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Storage und Datamanagement

Extreme Smart OmniEdge

Mehr Intelligenz für das Netzwerk

| Autor: Klaus Länger

Ein Teil der Smart-OmniEdge-Lösungsfamilie von Extreme Networks ist ExtremeCloud Appliance als Device oder VM. Sie macht die Funktionen und die einfache Bedienung mittels aller Arten von Client-Geräten auch on-Premises verfügbar.
Ein Teil der Smart-OmniEdge-Lösungsfamilie von Extreme Networks ist ExtremeCloud Appliance als Device oder VM. Sie macht die Funktionen und die einfache Bedienung mittels aller Arten von Client-Geräten auch on-Premises verfügbar. (Bild: Extreme Networks)

Extreme Networks stellt mit Smart OmniEdge eine Reihe von Netzwerklösungen vor, die mit AI-Funktionen auch komplexe Infrastrukturen mit Mobile- und IoT-Geräten beherrschbar machen. Smart OmniEdge umfasst drahtgebundene sowie drahtlose Netzwerkmanagement-, Cloud-, Analyse- und Sicherheitslösungen.

Traditionelle, auf eine Client-Server-Infrastuktur ausgelegte Netzwerke, stoßen in heutigen Unternehmen schnell an ihre Grenzen. Mobile Geräte aller Art und zusätzlich noch die zunehmende Zahl von IoT-Geräten stellen höhere Anforderungen an Management und Sicherheit des Netzwerks. Extreme Networks hat hier mit Smart OmniEdge eine Familie von Lösungen auf den Markt gebracht, die Administratoren durch den Einsatz von KI-Verfahren das Leben erleichtern soll. Sie besteht aus vier Komponenten.

ExtremeAI for Smart OmniEdge

ExtremeAI for Smart OmniEdge ist eine gehostete Anwendung, die proaktive Künstliche Intelligenz nutzt, um die komplexe Aufgabe des RF-Managements (RF – „Radio Frequency“) zu vereinfachen. Netzwerkanalysen, Gerätestatistiken, Verbindungsraten sowie Daten zur Nutzer- und Anwendungserfahrung werden gesammelt und durch eine Machine-Learning-Engine in der Cloud verarbeitet, teilweise in Echtzeit. So soll das Netzwerk in die Lage versetzt werden, sich selbst an Clients und Anwendungen anzupassen, die zum WLAN-Netzwerk hinzugefügt werden. Kundendaten und -Inhalte werden dabei nicht angetastet. Konkret werde so eine möglichst optimale Balance zwischen Reichweite und Durchsatz im WLAN erzielt, ohne dass sich der Administrator mit Funk- und Netzwerk-Einstellungen beschäftigen muss. Die Fähigkeiten neuer ins WLAN eingebundener Geräte werden automatisch identifiziert, um Änderungen im WLAN durchzuführen, oder der IT-Abteilung Empfehlungen zu machen. Für Applikationen auf Client-Geräten lassen sich Durchsatz-Vorgaben definieren, die dann laut Hersteller automatisch eingehalten werden. Die Ergebnisse der Analyse sowie die automatisch durchgeführten Maßnahmen werden in einem Analytics Dashboard auf einen Blick präsentiert.

ExtremeCloud Appliance

Mit der ExtremeCloud Appliance erhalten Kunden eine On-Premises-Lösung, bei der ein Management mit eng integrierten Diensten und das Lizenzierungsmodell an die ExtremeCloud angelehnt sind. Der Hersteller bietet zwei verschiedene Hardwarelösungen sowie eine VM-Variante mit der Bezeichnung VE6120 für den Einsatz in einer Private Cloud an. Die Hardware-Appliance E1120 unterstützt bis zu 100 Access Points, die E2120 bis zu 1.000 Access Points. Beide Geräte können bis zu 100 Switches verwalten. Bei der VM-Version hängt die Zahl der unterstützten Geräte von der Anzahl der genutzten CPUs und der Speichergröße ab. ExtremeCloud Appliance und ExtremeCloud können auch in einer Hybrid-Cloud-Lösung kombiniert werden, um etwa den Campus lokal und Zweigstellen über die Cloud zu verwalten.

