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Boxed-Produkte sind nicht alles Nuance bietet Partnern Raum für Lösungsgeschäft

| Redakteur: Harry Jacob

Durch zahlreiche Zukäufe ist Nuance heute ein breit aufgestelltes Unternehmen, mit Produkten rund um Spracheingabe und Imaging. Neben den Boxed-Produkten hat der Hersteller auch Angebote im Portfolio, mit denen Systemhäuser individuelle Kundenbedürfnisse erfüllen können.

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Christof Stuhlmann, Sales Director DACH & Eastern Europe bei Nuance
Christof Stuhlmann, Sales Director DACH & Eastern Europe bei Nuance
( Archiv: Vogel Business Media )

Der Scanner zuhause, das Handy in der Tasche und das Navigationssystem im Auto haben eigentlich nichts gemeinsam – zumindest auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick könnte sich aber herausstellen, dass jeweils Nuance-Technologien darin stecken. Denn die ehemalige Xerox-Tochter pflegt inzwischen einen breiten Schatz an Technologien rund um die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine.

Dass dieses Know-how an diverse Hersteller lizenziert wird, heißt nicht, dass der Handel an dieser Stelle kein Geschäft mehr machen kann. Das Gegenteil ist der Fall. Ein Beispiel ist die Integration der PDF-Erstellung in zahlreiche Betriebssysteme. So kommen immer mehr Anwender mit dem Thema in Kontakt. »Die integrierten Funktionen sind immer nur Basics«, erläutert Christof Stuhlmann, Sales Director DACH & Eastern Europe bei Nuance. »Sicherheitsmerkmale vergeben, Formulare verarbeiten und vieles mehr können Sie damit nicht«, so Stuhlmann. Daher wachse der Bedarf an zusätzlichen Lösungen sogar – Sorgen um die Zukunft brauche sich Nuance also nicht zu machen.

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Der Name Nuance ist in Deutschland und Europa weniger bekannt als die Produkte, die das Unternehmen bietet, allen voran die optische Zeichenerkennung Omnipage, die ursprünglich von Scansoft angeboten wurde, oder die Spracherkennung Dragon Naturally Speaking, die zuletzt zu Learnout & Houspie gehörte. Entstanden ist das Unternehmen eigentlich aus Scansoft heraus, erweitert um zahlreiche, meist prominente Zukäufe. Neben Lernout & Houspie fanden beispielsweise auch die Philips-Spracherkennung Eingang in die Gruppe, und eben Nuance, ursprünglich ein Spezialist für Sprachsysteme, wie sie in Call-Centern eingesetzt werden. Zuletzt kam Tegic dazu, der Softwarehersteller, der mit der T9- und XT9-Technologie dafür sorgt, dass beim SMS-Schreiben am Handy mit möglichst wenig Tasteneingaben das richtige Wort gefunden wird.

Heute stützt sich Nuance auf vier Säulen: Call-Center-Lösungen, Mobile Solutions, Diktieren/Transkribieren sowie Imaging. Die beiden ersten Bereiche zählen zum Direktgeschäft, bei dem der Softwarehersteller Enterprise-Lösungen installiert oder Technologien lizenziert. Für den Fachhandel interessant sind dagegen die beiden anderen Bereiche. Imaging umfasst beispielsweise Scan-Produkte (Omnipage, Omniform), PDF-Be- und Verarbeitung (PDF Converter Professional) sowie Dokumenten- und Workflow-Management (Paperport Professional).

Neben den Box-Produkten für das untere Marktsegment gibt es für Reseller aber beispielsweise auch das Omnipage Capture Solution Developer Kit (SDK), mit dem für Kunden individuelle Lösungen erstellt werden können, um die Dokumentenverarbeitung vom Scanner bis zum Dokumenten-Management-System zu gewährleisten.

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Der Bereich Spracherkennung bietet Lösungen, die es ermöglichen, das gesprochene Wort in Textfiles umzuwandeln. Er gliedert sich in die Consumer- und die Professional-Sparte. Unter »Professionals« versteht man bei Nuance Kunden, die beruflich viel diktieren und dabei spezielle Fachbegriffe nutzen. Daher gibt es Lösungen für diverse Berufsgruppen, beispielsweise für Rechtsanwälte, Radiologen und Pathologen. Für Systemhäuser besteht darüber hinaus die Möglichkeit, eigene Fachbibliotheken für Kunden anzufertigen und damit individuelle Lösungen im Bereich Diktieren und Transkribieren zu schaffen. Neben der Software kommt hier auch die Hardware mit ins Spiel, weil die Spracherkennung qualitativ hochwertige Headsets und Diktiergeräte benötigt. Damit winken lukrative Projekt- und Zusatzgeschäfte.

Breite Unterstützung

Die Partnerbetreuung unterscheidet zwischen Value-Added-Resellern und registrierten Resellern. VARs müssen sich in einer eintägigen Schulung zertifizieren lassen. Das stellt sicher, dass sie beispielsweise bei Sprachlösungen das nötige Know-how haben, um die Software anzubieten, vorhandene und selbst erstellte Vokabulare einzubinden, eine fachgerechte Beratung zum Zubehör, wie Headsets, Mikrofonen und Diktaphonen, zu bieten und die Integration in vorhandene Anwendungen zu bewerkstelligen. 60 VARs arbeiten derzeit mit Nuance zusammen, oft spezialisiert auf eigene Branchenlösungen. Ihnen steht der Softwarehersteller insbesondere bei Projekten zur Seite. Zusätzliches Know-how in Sachen Sprachlösungen bieten zudem die Distributionspartner von Nuance, EGS Computer-Vertrieb in Erkrath sowie Voelter EDV-Beratung in Krefeld.

Bei den weiteren Leistungen wird nicht unterschieden. »Alle Partner bekommen die benötigten Infos«, betont Stuhlmann«. Dazu kommen vergünstigte NFR-Lizenzen, Demo-Versionen und auch spezielle Projekt-Preise. Software-Distributor Trade Up unterstützt Partner zudem mit dem Tradeforce-Marketing-Team im Auftrag von Nuance durch Innen- und Außendienst.

Mittelfristig will Nuance die Bereiche Sprache und Imaging stärker vernetzen. »Wer Sprachlösungen anbietet, soll auch mal über PDF- und Scanprodukte mit dem Kunden sprechen, und umgekehrt«, so Christof Stuhlmann. Unterstützt werden die Partner dabei von den Nuance-Kundenbetreuern, die künftig ebenfalls verstärkt dieses Thema adressieren sollen.

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