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Lenovo Thinkstation P620 Monster-Workstation mit Threadripper Pro

Autor: Klaus Länger

Mit der Thinkstation P620 bietet Lenovo eine Workstation an, die maximale Ansprüche an die Rechenleistung und die Größe des Arbeitsspeichers erfüllen kann. Als Prozessor arbeitet hier der Ryzen Threadripper Pro mit bis zu 64 Cores, den AMD nur als OEM-Modell ausliefert.

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Die Thinkstation P620 von Lenovo ist die erste Workstation mit einem Prozessor aus der neuen Ryzen-Threadripper-Pro-Serie von AMD. Sie reicht vom 12-Kerner Pro 3945WX bis zum 3995WX mit 64 Cores und 128 Threads.
Die Thinkstation P620 von Lenovo ist die erste Workstation mit einem Prozessor aus der neuen Ryzen-Threadripper-Pro-Serie von AMD. Sie reicht vom 12-Kerner Pro 3945WX bis zum 3995WX mit 64 Cores und 128 Threads.
(Bild: Lenovo)

Lenovo hat die Thinkstation P620 als Workstation für anspruchsvolle Workloads entwickelt. Sie basiert auf der gerade von AMD vorgestellten Ryzen-Threadripper-Pro-Plattform, die nur an ausgewählte PC-Hersteller verkauft wird. Zur Wahl stehen die Prozessoren Ryzen Threadripper Pro 3945WX mit 12 Cores, 3955WX mit 16 Cores, 3975WX mit 32 Cores oder 3995WX mit 64 Cores. Die maximalen Taktraten entsprechen den schon erhältlichen Ryzen-Threadripper-Modellen der 3000X-Serie, die Basistaktraten sind etwas niedriger. Allerdings bieten die nur als OEM-Modelle gebauten W-Prozessoren 128 statt 88 PCI-Express-4.0-Lanes und acht statt vier Speicherkanäle. Zu den TRX40-Mainboards für die Consumer-Threadripper-CPUs sind sie nicht kompatibel. Prinzipiell unterstützen die CPUs so bis zu zwei TB DDR4-3200 als Arbeitsspeicher, und zwar auch ECC-RDIMM oder ECC-LRDIMM. In der Thinkstation P620 mit ihren acht DIMM-Slots finden Speichermodule mit einer Gesamtkapazität von bis zu einem TB Platz.

Mit der AMD-Pro-Technologie bietet die Thinkstation ein ganzes Bündel an Sicherheits- und Managementfunktionen. Zu ihnen zählen der auf der CPU integrierte AMD Secure Processor auf ARM-Basis, AMD Memory Guard für die Verschlüsselung des Arbeitsspeichers und diverse Optionen für In-band- und Out-of-band-Management. Lenovo stellt für den Rechner die Monitoring-Software Thinkstation Diagnostics 2.0 bereit.

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Maßgeschneiderter Kühlkörper

Für die Luftkühlung der Ryzen-Threadripper-Pro-CPUs mit bis zu 280 Watt TDP haben Lenovo und AMD gemeinsam einen maßgeschneiderten Kühlkörper entwickelt. Der Arbeitsspeicher wird ebenfalls aktiv gekühlt. Der Massenspeicher kann aus bis zu zwei PCI-Express-SSDs im M.2-Format mit jeweils bis zu zwei TB und vier SATA-Laufwerken bestehen. Das Gehäuse bietet Platz für vier 3,5-Zoll-HDDs. Lenovo bietet hier ab Werk HDDs mit einer Kapazität von bis zu vier TB pro Laufwerk an.

Auf dem Mainboard sitzen vier PCIe-4.0-x16-Slots für Grafikkarten und zwei weitere PCIe-4.0-x8-Steckplätze. Der Rechner kann laut Lenovo mit bis zu zwei Nvidia Quadro RTX 8000 oder vier RTX 4000 bestückt werden. Für eine Netzwerkanbindung mit sehr hoher Bandbreite ist ein 10-GbE-Controller auf dem Mainboard untergebracht. Zudem ist eine AC-WLAN-Karte lieferbar. Die Energieversorgung übernimmt ein 1.000-Watt-Netzteil mit 92 Prozent Effizienz. Beim Betriebssystem besteht die Wahl zwischen Windows 10 Pro, Ubuntu Linux und Red Hat Linux.

Die ThinkStation P620 soll ab Oktober 2020 verfügbar sein. Die Preise für die AMD-High-End-Workstation hat Lenovo noch nicht kommuniziert.

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