Suchen

CES 2018 Kleiner Preis und kleine Bauform: NVMe-SSD von Toshiba

Autor: Klaus Länger

Mit der Mainstream-SSD-Serie RC100 NVMe will Toshiba eine NVMe-SSD bringen, die bei Leistung und Preis die Lücke zwischen SATA-SSDs und den bisherigen NVMe-SSDs schließt. Zudem kommt eine neue Evolutionsstufe der externen Canvio-HDDs.

Firmen zum Thema

Kleiner und günstiger als bisherige NVMe-SSDs – allerdings auch langsamer: Die CES-Premiere Toshiba RC 100 NVMe.
Kleiner und günstiger als bisherige NVMe-SSDs – allerdings auch langsamer: Die CES-Premiere Toshiba RC 100 NVMe.
(Bild: Toshiba Electronics Europe)

Bisherige PCIe-NVMe-SSDs im M.2-Format sind um ein vielfaches schneller als SATA-SSDs. Aber sie sind auch deutlich kostspieliger. Mit der Mainstream-SSD-Serie RC100 NVMe zeigt Toshiba auf der CES eine SSD, die zwar in der Leistung nicht an bisherige NVMe-SSDs herankommt, dafür aber eine ideale Lösung für preisbewusste Anwender sein soll – so der japanische Hersteller. Für die RC100-Serie gibt er sequenzielle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 1.620 MB/s beziehungsweise 1.130 MB/s an. Die Random-Lese- und Schreibleistung soll bei 160.000 beziehungsweise 120.000 IOPS liegen. Zum Vergleich: Samsung gibt für die 960 Evo mit 500 GB Kapazität sequenzielle Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 3.200 / 1.800 MB/s an.

Die geringere Performance der RC100-Serie resultiert aus dem Verzicht auf einen kostspieligen DRAM-Buffer von 512 MB oder einem GB Größe und begnügt sich hier mit 32 MB Pufferspeicher. Stattdessen nutzt der von Toshiba für die RC100 entwickelte Controller die Host-Memory-Buffer-Technologie, die sich beim Hautspeicher des Rechners bedient. Ein Nebeneffekt der Sparmaßnahme ist eine kompakte Bauform der SSD: Sie ist statt der üblichen 80 nur 42 Millimeter lang (M.2-2242), passt aber in die Sockel auf den Mainboards mit M.2-PCIe-Schnittstelle. Ein weiterer Pluspunkt der HMB-Lösung soll die hohe Energieeffizienz sein, die speziell Notebooks zugute kommt.

CES 2018 Impressionen
Bildergalerie mit 66 Bildern

Toshiba nutzt für die SSD den eigenen 3D-TLC-Speicher BiCS mit 64 Layern. Speicher und Controller sind in einem Single-Package-Design kombiniert. Die RC100-NVMe-Serie soll mit Speicherkapazitäten von 120 GB, 240 GB und 480 GB auf den Markt kommen. Konkrete Preise und einen Termin für die Markteinführung gibt es noch nicht.

Update: Inzwischen sind die drei Modelle der RC100-NVMe-Serie auf den Markt gekommen. Mit empfohlenen Verkaufspreisen von 48,90 Euro (UVP) für die RC100-M22242-120G, 69,90 Euro für die RC100-M22242-240G und 129,90 Euro für die RC100-M22242-480G bewegen sich die Preise für die drei kompakten SSDs tatsächlich eher auf der Ebene von SATA-SSDs, liefern aber eine höhere Performance.

Schlankere Canvio-HDDs

Nicht nur die SSDs, auch die externen HDDs von Toshiba werden schlanker. Durch die Nutzung der 1TB-Platter-Technologie von Toshiba sind die Zwei-TB-Versionen der Canvio-Modelle Premium, Advance und Basics nun etwa 5,5 mm dünner, als ihre Vorgänger. Das Premium-Modell mit zwei TB ist damit nur noch 13,5 mm dick. Advance und Basic bringen es auf 14 mm.

Die Canvio-Festplatten mit zwei TB Kapazität des Modelljahres sind schlanker geworden, als ihre Vorgänger.
Die Canvio-Festplatten mit zwei TB Kapazität des Modelljahres sind schlanker geworden, als ihre Vorgänger.
(Bild: Toshiba Electronics Europe)

Lieferbar sind alle Modelle mit Kapazitäten zwischen 500 GB und drei TB. Bei den Premium-Modellen mit Aluminiumgehäuse und diamantgeschliffenen Kanten sowie der Advance-Serie kann zudem die Toshiba Storage Backup Software und Storage Security Software genutzt werden. Die neuen Canvio-Festplatten kommen laut Hersteller im Februar auf den Markt.

(ID:45083765)

Über den Autor

 Klaus Länger

Klaus Länger

Redakteur