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Angetestet: Fujitsu Lifebook U7310 Lifebook mit optionalem Blickschutz

Autor: Klaus Länger

Mit dem Lifebook U7310 bietet Fujitsu ein Business-Notebook mit zuschaltbarem ePrivacy-Filter für das Display an. Wir haben uns das leichte 13,3-Zoll-Notebook mit Intel Core i5-10210U und üppiger Schnittstellenausstattung in einem Hands-on-Test angesehen.

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Mit einem Gewicht von 1,17 kg gehört das Fujitsu Lifebook U7310 zu den Leichtgewichten unter den 13,3-Zoll-Business-Notebooks. Trotzdem bietet das Core-i5-Gerät einen Wechselakku und eine umfangreiche Palette an Schnittstellen.
Mit einem Gewicht von 1,17 kg gehört das Fujitsu Lifebook U7310 zu den Leichtgewichten unter den 13,3-Zoll-Business-Notebooks. Trotzdem bietet das Core-i5-Gerät einen Wechselakku und eine umfangreiche Palette an Schnittstellen.
(Bild: Vogel IT-Medien)

Das Lifebook U7310 gehört zur Advanced-Klasse im Notebook-Portfolio von Fujitsu. Es ist zwar nicht ganz so dünn und leicht wie das Premium-Modell U9310 mit seinen 920 Gramm Gewicht, gehört aber mit 1,17 kg immerhin zu den Leichtgewichten unter den 13,3-Zoll-Business-Notebooks. Zudem es ist das erste Fujitsu-Notebook, das mit einem ePrivacy-Display lieferbar ist, bei dem sich der seitliche Blickwinkel auf Knopfdruck einschränken lässt. So kann in öffentlichen Umgebungen wie etwa in der Bahn oder im Flugzeug sowie in Meetings mit Geschäftspartnern das unerwünschte Mitlesen von der Seite deutlich erschwert werden, ohne dass umständlich mit einer Blickschutzfolie gearbeitet werden muss. Unser Testgerät war zwar nicht mit einem ePrivacy-Screen ausgestattet, aber wir konnten bei Fujitsu ein Vorseriengerät in Augenschein nehmen, um die Funktion zu überprüfen. Bei niedriger Displayhelligkeit funktioniert die Technik sehr gut, von der Seite ist nur ein schwarzer Desktop zu sehen. Bei maximaler Helligkeit sind Teile des Displayinhalts noch verschwommen erkennbar. Die Basis für das Display ist ein entspiegeltes IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung.

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Blickschutz per Knopfdruck

IPS-Panels wie das im Fujitsu Lifebook U7310 zeichnen sich durch eine sehr hohe Blickwinkelstabilität aus. Im Gegensatz zu den früher verbreiteten TN-Panels leiden Farb- und Kontrastdarstellung nicht, wenn man von der Seite auf das Display blickt. Das ist zwar toll, aber wenn es um den Schutz vertraulicher Informationen geht, nicht immer erwünscht. Einen Schutz gegen unerwünschte Seitenblicke bringen Blickschutzfolien, die aber umständlich in der Handhabung sind, wenn sie nicht ständig vor dem Display hängen sollen. Praktischer sind elektronische Lösungen. Bei ihnen wird eine dünne Folie auf dem Display mit einer speziellen Hintergrundbeleuchtung kombiniert, die auf Knopfdruck für eine Verengung des Blickwinkels sorgt.

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Neben dem Blickschutzdisplay kann das Lifebook U7310 mit weiteren optionalen Privacy- und Sicherheitsfunktionen aufwarten. Unser Testgerät war mit einem Fingerprintleser für eine schnelle biometrische Anmeldung und einem zusätzlichen Smartcardleser als zweitem Authentifizierungsfaktor ausgestattet. Optional ist das Lifebook mit einem PalmSecure-Scanner statt des Fingerabdrucklesers lieferbar. Die PalmSecure-Technik erfasst berührungslos das Handvenenmuster und kann kaum überlistet werden. Zudem war in unserem U7310 über dem 13,3-Zoll-Panel eine Windows-Hello-fähige Webcam mit Infrarotsensor eingebaut. Die von zwei Mikrofonen flankierte Kamera lässt sich durch einen Schieber abdecken, wenn sie nicht für die Anmeldung oder für Videokonferenzen benötigt wird. Ein TPM (Trusted Platform Module) 2.0 ist auch an Bord.

