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D.velop Forum 2019 Mit Pizza und Kaffee zur App in zwei Tagen

Autor: Dr. Stefan Riedl

Die Hausmesse „D.velop Forum 2019“ des ECM-Anbieters aus Gescher war als Digitalisierungs-Fachkongress angelegt. Auf einem parallel stattfindenden Hackathon im Mai in Berlin wurden kollaborativ in Windeseile Apps entwickelt.

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Beim Hackathon bewiesen Entwickler, dass man lauffähige Applikationen in weniger als zwei Tagen programmieren kann.
Beim Hackathon bewiesen Entwickler, dass man lauffähige Applikationen in weniger als zwei Tagen programmieren kann.
(Bild: D.velop)

Laut Mike Brömmelstrote, Head of Partnermanagement bei D.velop war das „D.velop Forum 2019“, das im Westhafen Event & Convention Center in Berlin stattfand, mit 800 Teilnehmern das bisher größte dieser Art. Neben Kunden waren auch mehr als 150 Vertriebspartner vor Ort. Ein Hauptaugenmerk der Veranstaltung lag darin, Kunden und Partner in Hinblick für die digitale Transformation zu begeistern, denn Fakt ist: „Geschäftsmodelle ändern sich, vor allem im Übergang von OnPremises, über Hybrid hin zu einer SaaS-Ökonomie“, so der Channel-Chef.

Was die Vorträge angeht, zeigte Prof. Dr. Reiner Kurzhals, Gründer des KI-Spezialisten Westphalia DataLab, wie auch kleine und mittlere Unternehmen von KI-Standardlösungen monetär profitieren können. D.velop ist mit Westphalia DataLab im Rahmen einer Kooperation verbunden. Dr. Bernd Hentschel, Data Scientist bei D.velop, knüpfte hier an und berichtete über aktuelle und zu erwartende Entwicklungen bei D.velop in Sachen Künstlicher Intelligenz.

Der Hackathon und viele Zeilen Code

Zu den Highlights zählte ein Hackathon, an dem sich die Partner beteiligt haben. Dabei ging es darum, „kollaborativ bei Pizza und Kaffee tief auf Code-Ebene einzutauchen, um gemeinsam in kürzester Zeit eigene Apps für unsere Plattform zu entwickeln“, so Brömmelstrote. Nach zwei Tagen gab es bereits lauffähige Ergebnisse und in verschiedenen Gruppen wurden erste Piloten präsentiert. Der Partnermanager beschreibt: „Eines der Projekte drehte sich um ein KI-gestütztes Bewerbermanagement. Die KI war in diesem Fall schon da und es ging darum, die wesentlichen Kriterien aus eingehenden Bewerbungsdokumenten zu extrahieren und auf dieser Basis einen Prozentwert auszurechnen, der angibt, inwieweit einzelne Bewerber auf die Stelle ­passen.“ Weitere Projekte waren ein Meeting-Manager, der automatisiert eine Übersicht der Protokolle in Meetings entlang der vorliegenden Agenda erstellt. Eine Qualitätsmanagement-Lösung dokumentiert und sorgt dafür, dass betroffene Mitarbeiter Dokumente lesen und abzeichnen. Ein DMS-Dashboard gibt einen Überblick über Anzahl und Art der Dokumente im System.

Offene Schnittstellen und ein SDK

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„All diese Services und Lösungen sind mittels HTML5 in jedem Webbrowser, nativ und responsiv und natürlich auch in unserer eigenen Anwenderoberfläche d.3one, lauffähig“, so der Chef des Partnermanagements. Beim D.velop-Konzept in Sachen Plattformökonomie verschwimmen bislang starre Strukturen, denn Partner oder auch Kunden mit Entwicklungsexpertise können zu App-Anbieter werden. Möglich ist dies auf einer während der Veranstaltung eingeführten Plattform für Office- und Dokumentenmanagement. Die Schnittstellen sind offengelegt und auch SDKs werden angeboten, mit denen jeder Entwickler in seiner eigenen, präferierten Programmiersprache entwickeln kann.

Plattformökonomie aus Gescher

Zum Start steht erst eine Handvoll Apps bereit, aber: „Wir erhoffen uns hier regen Zuspruch, und der Hackathon weist klar den Weg, dass sich hier viel tun wird“, so der Manager. Die Plattform ist übrigens kein Entweder-oder-Konzept, was die OnPrem- oder Cloud-Welt angeht, sondern vielmehr ein Sowohl-als-auch-Modell. In Hinblick auf Schulungen wird nun die D.velop-Online-Akademie ausgebaut, die parallel zu Klassenraum-Schulungen laufen soll.

Insgesamt ist das D.velop Forum eher eine Convention, auf der sich Kunden, Partner und der Hersteller zu aktuellen Themen austauschen. Der „D.velop Partner Summit“ spricht hingegen explizit mit speziellen Inhalten bestehende und neue D.velop-Partner an.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

Dr. Stefan Riedl

Leitender Redakteur