Die Vor- und Nachteile Outsourcing – ja oder nein?

Autor Melanie Staudacher

Obwohl bereits viele Firmen die Unterstützung externer Dienstleister in Anspruch nehmen, ist das Outsourcing nicht für jedes Unternehmen geeignet. Atera nennt die Vor- und Nachteile und zeigt auf, worauf Unternehmen achten sollten.

Firmen zum Thema

Beim Outsourcing gibt es einige Faktoren zu beachten.
Beim Outsourcing gibt es einige Faktoren zu beachten.
(Bild: © Song_about_summer - stock.adobe.com)

Dem ISG Index zufolge befand sich der EMEA-Outsourcing-Markt im vierten Quartal 2020 auf dem höchsten jemals gemessenen Vierteljahresergebnis. Kein Wunder, denn an einen externen Dienstleister abgegeben werden kann und wird viel. Die Arten des Outsourcings reichen von Managed Services über Finanzdienstleistungen, Kundenbetreuung und Marketing hin zu administrativen Aufgaben. Dabei sind die Mehrwerte für Unternehmen durchaus verlockend.

Die Vorteile des Outsourcings

Zum einen erhalten Unternehmen durch das Outsourcing Zugang zu einem größeren Pool an Fachkräften. Somit können sie auf externe Experten zurückgreifen, statt in eigene Ausbildungsressourcen zu investieren. Des Weiteren ist das Auslagern von Projekten und Aufgaben weniger kostspielig als die Einstellung und Einarbeitung von Vollzeitmitarbeitern. Laut Atera, einem Anbieter einer auf Data Science basierenden Automatisierungsplattform, kosten neue Mitarbeiter im Durchschnitt mehrere Tausend Euro. Beim Outsourcing hingegen zahlen Unternehmen nur für die in Anspruch genommenen Leistungen.

Die Nachteile des Outsourcings

Allerdings gibt es auch einige Nachteile beim Outsourcing. Schließlich erhalten die Dienstleister Zugang zu geschäftskritischen Informationen und können somit potenzielle Sicherheitsrisiken darstellen. Atera empfiehlt deshalb sowohl eine Geheimhaltungsvereinbarung mit dem Dienstleister zu unterzeichnen bevor das Projekt startet. Und außerdem eine Wettbewerbsverbotsklausel zu erstellen, um sicherzugehen, dass die Firma kein konkurrierendes Projekt entwickelt.

Kommunizieren Geschäftsführer die Auslagerung von Aufgaben nicht transparent an ihre Mitarbeiter, können diese sich übergangen fühlen, was wiederum zu einer geringeren Arbeitsmoral führen kann. Auch Qualitätskontrolle gestaltet sich beim Outsourcing schwierig. Im Gegensatz zu internen Teams können die Verantwortlichen die Aufgaben nicht genau überwachen und erhalten möglicherweise nur einmal pro Woche Updates. Deswegen ist es wichtig, eine gute Kommunikation sowohl mit dem eigenen Team wie auch mit dem Dienstleister aufrechtzuerhalten.

Die richtigen Fragen stellen

Outsourcing kann für Unternehmen ein wichtiges Instrument sein – oder eben auch nicht. Bei der Entscheidung für oder gegen das Auslagern von Aufgaben empfiehlt Atera, folgende Fragen zu berücksichtigen:

  • Tun sich Mitarbeiter mit bestimmten Aufgaben schwer?
  • Wird das Budget immer knapper?
  • Stagniert der Fortschritt aufgrund von Routineaufgaben?
  • Fehlt es den Mitarbeitern an frischen Ideen?
  • Sind die Manager überlastet?
  • Haben Mitarbeiter mit unregelmäßigen Aufgaben zu tun?

Werden diese Fragen mit „Ja“ beantwortet, stehen die Chancen gut, dass Outsourcing eine gute Idee für das Unternehmen ist. Indem sie die Vor- und Nachteile dieser Option verstehen, können Geschäftsführer fundierte Entscheidungen über Outsourcing für ihr Unternehmen treffen.

(ID:47319316)