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Systemhaus-Portrait: CEMA

Mit Vollgas in die Cloud

| Redakteur: Wilfried Platten

Die vielleicht schnellste „Besetzungscouch“ des IT-Handels: Thomas Steckenborn und sein 911 GT3.
Die vielleicht schnellste „Besetzungscouch“ des IT-Handels: Thomas Steckenborn und sein 911 GT3. (Bild: CEMA)

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Thomas Steckenborn ist ein Unternehmer reinsten Wassers: Er sprudelt vor Ideen und legt großen Wert auf Geschwindigkeit – klar, wenn man wie er, nahe des Nürburgrings aufgewachsen ist.

Finale Bewerbungsgespräche führt CEMA-Boss Steckenborn gerne am Steuer seines Porsche 911 GT3 auf der legendären Nordschleife, nicht weit weg von seiner Geburtsstadt Daun in der Eifel. Auf der schnellsten Berg- und Talbahn der Welt bekommen die Kandidaten eine höchst intensive Ahnung davon, was sie bei ihrem künftigen Arbeitgeber erwartet, wenn das Geschoss im Abschnitt Flugplatz abhebt, durchs Karussell hobelt oder dann auf der Döttinger Höhe bei 300 Sachen in den roten Bereich rasselt. Die Feuertaufe im Rennspeed haben trotzdem alle bestens überstanden. „Ausgestiegen ist noch keiner“, so Steckenborn.

Neue Geschäftsmodelle

Einer der Erfolgsfaktoren der CEMA liegt darin, Trends früh zu antizipieren, also einen Blick in die Zukunft zu riskieren und Konsequenzen daraus zu ziehen. Dafür nimmt Thomas Steckenborn auch mal schwächere Jahre in Kauf. So wie 2014. Da rutschte das Mannheimer Systemhaus von Rang 37 auf 43.

„Das ist nicht tragisch“, so Steckenborn. „Wir erleben gerade eine rasante Transformation unseres Business. Im Warenumsatz haben wir verloren. Bei den Dienstleistungen sind wir dafür sehr stark gewachsen. Noch kann aber der Service-Umsatz den Rückgang beim Geschäft mit Hard- und Software nicht kompensieren. Und das wird so schnell auch nicht passieren. Darauf müssen wir uns einstellen und neu aufstellen. Dazu gehört auch, kleinere, spezialisierte Systemhäuser zu kaufen und in unsere Gruppe zu integrieren.“

Wohin die Reise geht, ist für ihn klar: „Die Cloud wird alles radikal verändern. Der Revenue-Stream ändert sich dadurch dramatisch. Auch für einen Automobilhersteller ändert sich der Markt, wenn er die Wagen nicht mehr an Endkunden sondern an Mietwagen-Flotten verkauft. Aus meiner Sicht wird diese Situation um so bedrohlicher für einen Hersteller, je komplexer die Produkte sind, die er anbietet.“

Spannend ist für Steckenborn die Entwicklung, die sich derzeit in den Unternehmen in Sachen Adaption von Cloud-Dienstleistungen abspielt: „Es gibt da einen klaren Trend hin zur Cloud, der kommt jedoch in der Regel aus den Fachabteilungen und geht häufig an der IT-Abteilung vorbei. Damit geht die strategische Steuerung der internen IT ein Stück weit verloren. Vereinzelt wird auch Interesse von der Unternehmens-IT signalisiert, dieses ist aber bei weitem noch nicht so stark, wie man das vermuten würde. Vor der Cloud kommt jedoch die Virtualisierung – und da steckt noch sehr viel Potenzial drin. Und wenn die interne IT einmal durchvirtualisiert ist, dann sind Unternehmen reif für hybride Clouds.“

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