Barracuda Produkt-Update und Channel-Interview Keep it simple in einer komplexen Security-Welt

Von Sylvia Lösel

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Durch immer umfassendere Security-Maßnahmen der Kunden stehen Partner vor Herausforderungen. Um die Komplexität in den Griff zu bekommen, müssen einfach zu bedienende Lösungen her. Barracuda stellt nun Produkt-Updates vor und Michael Zajusch erläutert, wie sie in Barracudas Partner-Konzept passen.

Zero Trust, Extended Detection and Response, Managed Services: es gibt viele Möglichkeiten, eine komplexe IT-Welt möglichst effizient zu schützen.
Zero Trust, Extended Detection and Response, Managed Services: es gibt viele Möglichkeiten, eine komplexe IT-Welt möglichst effizient zu schützen.
(Bild: vegefox.com - stock.adobe.com)

Michael Zajusch, Regional Vice President Sales bei Barracuda
Michael Zajusch, Regional Vice President Sales bei Barracuda
(Bild: Vogel IT-Medien)

„Keep it simple“, sagt Michael Zajusch, Regional Vice President Sales bei Barracuda. Damit fasst er plakativ zusammen, worauf es in der Security-Welt im Moment mehr denn je ankommt. Ist sie doch in den vergangenen Jahren immer umfassender und komplexer geworden. Das zeigt allein schon die Entwicklung seines Arbeitgebers: Barracuda Networks wurde 2003 gegründet, weil Dean Drako, Michael Perone und Zach Levov keine erschwingliche E-Mail-Security-Lösung finden konnten. Vom Anbieter dieser einen Lösung ist das Unternehmen, auch durch zahlreiche Übernahmen, gewachsen und stellt nun gerade auf seiner Partner- und Kundenkonferenz Lösungen und Updates rund um Email-Security, Zero Trust Access, Managed XDR, SOC-Services, Datensicherheit und -Archivierung vor. „Und dann ist da ja noch der Fachkräftemangel. Egal mit welchen Kunden aus welchem Segment man redet, sie haben alle die gleiche Not: zu viele Anforderungen zu wenig Leute.“ In dieser Situation sind die Hersteller einerseits gefordert, Reseller von Managed Services zu überzeugen, andererseits auch damit, Tools bereitzustellen, die möglichst intuitiv über eine Oberfläche zu bedienen sind und möglichst viel abdecken, damit die Partner effizient arbeiten können. Denn der Trend gehe zum Auslagern von Aufgaben. „Microsoft hat es vorgemacht. Kein Exchange Server mehr, dafür alles in der Cloud. Das ist einfacher und flexibler. Der Partner übernimmt dann lediglich den Betrieb. „Kleinere Kunden haben die gleichen Herausforderungen wie große – aber weniger Leute“, führt Zajusch einen weiteren Grund für Partner an, sich mit Managed Services zu beschäftigen.

Stärke: einfache Bedienbarkeit

Oberste Voraussetzung für eine funktionierende Kunden-Partner-Beziehung ist, dass die Lösung passt. „Kunden werden anspruchsvoller und erwarten fertige Konzepte.“ Zajusch sieht darin eine Chance für die Reseller – auch für kleinere: „Je kleiner so ein MSP ist, desto flexibler kann er auf Kundenwünsche eingehen.“ Und ein externer Dienstleister kann mit seinem breiten Knowhow helfen, Prozesse neu zu gestalten, gerade auch, weil Kunden gerne einmal betriebsblind sind. Wenn es dann an die Umsetzung geht, spielen einfache Bedienbarkeit und Skalierbarkeit der Tools eine zentrale Rolle. „Und das war ja schon immer unsere Stärke – auch bei unserer Firewall. Aber heute habe ich halt nicht mehr den klassischen Perimeter, sondern ich muss alles schützen.“ Bei jedem Device, das sich im Netz befindet, müssen Updates aufgespielt werden, Konfigurationsänderungen erfolgen und Monitoring möglich sein. „Das ist einzeln gar nicht mehr möglich", schlussfolgert Zajusch, sondern eben über ein zentrales, effizientes Management-Tool. „Anders ist das auch nicht finanzierbar. Denn Arbeitskraft ist teuer. Und je weniger ich davon brauche, desto besser.“

