Systemhaus-Portrait: CEMA

Mit Vollgas in die Cloud

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Wertschöpfungs-Optionen

Für Systemhäuser liegt in dem aktuell sich entwickelnden Wildwuchs aus zentraler Unternehmens-IT und dezentraler „...-as-a-Service“-Nutzung aber auch ein lukratives Geschäftsfeld. „Die Wertschöpfungs-Fantasie liegt darin, die Prozesse dort mit IT zu unterstützen, wo sie tatsächlich stattfinden. Deshalb sprechen wir nicht mehr nur mit der IT-Leitung sondern auch den Fachabteilungen. Oft müssen wir auch zwischen beiden vermitteln und gegebenenfalls auch die Geschäftsleitung mit ins Boot holen.“

Das bedeutet aber in der Konsequenz, dass ein Systemhaus neben der IT-Expertise auch Verständnis für die Geschäftsprozesse aufbauen muss. „Das ist eine Grundvoraussetzung dafür, unseren Kunden auch zukünftig Lösungen mit hoher Wertschöpfung anbieten zu können.“

Das Knowhow dafür kommt einerseits von den Betriebswirten, die die CEMA in den vergangenen Jahren eingestellt hat, andererseits vom IT Business Consulting. Als kritischsten Faktor in diesem veränderten Szenario sieht Steckenborn den Vertrieb: „In der Vergangenheit ging es beim Lösungsvertrieb um Hardware, plus Software, plus Installation, plus Dienstleistungen. Diese Formel gilt nicht mehr. Heute geht es um die Unterstützung von Geschäftsprozessen mit IT. Das ist für uns die größte Herausforderung.“

Lizenz-Willkür

Einig ist sich Steckenborn mit vielen seiner Kollegen beim Reizthema Lizenzierungen, Zertifizierungen und Partner-Level. „Da ist viel Willkür im Spiel. Bei einem großen Software-Anbieter wurden wir kurzerhand im Partner-Status heruntergestuft. Die Gründe dafür konnte uns aber keiner sagen.“ Auch bei den Zertifizierungen wird die Lage immer grotesker: „Wir führen sehr genau Buch darüber, welche Aufwände wir dafür betreiben müssen. In 2014 sind von uns über 60.000 Euro an die Hersteller geflossen. Dabei sind die internen Kosten noch gar nicht eingerechnet. Da kommt spielend noch mal die selbe Summe zusammen, mindestens.“

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