Channel Fokus: Netzwerk & Infrastruktur Mehr Geräte = kompliziert

Von Ann-Marie Struck

Ob für Unternehmen, die Industrie oder im Privathaushalt: Ein funktionierendes Netzwerk ist heutzutage ein unverzichtbares Gut. Mit der Relevanz des Netzwerks steigt auch dessen Marktwert. Wie sich das Geschäft damit entwickelt, zeigen die Ergebnisse des IT-BUSINESS-Panels.

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Mit unserem IT-BUSINESS-Panel sammeln wir Meinungen, Wünsche und Einschätzungen aus dem ITK-Channel zu aktuellen Branchen-Themen.
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(Bild: apinan - stock.adobe.com)

Zehnmal mehr Geräte als Menschen soll es Prognosen von Aruba zufolge bis 2025 auf der Erde geben. Bereits heute gebe es fünfmal mehr vernetzte Geräte als Menschen. In drei Jahren soll sich die Summe verzehnfachen. Grund dafür ist die zunehmende Digitalisierung und damit einhergehend die Vernetzung von Maschinen.

Um das mit Zahlen zu unterfüttern: Laut Weltbevölkerungsuhr der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung leben aktuell (Stand 28. Februar 2022) rund 7,96 Milliarden Menschen auf der Welt. Dem Forschungsinstitut Statista zufolge waren es 2020 schon über 30 Milliarden vernetze Geräte weltweit. Dieses Jahr sollen es schon 42 Milliarden werden und 75 Milliarden im Jahr 2025.

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Doch umso mehr die Geräte miteinander verbunden sind, desto komplexer wird das Netzwerk. Um dabei die Übersicht zu ­behalten, benötigen Unternehmen zunehmend kompetente Hilfestellung. Dabei greifen sie auf die Expertise des Fachhandels zurück, was wiederum das Netzwerk-Geschäft befeuert.

Netzwerk und Infrastruktur sind demnach für den Channel nicht mehr aus dem ­Tagesgeschäft wegzudenken, wie die ­Ergebnisse des IT-BUSINESS-Panels bestätigen. So bewerten 96 Prozent der befragten ITK-Fachhändler und Systemintegratoren Netzwerk und Infrastruktur für „wichtig“ für ihr Business.

Geschäftsmodell verändert sich

Ferner verändern die steigende Anzahl an Geräten, die komplexer werdende Infrastruktur sowie die größer werdenden Datenmengen auch die Anforderungen an das Netzwerkgeschäft. Dabei gewinnen vor allem Services an Bedeutung. Das klassische Produktgeschäft ist somit auch im Netzwerk fast schon Schnee von gestern.

52 Prozent der befragten ITK-Fachhändler und Systemintegratoren bieten überwiegend Dienstleistungen an, respektive nur zwölf Prozent überwiegend auf Produktgeschäft setzen. Nur Dienstleistungen bieten nur vier Prozent der Partner an, und reines klassisches Hardwaregeschäft hat bei den ­Befragten ausgedient.

Der Wechsel des Brot- und Buttergeschäfts des Fachhandels vom Produktgeschäft zur Dienstleistung, hat, wie die Zahlen des IT-BUSINESS-Panels zeigen, keine Auswirkungen auf das Zusammenspiel der Channel-Akteure. Die Zusammenarbeit im Markt scheint weiterhin zu stimmen. So sind 69 Prozent ITK-Fachhändler und Systemintegratoren zufrieden mit dem Leistungen der Distributoren und Hersteller. 27 Prozent sind sogar „sehr zufrieden“. Unzufrieden sind nur 13 Prozent.

Hürden beim Kunden

Obwohl das Netzwerk das Herzstück eines jeden Unternehmens ist, sind die Projekte bei Endkunden oft nicht leicht. Als größte Hürde für Netzwerk-Projekte bei Endkunden sehen 64 Prozent der befragten ITK-Fachhändler / Systemintegratoren die unterschätzte Komplexität. Dieser Ansicht schließen sich nur 33 Prozent der Distributoren und Hersteller an. Für sie liegt das Hauptproblem hingegen beim fehlenden Knowhow (83 %). Das sehen 48 Prozent der ITK-Fachhändler / Systemintegratoren auch so, ihr Platz drei. Außerdem hemmen Sicherheitsbedenken der Kunden (ITK-Fachhändler / Systemintegratoren 40 %; Distributoren / Hersteller 66 %) sowie Unstimmigkeiten zwischen Fachabteilung und IT mit jeweils 40 Prozent der Antworten die Projekte.

Aktuelle Bestseller

Bei der Frage, welche Anwendungsszenarien beim Netzwerk aktuell wichtig sind, sind sich die Umfrageteilnehmer uneinig. Auf Platz eins der gefragtesten Anwendungen steht bei 84 Prozent der ITK-Fachhändler / Systemintegratoren Netzwerk Security. Kein Wunder, in Anbetracht der aktuellen Gefahrenlage hat das Security-Bewusstsein für das Netzwerk in vielen ­Unternehmen zu genommen. Mit 66 Prozent belegt die Netzwerk-Sicherheit Platz zwei der Distributoren / Hersteller. Sie erfahren die größte Nachfrage nach Netzwerk-Management (75 %). Dieser Ansicht schließen sich 56 Prozent der ITK-Fachhändler / Systemintegratoren an. Ihren zweiten Platz der Anwendungsszenarien belegt mit 64 Prozent die Standortvernetzung, Platz drei der Distributoren / Hersteller (58 %). Wireless-Lösungen sind ebenfalls hoch im Kurs.

Das Networking stimmt

Die Zusammenarbeit im Channel scheint zu funktionieren. Es herrscht durchweg ein Überangebot seitens der Distributoren und Hersteller. So wünschen sich 76 Prozent der ITK-Fachhändler / Systemintegratoren Presales-Support, und 83 Prozent der Distributoren / Hersteller bieten es an. Weiter brauchen 68 Prozent der ITK-Fachhändler / Systemintegratoren für ­ihre Arbeit Schulungen sowie Zertifizierungen, und 91 Prozent der Distributoren / Hersteller bieten sie an. Postsales-Support benötigen 52 Prozent der ITK-Fachhändler / Systemintegratoren.

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