End-User-Computing mit eLux MSPs rücken in den Unicon-Fokus

Von Dr. Stefan Riedl 3 min Lesedauer

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Unicon bietet End-User-Computing-Umgebungen auf Basis des eigenen Betriebssystems eLux. Windows auf dem Endgerät sei der härteste Konkurrent, sagt der Chef Philipp Benkler. Das Marktpotenzial ist groß und MSPs sollen es erschließen.

Der Betriebssystem-Anbieter Unicon, bietet Linux-basierte (eLux) End-User-Computing-Umgebungen.(Bild:  Unicon)
Der Betriebssystem-Anbieter Unicon, bietet Linux-basierte (eLux) End-User-Computing-Umgebungen.
(Bild: Unicon)

Vor rund zweieinhalb Jahren wechselten 11 von 25 Mitarbeitern zusammen mit dem damaligen Geschäftsführer von Unicon zu Igel Technologies – ein Vorgang, dessen Begleitumstände rund um Geschäftsgeheimnisse derzeit von Gerichten geklärt wird. „Abgesehen von den laufenden Verhandlungen haben wir das Kapitel aber abgeschlossen“, erklärt Philipp Benkler, ­Unicon-CEO.

Das Unternehmen aus Karlsruhe stehe mit 70 Mitarbeitern, dem Portfolio und aktuellen Expansions- und Internationalisierungsinitiativen gut da. Das Channel-Vertriebsteam umfasst demnach ein gutes Dutzend Mitarbeiter und mit ­Michael Gutsch, neu im Management, soll nun das Profil im MSP-Umfeld geschärft werden. „Gutsch hat bei uns als MSP ­Channel Manager Global angeheuert.“

Technik und Marktpotenzial

Microsoft Windows mag als Konkurrent im weiteren Sinne gelten, der das erschließbare Marktpotenzial anzeigt, aber ein Marktbegleiter im eigentlichen Sinne ist Igel. „Konkurrenz belebt das Geschäft“, sagt Benkler. Da sei es nur selbstverständlich, dass man sich mit Igel messen wolle. „­Aktuell haben wir einen Feature-Vergleich veröffentlicht, der aufzeigt, wie gut unsere Lösungen im Vergleich zueinander abschneiden.“ Unicon geht hier mit dem ­Betriebssystem eLux und der Management-Plattform Scout sowie dem Scout Cloud Gateway (SCG) mit uPilot an den Start. Die Management-Plattform ermöglicht seit über 20 Jahren modulares Updaten, um Zeit und Bandbreite zu sparen, da nicht das gesamte Betriebssystem per Image neu aufgespielt werden müsse. ­Ein App-Store mit aktuell rund 30 Apps wurde vor einigen Jahren gelauncht. Über diesen können Workspace-Applikationen wie die von Citrix, Nutanix oder VMware ausgeliefert werden. Zu finden ist dort aber auch beispielsweise ein nativer Zoom-Client und weitere Apps für den Arbeitsalltag sollen sukzessive hinzu kommen.

Wie das One-Click-On-Boarding funktioniert

Eine produktseitige Neuerung ist laut Benk­ler uPilot. Das ist ein OnBoarding-Service für Remote-Geräte von Mitarbeitern auch im Homeoffice. Jeder Client mit einem ­generischen eLux-Betriebssystem verfügt über eine Device-ID, die in Verbindung mit dem uPilot-Service und dem Scout Cloud Gateway ein automatisches One-Click-On-Boarding ermöglicht. Dieses stellt auf Basis der Device-ID eine Verbindung zum Scout-Server her, der hinter der Firmenfirewall sitzt und die benötigten Konfigurationen und Applikationen einrichtet. „Nach dem erstmaligen Anschalten und Einloggen ist das Device nach etwa einer ­halben Tasse Kaffee einsatzbereit“, führt ­ Benkler aus.

Was die Hardware-Kompatibilität angeht, bestehen aktuell Technologiepartnerschaften mit Fujitsu, HP, LG, Lenovo und Dell. Zudem hat Unicon eine Kompatibilitätsliste erstellt und arbeitet an einem Ready-Programm für Technologiepartnerschaften. „Auch hier haben wir uns vor Kurzem mit Lee Morrisey personell verstärkt“, sagt der Manager.

Nach dem erstmaligen Anschalten und Einloggen ist das Device nach etwa einer halben Tasse Kaffee einsatzbereit.

Philipp Benkler, CEO, Unicon

Eine Frage der Lizenz

In Sachen Lizenzmodell setzt Unicon auf Flexibilität. Angeboten werden sowohl eine Perpetual-Lizenz, als auch ein Subscription-Modell, welches jeweils auf jährlicher Basis Wartung und Software-Updates enthält. Bei der Kaufvariante werden ebenfalls im Jahresturnus Wartung und Update-Rechte zugekauft. „Im deutschsprachigen Raum ist die Kaufvariante noch stark nachgefragt – das ist unter anderem eine buchhalterische Capex-Opex-Entscheidung des Kunden“, erläutert der CEO.

Besonderes Augenmerk auf MSPs

Der Bereich, in dem Michael Gutsch vertriebliche PS im Channel auf die Straße bringen soll, das MSP-Segment, rückt in einen strategischen Fokus des Unternehmens. Als MSP Channel Manager soll Gutsch bei Unicon eine internationale Partnerlandschaft aufbauen. Er wird als Berater zur Verfügung stehen, um Managed-Service-Anbieter zu unterstützen.

„Mit einem multimandantenfähigen MSP-Modell sowie automatisiertem Reporting und Abrechnung auf Management-Plattform-Ebene sind wir MSP-ready“, sagt Benk­ler. „Diesem Segment widmen wir in nächster Zeit besondere Aufmerksamkeit.“

Benkler ist davon überzeugt, dass MSPs ­attraktive Angebote mit guten Margen ­schnüren können, „wenn sie beispielsweise komplette Workspaces vermarkten – ­also eine Kombination aus Workspace-Software, Unicon-Betriebssystem und der Hardware, vom Laptop bis zur Webcam“.

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