durch die Fernarbeit die Cybersicherheit ihrer Unternehmen beeinträchtigt. Fast ein Viertel (24 %) opferte die Sicherheit der Mobilgeräte, um leichter auf die Einschränkungen reagieren zu können.

Obwohl Homeoffice aktuell und zukünftig eine maßgebliche Rolle in unserem Arbeitsalltag einnimmt, werden zu wenig technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um die „Angriffsfläche Homeoffice“ ausreichend gegen Angriffe zu sichern, so das BSI.
Obwohl Homeoffice aktuell und zukünftig eine maßgebliche Rolle in unserem Arbeitsalltag einnimmt, werden zu wenig technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um die „Angriffsfläche Homeoffice“ ausreichend gegen Angriffe zu sichern, so das BSI.
(Bild: BSI)

Auch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) schließt aus seiner aktuellen Wirtschaftsumfrage zu Homeoffice und Remote Work, dass die Unternehmen zu wenig im Bereich der technischen und organisatorischen Sicherheit getan haben. Obwohl kostengünstig, würden einfache Sicherheitsmaßnahmen wie Mobil Device Management oder Notfallübungen nicht genügend umgesetzt. Über 50 Prozent der Unternehmen investieren laut BSI weniger als zehn Prozent der IT-Ausgaben in Cyberischerheit, während das BSI bis zu 20 Prozent empfiehlt.

Was der Channel für die mobile Sicherheit bieten kann

Die Sicherheitsempfehlungen des BSI für Homeoffice und Remote Work zeigen den Bedarf an weiterer Mobile Security.
Die Sicherheitsempfehlungen des BSI für Homeoffice und Remote Work zeigen den Bedarf an weiterer Mobile Security.
(Bild: BSI)

Als Channel-Partner der Anbieter für mobile Sicherheit findet man viele Ansatzpunkte, wie man seinen Kunden dabei helfen kann, Remote Work besser abzusichern. Dazu gehören die Unterstützung bei der App-Entwicklung durch die Integration eines Security Frameworks, Risikoanalyse für mobile Geräte und Nutzer, die Umsetzung eines sicheren BYOD mit Containering für betriebliche Apps und Daten sowie die Einbindung mobiler Endgeräte in Cloud-basierte Sicherheit und in einen übergreifenden Endpoint-Schutz. Nicht vergessen werden dürfen die für mobile Geräte notwendigen (Cloud-)Backups und die Integration in die Archivierung relevanter Informationen.

Dabei wird mobile Sicherheit zunehmend zu einem zentralen Teil der umfassenden Endpoint Security.

Beispielhaft zeigt sich dies in der Übernahme von MobileIron, einem Anbieter von Unified-Endpoint-Management-Lösungen mit dem Fokus auf Mobilgeräten, durch Ivanti. „Unsere Plattform für intelligente Nutzererfahrungen wird das geschäftliche Leben durch Hyper-Automatisierung und sichere Verbindungen auf jedem Gerät, für jeden Benutzer, wo und wie auch immer er arbeitet, unterstützen. Unsere Kunden können auf diese Weise freier und innovativer zusammenarbeiten, während gleichzeitig das Risiko von Datenverstößen verringert und die Erfahrungen der Mitarbeiter verbessert werden“, sagt Jim Schaper, Vorstandsvorsitzender und CEO bei Ivanti.

Dabei spielen die Partner eine zentrale Rolle. „Ivanti kennt die neuen und komplexen IT- und Sicherheitsherausforderungen, mit denen Unternehmen heute bei der Verwaltung und Sicherung einer global verteilten Belegschaft konfrontiert sind, und hat ein einzigartiges Portfolio integrierter Lösungen entwickelt, die den Arbeitsplatz überall möglich machen", sagte Erik Randles, SVP, Global Channels and Alliances, bei Ivanti. „Unsere Partner spielen eine wichtige Rolle bei der Erreichung der Geschäftsziele.“

Das Ivanti-Produktportfolio wird durch Akquisitionen und Entwicklungen erweitert und bietet den Partnern damit neue Möglichkeiten, ihr Geschäft auszubauen. Partner erhalten Zugang zu Ivantis Lösungen für den „Everywhere Workplace“. Die Automatisierungsplattform von Ivanti Neurons verbindet einheitliche Endpoint Management-, Sicherheits- und Enterprise Service Management-Lösungen von Ivanti und bietet Unternehmen eine Plattform, mit der sie alle Endpunkte und IT-Ressourcen erkennen, verwalten, sichern und warten können.

„Wir befinden uns auf einem aufregenden Wachstumspfad und unser globales Partnerprogramm unterstützt diese Strategie", sagte Jeff Abbott, Präsident von Ivanti. „Organisch liefern wir unsere eigenen internen Innovationen, wie beispielsweise die Ivanti Neurons-Automatisierungsplattform, die die IT-Komplexität reduziert. Und mit Akquisitionen wie unseren jüngsten Käufen von MobileIron, Pulse Secure und Cherwell fügen wir weiterhin neue Funktionen hinzu und erweitern unsere adressierbaren Märkte. All dies führt zu weiteren Erfolgschancen für unsere Partner.“

Mobile Security kennt viele Antworten auf die Risiken

So vielfältig wie die Risiken bei Remote Work sind auch die Ansätze der Mobile Security, um den Bedrohungen besser begegnen zu können. Smartphone-Sicherheit, wie sie die bei privaten und beruflichen Nutzern bekannten Mobile Security Apps anbieten, ist nur ein kleiner Teil.

Mobile Device Management (MDM), VPN und andere Lösungen für den sicheren, mobilen Zugriff, starke Authentifizierung mit MFA gehören ebenso zur Absicherung der zunehmenden mobilen Arbeit wie die Integration von Security-Funktionen in Unternehmens-Apps, Mobile Threat Management und Container-Lösungen für die mobilen Endgeräte, um den Risiken durch BYOD (Bring Your Own Device) zu begegnen.

So hat die BSI-Wirtschaftsumfrage ergeben: Nur 42 Prozent der Unternehmen nutzen ausschließlich eigene, geschäftliche IT. Entsprechend wird in den meisten Homeoffices private IT betrieblich genutzt.

Beispiele für die Vielfalt an Anbietern und Lösungen für Mobile Security auf dem Markt sind:

  • Build38 mit einem Security Framework für mobile Apps mit In-App-Protection, In-App-Monitoring und Bedrohungsanalysen,
  • Trend Micro Mobile Security mit Mobile Device Management (MDM), Mobile Application Management, Mobile Application Reputation Services und Anti-Virus für Geräte (Android) und
  • SecurePIM für eine sichere, mobile Kommunikation trotz BYOD.

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