Extreme Extended Edge Switching

Mit Extreme Extended Edge Switching werden mehrere Netzwerkschichten basierend auf der IEEE-802.1BR-Spezifikation zu einem einzigen logischen Switch zusammengefasst. Damit wird die Komplexität im Vergleich zu traditionellen Switch-Architekturen mit zwei oder drei Tiers reduziert. Die Lösung ersetzt traditionelle Full-Function-Switches durch V400-Geräte, die durch einen EXOS-Aggregation-Switch verwaltet und kontrolliert werden. Bis zu vier V400-Edge-Geräte können kaskadiert und so zu einem virtuellem Stack zusammengefasst werden. Ein weiterer Vorteil liegt laut Extreme Networks in der Plug-and-Play-Installation. Die V400-Edge-Geräte finden bei ersten Start automatisch den zentralen EXOS-Aggregation-Switch und laden die benötigten Konfigurationsdateien herunter. Die lokale Konsole wird nicht benötigt. Für Hochverfügbarkeit können zwei EXOS-Aggregation-Switches via MLAG gekoppelt werden. Die V400-Geräte sind mit 24 oder 48 Ports jeweils in einer Version mit oder ohne PoE verfügbar.

Extreme Defender for IoT

Die Komponente der OmniEdge-Familie für das Onboarding und die Absicherung drahtgebundener IoT-Geräte ist Extreme Defender for IoT. Die Defender-Anwendung kann in jedem Formfaktor der ExtremeCloud Appliance oder der VM-Version implementiert werden und gewährleistet den sicheren Netzwerkzugang von IoT-Geräten, die am wandmontierten Access Point AP 3912 oder einem Extreme-Defender-Adapter angeschlossen werden. Beide übernehmen eine Proxy-Funktion für die Defender-Applikation, um IoT-Geräte zu verwalten oder abzusichern. Zentralisierte Profile für gleichartige IoT-Geräte erleichtern das Management, um Verkehrsflüsse zu analysieren und Anomalien zu identifizieren. Extreme Defender for IoT arbeitet mit der FabricConnect-Lösung oder kann über Netzwerke von Drittanbietern genutzt werden.

Den Support für Smart-OmniEdge-Kunden können Partner entweder selbst abwickeln, oder sie können ihn Mitarbeitern von Extreme überlassen. Für die Einführung der Lösungen hat der Hersteller ein Programm aufgelegt, mit dem Kunden die Smart-OmniEdge-Lösung sofort kaufen und nutzen, aber erst nach 90 Tagen dafür zahlen. Voraussetzung ist die Abwicklung der Neuanschaffung über das Capital Solutions Programm von Extreme. Verfügbar sind die Smart-OmniEdge-Lösungen ab dem dritten Quartal 2018.

Integration abgeschlossen

Für Extreme Networks ist Smart OmniEdge der größte Produkt-Launch seit der Übernahme der Netzwerksparte von Brocade, die organistorisch vor etwa zwei Monaten abgeschlossen wurden. Zuvor hat die Firma ihr Portfolio durch den Kauf der WLAN-Sparte von Zebra Technologies und des Netzwerk-Teils von Avaya erweitert. Laut Norman Rice, Chief Marketing, Development and Product Operations Officer bei Extreme Networks, hat sich seine Firma dabei bemüht, von allen Firmenteilen die jeweils besten Eigenschaften zu übernehmen und zu bündeln. Auch die Supply-Chain wurde konsolidiert. Als nächster Schritt soll eine Konsolidierung der Distribution folgen. Im DACH-Bereich legt die Firma dabei den Fokus auf Distributoren, die in der Lage sind, auch sehr große Projekte abzuwickeln. Die Systemhaus-Partner müssen sich für die Zukunft darauf einstellen, mehr Kompetenz für Software Defined Networking zu erwerben, um Lösungen wie Smart OmniEdge umzusetzen. Extreme Networks hat daher auch das Schulungsprogramm und die Palette an Zertifizierungen erweitert.

Der unsichtbare Dritte

Titelstory Extreme Networks

Der unsichtbare Dritte

24.11.17 - Extreme Networks rückt mit dem Kauf der Datacenter-Sparte von Brocade auf Position drei im Enterprise-Networking-Geschäft auf, nach Cisco und Hewlett Packard Enterprise (HPE). Die US-Firma hat gerade erst den Netzwerk-Bereich von Avaya übernommen und legt beim Software Defined Networking Tempo vor. Zunächst muss Extreme Networks aber die verschiedenen Partner unter einen Hut bringen. lesen

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