Einfach erweiterbarer Speicher und Wechselakku

Unter der Haube arbeitet als Prozessor ein Intel Core i5-10210, der auch für die Grafik sorgt. Die Comet-Lake-CPU verfügt über vier Cores mit Hyperthreading und arbeitet mit einem Basistakt von 1,6 GHz. Im Turbo-Boost sind kurzfristig bis zu 4,2 GHz möglich. Eine vPro-Unterstützung fehlt dem Testgerät damit, hier wäre mindestens die U7310-Variante mit Core i5-10310 nötig. Der 8 GB große Arbeitsspeicher lässt sich leicht bis auf 40 GB aufrüsten, da eine Abdeckung auf der Unterseite des Notebooks nach dem Lösen einer Schraube den Zugang zu einem Steckplatz für einen weiteren DDR4-Speicherriegel erlaubt. Auch die 256 GB große M.2-NVMe-SSD SN520 von Western Digital und das optionale, beim Testgerät eingebaute LTE-Modul von Sierra Wireless sind so leicht zugänglich. Der 60-Wh-Akku kann ebenfalls leicht ausgetauscht werden. Hier ist nicht einmal ein Schraubenzieher notwendig.

Mit 3.750 Zählern im PC Mark 10 liefert das Notebook eine solide Leistung ab, die für ein Business-Notebook mehr als ausreicht. Die 6,63 Punkte im Cinebench 11.5 belegen, dass das U7310 über ein gutes Kühlkonzept verfügt, ohne dass es dabei laut wird. Hervorragend ist die Akkulaufzeit mit 8 Stunden, 19 Minuten im PCMark 8, allerdings bei gedrosselter Leistung. Da das Notebook hier permanent unter Last arbeitet, sollten im Alltag mindestens 15 Stunden ohne Nachladen möglich sein, sofern nicht der ePrivacy-Screen für längere Zeit aktiviert wird. Der soll die Akkulaufzeit um etwa 25 Prozent reduzieren.

Umfangreiche Palette an Schnittstellen

Sehr gut ist die Schnittstellenausstattung des Testgeräts. Das Lifebook U7310 bietet einen USB-C-Port mit Thunderbolt 3, zwei USB-3.0-Ports, einen SD-Card-Einschub, Gigabit-LAN, einen HDMI-Port und sogar noch eine VGA-Buchse. Geladen wird das Notebook über den Netzteil-Anschluss, über den Thunderbolt-Port und sogar noch über den Portreplikator-Anschluss auf der Unterseite des Notebooks. Für drahtlose Verbindungen stehen mit dem Intel AX201-Adapter Wi-Fi 6 und Bluetooth 5 bereit, das Testgerät unterstützt zusätzlich noch LTE. Das beleuchtete Keyboard gefällt durch große Tasten mit angenehmem Hub. Besonders positiv sind uns die in der Größe nicht reduzierten Cursortasten aufgefallen. Das Touchpad mit separaten Maustasten ist präzise und angemessen groß. Generell ist das Lifebook U7310 zwar leicht, aber nicht übermäßig kompakt.

Fazit: Nah dran am perfekten Business-Notebook

Wenn man eine Liste von Eigenschaften aufstellt, die ein ideales Business-Notebook erfüllen sollte, dann kann man beim Lifebook U7310 eigentlich überall einen Haken dahinter setzen. Es ist leicht, aber trotzdem solide, bietet umfangreiche Sicherheits- und Privacy-Optionen, und lässt sich einfach aufrüsten. Dazu kommen noch gute Leistungswerte, die erstklassige Laufzeit des wechselbaren Akkus, ein LAN-Port, Wi-Fi 6, auf Wunsch LTE und auch noch ein gutes Keyboard. Zudem hat man die Möglichkeit entweder Thunderbolt 3 als schnelle Docking-Schnittstelle zu nutzen, oder einen bereits vorhandenen Port Replikator für Lifebooks.

Mit einem Preis von 1.399 Euro (UVP) in der getesteten Ausführung ist das Lifebook U7310 kein Sonderangebot, der Preis ist aber angemessen. Das ePrivacy-Display kostet mit etwa 200 Euro einen satten Aufpreis.

(ID:46799769)

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 Klaus Länger

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