Bei dem Notebook-Spezialisten läuft es wieder runder. Verantwortlich dafür sind nicht nur die auf mehr Nachhaltigkeit ausgerichteten Produkte. Vielmehr erhalten Partner im Projekt künftig höhere Margen. Außerdem wird Acer vom Windows-10-Ende profitieren.
Für das Kernportfolio im Commercial-Bereich erhalten Acer-Partner eine zweistellige Marge.
(Bild: Acer)
Frühlingserwachen ist bei Acer gerade angesagt. Nachdem das vergangene Jahr für den Computerhersteller eher durchwachsen gelaufen ist, sind die Prognosen für 2024 deutlich rosiger. Und genau darauf wollen die Channel-Verantwortlichen bei Acer ihre Partner einstimmen.
Auf dem Channel Event im ehemaligen Getreidespeicher an der Spree präsentierte Robert Perenz, Geschäftsführer Acer Deutschland, den über 100 angereisten Partnern die Umsatzzahlen des Notebook-Spezialisten. Während der taiwanische PC-Hersteller 2022 noch einen Umsatz von 9,3 Milliarden US-Dollar eingefahren hat, ist er im zurückliegenden Jahr auf 7,55 Milliarden US-Dollar geschrumpft. Dabei macht Acer über die Hälfte des Umsatzes mit Notebooks. In Asien entfällt mittlerweile aber ein Viertel des Umsatzes auf das sogenannte „New Business“. Dazu gehören nicht nur E-Roller und E-Bikes, sondern auch Ladestationen, Solarpanels und mobile Powerstations sowie der gesamte Connectivity-Bereich und Digital Signage. Dieser Bereich soll auch in Deutschland weiter wachsen, erklärt Perenz.
Das Acer-Management-Team (v. l.) Gerit Günther, Robert Perenz und Tobias Rönnebeck
(Bild: Vogel IT-Medien GmbH)
Und selbst wenn nicht alle Produkte rund um die Elektromobilität hierzulande auf den Markt kommen, wächst das Acer-Portfolio dennoch kontinuierlich weiter. Für Partner und Geschäftskunden interessant dürften da vor allem das aufgefrischte Portfolio von Business-Notebooks der Travelmate-Serie sein.
Partner, die verstärkt im Bildungsbereich unterwegs sind, können zum Beispiel die nachhaltigen Geräte der Vero-Reihe anbieten. Ebenfalls für den Bildungsbereich bestimmt sind die robusten der Travelmate-B-Reihe. Convertibles wie das Travelmate Spin B3 etwa haben nicht nur eine wasserfeste Tastatur, sondern ein widerstandsfähiges Display und einen andockbaren Stylus für Notizen.
Ein Vorteil für Partner ist dabei, wie Gerit Günther, Head of Sales B2B, Corporate & Education, bekräftigt, dass Acer ein sehr breit gefächertes Portfolio bereit hält. Neben Notebooks könnten Partner etwa Desktops, Monitore oder Projektoren im Paket ihren Kunden anbieten. Darüber hinaus dürften die Partner vom Acer-eigenen Reparatur-Service profitieren. Und demnächst sollen auch E-Roller und E-Bikes mit ins Partner-Paket geschnürt werden. In Firmen sollen künftig nicht nur Computer von Acer genutzt werden. Vielmehr sollen Mitarbeiter der Unternehmenskunden mit E-Scootern über Firmengelände oder Werkshallen fahren. Und für unwegsamere Firmenfahrten gibt es demnächst den E-Scooter Predator Extreme PES017. Der Roller im Gaming-Design verfügt über ein spezielles Federungssystem, ein hohes Drehmoment von 40 Nm sowie 10 Zoll große Krokodilreifen und ist zertifiziert nach IPX5.
Der Offroad-E-Scooter Predator Extreme von Acer soll auch in Deutschland auf den Markt kommen.
(Bild: Acer)
Support-Ende von Windows 10 naht
So richtig Bewegung in den Markt wird laut Vertriebschef Günther aber das Support-Ende von Windows 10 bringen. Wenn Microsoft ab 14. Oktober 2025 keine Updates mehr für Windows 10 liefert, müssen in Deutschland rund 12,1 Millionen Windows-PCs ausgetauscht werden. Der Grund: Sie sind nicht upgrade- und Windows-11-fähig! Und ein Blick zurück auf den Umstieg von Windows 7 auf Windows 10 bestätigt, dass die meisten Kunden sich kurz vor dem Support-Ende der älteren Windows-Version zum Kauf neuer Geräte entschieden haben.
Für Partner bedeutet das viel Arbeit. Es winken aber auch erfreuliche Umsatzaussichten. Dabei werden die Acer-Manager nicht müde zu betonen, dass Channelpartner frühzeitig mit der Beratung bei den Kunden starten sollten. Günther empfiehlt dabei einen Vorlauf von 14 Monaten. So könne auch die Verfügbarkeit der Computer garantiert werden.
Zweistellige Marge im Projektgeschäft
Um die Attraktivität und Verdienstmöglichkeiten für Gold- und Platin-Partner zu steigern, soll es mehr Marge im Projektgeschäft geben. Die Geräte-Marge im Commercial-Bereich wird zweistellig. Betroffen sind davon Notebooks der Travelmate-Reihe, Desktops der Veriton- und Altos-Serien sowie Monitore der B7- und B8-Reihe. „Die Partner sollen mit Hardware Geld verdienen und das soll marktgerecht sein“, erklärt der Acer-Vertriebsleiter. Für den Hersteller stehe dabei aber nicht so sehr die Wirtschaftlichkeit im Vordergrund, sondern Planbarkeit und Verlässlichkeit.
Der nächste große Schritt, der den PC-Markt beflügeln und den Umsatz bei Acer und den Synergy-Partnern steigern wird, ist KI. In dem Umfeld geht es nicht nur darum, mit Hardware Umsatz zu generieren. Dadurch dass die Komplexität der Kundenprojekte steigt, sind vielmehr Partner und ihre Beratungsleistung gefordert.
Stand: 08.12.2025
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Chancen für Ex-Fujitsu- und Bildungspartner
Chancen für Acer-Partner ergeben sich auch durch den Rückzug von Fujitsu aus dem Client-Geschäft. Für Partner, die bisher Fujitsu-Geräte vertrieben habe, seien Acer-Produkte eine attraktive Alternative, erläutert der Deutschland-Chef. „Wir sind gekommen, um zu bleiben“ führt Perenz mit einem Augenzwinkern aus.
Und trotz vorläufigen Scheiterns eines neu aufgesetzten Digitalpakts Schule setzt der Computerhersteller auf den Bildungsbereich. Unterstützung für Partner gibt es dazu im Synergy Programm 2024 – Education. In diesem Rahmen bietet Acer unter anderem einen Finanzierungsservice auch für Eltern und fördert etwa über die Lehrer-Hotline und -Community den Austausch zwischen Pädagogen, Bildungsexperten sowie Hersteller und Partner.