Akquisition in der Distribution Prianto gliedert den Mitbewerber ISP*D ein

Von Michael Hase

Die Münchner Prianto Group übernimmt den Software-Distributor ISP*D. Das in Poing bei München ansässige Unternehmen, das bislang zu SoftwareOne gehört hat, wird vollständig in die Gruppe eingegliedert. ISP*D-Geschäftsführer Christian Laube bleibt an Bord.

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Die Prianto-Gründer William Geens (l.) und Oliver Roth bilden seit 2009 das Führungsduo des Distributors.
Die Prianto-Gründer William Geens (l.) und Oliver Roth bilden seit 2009 das Führungsduo des Distributors.
(Bild: Attila Henning / Prianto)

2009 gegründet, hat sich Prianto inzwischen zu einem der führenden Software-Spezialisten in der Distribution entwickelt. Jetzt baut das Unternehmen sein Geschäft durch die Akquisition des Mitbewerbers International Software Partners (ISP*D) weiter aus. Der Distributor mit Sitz in Poing bei München, bislang im Eigentum des Systemhauses SoftwareOne, wird vollständig in die Prianto Group eingegliedert. Der Kaufvertrag gilt rückwirkend zum 1. Januar dieses Jahres.

Durch die Übernahme gewinnen die Münchner ein kleines, aber erfahrenes Team mit drei Mitarbeitern. Auch ISP*D-Geschäftsführer Christian Laube bleibt bei Prianto und steht Fachhandelspartnern weiterhin als Ansprechpartner zur Verfügung. Dagegen ist der zweite Geschäftsführer Jens Gerken, der als Managing Director an der Spitze von SoftwareOne Deutschland steht, zum 6. April aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Synergien und neue Anbieter

Vom Anschluss an Prianto verspricht sich Laube einige Synergien. So werde die nationale und internationale Präsenz des Distributors „unseren aktuellen Herstellern und auch unseren Resellern neue Wege zur Lead- und Umsatzgenerierung ermöglichen“. Die Gruppe ist mit Büros in Benelux, Frankreich, Großbritannien, Polen, Österreich, der Schweiz, Tschechien, der Türkei, Ungarn und Nordamerika vertreten und beschäftigt insgesamt rund 150 Mitarbeiter. „In der neuen Konstellation sehen wir sehr gute Potenziale für beide Unternehmen“, ergänzt William Geens, Mitgründer und Geschäftsführer von Prianto.

ISP*D vertreibt die Softwareprodukte von rund 40 Anbietern an Reseller. Allerdings hält der Distributor nicht mit allen Herstellern direkte Vertragsbeziehungen. Die Übernahme bedeutet für Prianto aber in jedem Fall eine Verstärkung des Portfolios. Als strategisch wichtig bezeichnet Geens die hinzugewonnenen Anbieter Articulate, Devicelock, Forenova, IDM, Proxy Networks und vor allem Bitdefender. Die Münchner vertreiben die Software des rumänischen Security-Spezialisten bereits in der Benelux-Region. „Unser Ziel ist, über alle Länder hinweg ein homogenes Portfolio anzubieten.“

Schwerpunkt Security

Bei der Entscheidung für die Akquisition war Geens zufolge ein wesentlicher Aspekt, dass ein Schwerpunkt von ISP*D auf Security-Produkten liegt. Im Februar formierte Prianto eine dedizierte Business Unit für Cybersecurity. Deren Herstellerportfolio, zu dem bereits 16 Anbieter zählen, erhält nun Zuwachs. „Wir können mittlerweile die gesamte Range an Security-Technologien bereitstellen“, betont der Prianto-Chef. Insgesamt gehören zum Portfolio des Distributors in Deutschland etwa 35 Hersteller, darunter Carbonite, Flexera, Micro Focus, Quest, Solarwinds, Stormagic, Suse und Teamviewer.

ISP*D wurde 1989 zunächst als Softwarehändler gegründet, der Unternehmen und freiberufliche Programmierer zu seinen Kunden zählte. Seit 2002 belieferte der Spezialist auch den IT-Fachhandel. Drei Jahre später spaltete ISP*D das Endkundengeschäft ab und konzentrierte sich seitdem voll und ganz auf die Software-Distribution.

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