Gaming-Hersteller verbreitert Produktpalette um Business-Notebooks Razer auf dem Weg in den B2B-Channel

Autor: Klaus Länger

Unter den Herstellern von Gaming-Hardware gehört Razer zu den großen Namen. Schon längst stellt die US-Firma neben Mäusen und Keyboards auch Notebooks und Monitore her. Mit der Expansion des B2B-Geschäfts rückt auch der IT-Channel in den Fokus von Razer.

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Notebooks wie das Blade 15 Studio Edition sollen Razen den B2B-Markt erschließen.
Notebooks wie das Blade 15 Studio Edition sollen Razen den B2B-Markt erschließen.
(Bild: Razer)

Am Anfang war die Maus: 1999 brachte Razer mit der Boomslang die erste dedizierte Gaming-Maus auf den Markt, seinerzeit entwickelt von Min-Liang Tan and Robert Krakoff, die 2005 die zunächst zu Kärna LLC gehörende Marke Razer erwarben und zu einer eigenständigen Firma mit Sitz in Singapur und den USA machten. Aktuell besitzt die Firma mit der dreiköpfigen Schlange als Logo die laut eigener Aussage führende Gaming-Marke in den USA, Europa und China. 2016 hat Razer den Audioexperten THX übernommen, ein Jahr später den Smartphone-Startup Nextbit. Allerdings kam das das zweite und bislang letzte Razer Phone bereits 2018 auf den Markt.

Das Portfolio des Gaming-Anbieters umfasst mittlerweile nicht nur Mäuse, Keyboards und sonstige Gaming-Peripheriegeräte. Der Hersteller bietet zudem Gaming-Notebooks, Mini-PCs, eGPU-Gehäuse, Monitore, Gaming-Chairs und sogar OP-Masken an, von denen der Hersteller auch eine erhebliche Menge spendet.

Notebooks für Kreative und Business-Anwender

Mit dem Book 13 und der Blade 15 Studio Edition hat Razer inzwischen zwei Notebooks im Angebot, die nicht für Gamer entwickelt wurden, sondern für den professionellen Einsatz. Das Book 13 ist ein leichtes Business-Notebook mit Tiger Lake, das Blade 15 ein leistungsstarkes Gerät für den Kreativ-Sektor. Diese Geräte sind natürlich auch für die Teile des IT-Channels interessant, der sich nicht mit Gaming-Hardware beschäftigt, also das Gros der Systemhäuser. Im Gespräch erklärte der Razer-CEO und Entwicklungchef Min-Liang Tan, dass sein Unternehmen auch den Plan verfolgt, diese Geräte über den klassischen B2B-Channel zu verkaufen. Zunächst will Razer in den USA auf die Suche nach geeigneten Partnern gehen, später dann auch in Europa. Speziell das Razer Book 13 ist laut Tan so erfolgreich, dass seine Firma dieses Marktsegment auf jeden Fall weiter ausbauen wird.

Min-Liang Tan ist Mitgründer und CEO von Razer.
Min-Liang Tan ist Mitgründer und CEO von Razer.
(Bild: Razer)

Stationärer Handel ist wichtig für Razer

Bei den Gaming-Produkten läuft der Verkauf zum größten Teil über E-Tailer und Retail. Tan betont, dass für seine Firma der stationäre Handel einen hohen Stellenwert einnimmt. Denn es geht dabei um Produkte, bei denen die Optik und die Haptik eine große Rolle spielt und „die man gerne ausprobieren möchte”. Das besonders, weil es hier nicht um Mitnahmeprodukte handelt, sondern um Geräte am oberen Ende der Preisspanne. So kosten etwa die Mäuse bis zu 170 Euro und bei den Keyboards reicht der Preis bis zu 270 Euro für das neue Huntsman V2 Analog. Daher baut Razer einerseits in Großstädten eigene Stores auf, sucht andererseits aber Partner mit Ladengeschäften, die Razer-Produkte ensprechend präsentieren können. In den eigenen Stores, hier gibt es Planungen für einen in Hamburg, verkauft der Hersteller grundsätzlich zu den UVPs, so der Razer-CEO.

Eine wichtige Marketingplattform für auf Gaming fokussierte Hersteller wie Razer ist eSports. Hier läuft zwar generell viel über Online-Plattformen, aber der Wegfall der Events in großen Stadien macht sich bemerkbar. Mit dem Razer Invitational – Europe hat der Hersteller im Dezember und Januar ein eigenes offenes Fortnite-Turnier als Online-Veranstaltung mit sechs Terminen und 5.000 Teilnehmern durchgeführt.

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