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Mobility und Cloud treffen auf die Konvergenz von IT und TK Komsa Systems erweitert das Portfolio mit Bedacht

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Harry Jacob / Harry Jacob

Der Value Added Distributor Komsa Systems zeigte auf seiner Deutschlandtour bewährte und neue Produkte, die immer noch zum Firmen-Untertitel passen: „Data Voice Networking“. Die Kommunikationsspezialisten bringen beispielsweise aber auch iPad und SAP zusammen und zeigen den Partnern neue Märkte auf.

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Bei der begleitenden Ausstellung konnte man einfach mal ins Gespräch kommen, ...
Bei der begleitenden Ausstellung konnte man einfach mal ins Gespräch kommen, ...

Rolf Mittag, Geschäftsführer von Komsa Systems, gibt bei der Begrüßung in Horgau die Richtung für 2012 vor. Den anwesenden Partnern, die in der Nähe von Augsburg die dritte Station der Roadshow besuchen, nennt er in kurzen Sätzen die Schwerpunkte für das kommende Jahr: IP und Wireless, die Konvergenz von IT und TK, Cloudlösungen – „und Sie!“. Ja, ganz ausdrücklich nennt er die Komsa-Partner, denn sie stehen im Mittelpunkt. Komsa Systems dagegen befindet sich in einem Spannungsfeld: auf der einen Seite die Hersteller, die mit ihren Innovationen den Markt treiben wollen, auf der anderen Seite die Partner, die eher konservativ agieren und sich genau überlegen, wie und mit wem sie ihr Business weiterentwickeln.

Cloud ja, Euphorie nein

Auch Rolf Mittag gehört nicht zu denen, die lauthals das Loblied auf die Cloud singen, obwohl er dem Trend insgesamt aufgeschlossen gegenübersteht. „Die Cloud bietet Händlern und Kunden heutzutage die Chance, Mehrwerte und zusätzliche Funktionen über ein Rechenzentrum abzubilden, anstatt sie selber zu schaffen“, stellt er fest. Seines Erachtens ist daher zunächst nicht die Verdrängung, sondern die Ergänzung der eigenen Server der richtige Schritt.

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Eine erste Anwendung in dieser Richtung hat Komsa Systems seit kurzem im Portfolio: SAP Business One (Komsa ist selbst SAP-Partner), gekoppelt mit einer Lösung, die betriebswirtschaftliche Daten mobil per iPad verfügbar macht. Man beobachte den Markt intensiv und sei offen für Angebote „die interessant sind“, setzt Mittag hinzu und meint damit: die nicht nur dem Hersteller Geld bringen, sondern auch dem Partner.

Dass diese Strategie Früchte trägt, zeigt sich an den Ergebnissen des vergangenen und des laufenden Geschäftsjahres: Während die Broadliner inzwischen über ein schwieriges und stagnierendes Geschäft sprechen, kann Mittag von zweistelligen Wachstumsraten berichten, sowohl für das am 31. März abgeschlossene Vorjahr als auch in den vergangenen sechs Monaten.

Schwierige Konvergenz

Das Zusammenwachsen von IT und TK sei schwieriger als gedacht, konstatiert der Komsa-Systems-Geschäftsführer. Allerdings entwickelten sich die eigenen Partner durchaus weiter. Und Systemhäuser, die von der IT her kommen, „haben viele Themen, denen sie sich widmen können, die sind nicht unbedingt auf den TK-Markt angewiesen“, so die Erfahrung des sächsischen Distributors, der sich bemüht, eine Brücke zwischen den beiden Welten zu bauen. Ähnlich wie beim Cloud-Thema achtet Mittag genau darauf, wo echtes Geschäft möglich ist. „Das Zusammenwachsen geht weiter, aber die Sprache wird wohl nicht komplett ins Ethernet verlegt“, stellt Mittag fest. Es gehe aber um das „logische Zusammenwachsen“ an der Stelle, wo Applikationen einen echten Mehrwert bieten. Das mache die Materie jedoch auch ein Stück komplexer.

Deshalb gibt der VAD hier Hilfestellung, wenn sie gefordert ist. „Oft bilden sich Allianzen von IT- und TK-Experten, denn es ist effizienter, mit einem erfahrenen Partner in den Markt zu gehen, als alles selbst von Null an aufzubauen. Wir können beispielsweise Kontakte herstellen, wenn dies gewünscht wird.“

Geplant ist zudem der Ausbau der Vertriebsschulungen. Der Vortrag von Andreas Höld auf der Tour habe regelrecht Begeisterung ausgelöst – davon werde es bald mehr geben. □

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