Angetestet: Microsoft Surface Pro 8 Quantensprung bei Microsofts 2-in-1-Klassiker

Von Klaus Länger

Nach einer langen Phase der sehr moderaten Änderungen hat Microsoft das Surface Pro 8 gründlich modernisiert. Das Display ist größer geworden, und Thunderbolt 4 ist endlich an Bord. Allerdings hat Microsoft auch den Preis erhöht. Das 2-in-1-Tablet im Hands-on-Test.

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Das Display misst beim Surface Pro 8 nun 13 Zoll in der Diagonale. Seine Auflösung ist mit 2.880 x 1.920 um fast 11 Prozent gegenüber dem Vorgänger gewachsen. Zudem unterstützt es 120 Hz Bildwiederholfrequenz.
Das Display misst beim Surface Pro 8 nun 13 Zoll in der Diagonale. Seine Auflösung ist mit 2.880 x 1.920 um fast 11 Prozent gegenüber dem Vorgänger gewachsen. Zudem unterstützt es 120 Hz Bildwiederholfrequenz.
(Bild: Microsoft)

Das Surface Pro ist der Klassiker unter den Rechnern von Microsoft. Es geht mit dem aktuellen Modell, das wir uns für einen Hands-on-Test ausleihen konnten, bereits in die achte Generation. Während der Hersteller in den letzten Surface-Pro-Iterationen eher moderate Änderungen vorgenommen hat, das 12,3-Zoll-Display gibt es in dieser Form seit dem Surface Pro 4, hat sich beim Pro 8 mehr getan.

Die augenfälligste Neuerung ist dabei sicher das Display. Microsoft hat sich endlich zu schmäleren Rändern um das Display durchgerungen und baut nun bei annähernd gleichen Außenabmessungen des Tablets ein 13-Zoll-Panel ein. Es liefert nicht nur eine höhere Auflösung von 2.880 x 1.920 Pixel und eine hohe Helligkeit , sondern es lässt sich auch von 60 auf 120 Hz Bildwiederholrate umschalten. Das ist beim Pro 8 weniger für Spiele relevant, sondern es macht beispielsweise das schnelle Scrollen durch Webseiten oder andere ­Dokumente flüssiger.

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Allerdings benötigt das Display mit 120 Hz etwas mehr Strom. Über dem Display sitzt in dem rundlicher gewordenen Tablet nun eine Full-HD-Webcam. Das Gehäuse des Pro 8 besteht nun aus Recycling-Aluminium und nicht mehr aus einer Magnesium-Legierung.

Schnellere CPU und größeres Display

Beim Prozessor ist das Pro 8 von Ice Lake auf den deutlich schnelleren Tiger Lake ­gewechselt. Den gab es bisher nur bei dem ausschließlich für Business-Kunden verfügbaren Surface Pro 7+. Im Testgerät arbeitet mit dem Core i7-1185G7 die schnellere der beiden verfügbaren CPUs. Im Anwendungsbenchmark PCMark 10 erzielt das mit 16 GB LPDDR4x bestückte Gerät mit 4.548 Punkten ein sehr gutes Ergebnis, ist allerdings etwas langsamer als das mit einem nominell schwächeren Core i7-1165G7 ausgestattete Razer Book 13. Microsoft betreibt den Prozessor wohl mit ­etwas konservativeren Settings, um ihn trotz des sehr dünnen Tablet-Gehäuses ­angemessen zu kühlen. Dafür bleibt das aktiv gekühlte Surface Pro 8 auch unter Last relativ leise. Die im Prozessor integrierte Iris-Xe-GPU ist für ältere oder grafisch einfachere Spiele schnell genug.

Da das Gerät nun Thunderbolt 4 unterstützt, kann für eine höhere Grafikleistung prinzipiell eine externe Grafikkarte angeschlossen werden. Als Massenspeicher sitzt hinter einer magnetischen Abdeckung eine moderat schnelle Kioxia-BG4-SSD im M.2-2230-Format mit 256 GB Kapazität. Bei der Akkulaufzeit messen wir im Modern-­Office-Lauf des PCMark 10 immerhin 12 Stunden und 41 Minuten.

Thunderbolt 4 und ein neuer Stift

Microsoft hat das Surface Pro 8 nun endlich mit Thunderbolt 4 ausgestattet. Damit verfügt es über eine schnelle Docking-Schnittstelle und die Option, eine externe Grafikkarte zu verwenden. Allerdings bietet das Tablet nur zwei Thunderbolt-4-Ports im USB-C-Format und den Surface-Connect-Anschluss für die Stromversorgung und als Anschluss für ein bestehendes Surface Dock. Ein USB-A-Adapter gehört leider nicht zum Lieferumfang des Geräts. Die USB-Typ-A-Buchse im Netzteil ist ein reiner Ladeanschluss.

Unser Testgerät war mit dem absolut empfehlenswerten Surface Pro Signature Keyboard mit Slim Pen 2 ausgestattet, das den Preis des solo 1.679 Euro (UVP) teuren Surface Pro 8 um weitere 280 Euro erhöht. Das Keybord bietet eine Vertiefung, die den Stift nicht nur magnetisch festhält, sondern auch gleich induktiv lädt. Der abgeflachte Stift selbst liegt nicht nur gut in der Hand, sondern liefert mit einem kleinen Elektromotor durch feine Vibrationen ein natürlicheres Schreibgefühl. Sein Ende dient als Radierer und kann per Klick via Bluetooth Anwendungen wie das Whiteboard oder Onenote starten.

Das beleuchtete Keyboard gibt beim Tippen zwar leicht nach, wenn man es schräg stellt, gefällt aber durch große Tasten und eine angenehme Stoffoberfläche auf der Handballenablage. Das Touchpad ist etwas klein dimensioniert und das Klickgeräusch ist relativ laut. Allerdings reagiert es natürlich auch auf reine Tipp-Gesten.

Fazit: Das neue Surface Pro ist besser geworden – aber auch teurer

Mit dem Surface Pro 8 hat Microsoft die Latte für 2-in-1-Tablets mit Windows wieder ein Stück nach oben gelegt. Es ist schnell, mit einen hervorragenden Display ausgestattet und bietet endlich Thunderbolt 4. Allerdings ist es mit knapp 2.000 Euro einschließlich Keyboard und Stift noch kostspieliger als sein Vorgängermodell.

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