Auf Seiten der Tools legt der Anbieter nun vor. Mit der Vorstellung seiner XDR-Lösung für MSPs führt Barracuda seine CloudGen-Firewall mit den Funktionalitäten der XDR-Lösung aus der Skout-Übernahme des vergangenen Jahres zusammen. Zudem sind künftig die Erkennungsregeln des Mitre-Attack-Framework ein Element der Lösung. Im dahinterstehenden SOC setzt der Anbieter nun auf erweiterte Funktionen für Security Orchestration, Automation & Response (SOAR), um schnellere Reaktionszeiten zu gewährleisten, Prozesse zu straffen und noch mehr Schutz zu bieten.

„Wir suchen immer nach Möglichkeiten, Partner und insbesondere MSPs zu befähigen, ihr Geschäft auf die nächste Stufe zu heben“, sagte Neal Bradbury, SVP, MSP Business bei Barracuda.

Distribution: Infinigate und Tech Data

Als Distributoren hat Barracuda in der DACH-Region Infinigate und Tech Data gezeichnet, in der Schweiz zudem noch Dataprotect. „Über Infinigate haben wir eine super Abdeckung der Security-Reseller“, schwärmt Zajusch. Bei Tech Data ist für ihn der Zugang zu den Microsoft-Partnern entscheidend. Denn sie haben mit dem Wechsel von Exchange zu Microsoft 365 Umsätze eingebüßt. „Früher haben sie an Hardware, Server, Lizenzen und Services verdient. Da fällt jetzt ganz viel weg.“ Um diese Einbußen zu kompensieren, kommen nun vielen Partnern andere Hersteller wie gerufen. E-Mail-Security ist dabei nur eines von vielen Themen. „In unserem Paket sind außerdem User Awareness Trainings enthalten, aber auch bei KI und Forensik machen wir einen Unterschied“, erläutert Zajusch. Attraktiv ist für viele zudem das Cloud to Cloud Backup. „Microsoft hat einen Papierkorb, der spätestens nach 90 Tagen gelöscht wird. Das genügt den meisten Unternehmen nicht. Deswegen haben wir da eine pfiffige Backup-Lösung und heute schon über 14 Millionen Business-Postfächer in Deutschland für Microsoft 365. Das ist ein Riesenmarkt.“ Das verdeutlicht auch das Wachstum der Data-Protection-Sparte von Barracuda im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2023, das im Jahresvergleich um 30 Prozent stieg. Hauptverantwortlich dafür sei das Wachstum durch die Cloud-to-Cloud-Backup-SaaS-Produktlinie, die in Microsoft 365 gespeicherte Daten schützt.

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Weitere Produkt-Updates

Ein weiterer, wichtiger Baustein im Barracuda-Portfolio ist die Zugangsplattform CloudGen Access. Zu den ZTNA-Funktionalitäten (Zero Trust Network Access) fügt der Hersteller nun die Komponente Websicherheit hinzu, um Benutzer, Anwendungen, Geräte und andere kritische Ressourcen von Unternehmen vor Ransomware und anderen Cyberangriffen zu schützen.

Zu den neuen Webfilterfunktionen gehören:

  • DNS-basierte Web-Sicherheitsrichtlinien
  • Remote-Benutzer / Work-from-Home-Abdeckung
  • Benutzer- und gruppenbasierte Richtlinien und Berichte
  • Zeit- und standortbasierte Richtlinien und Berichte
  • Latenzbeseitigung durch lokale Inspektion
  • Kontinuierliche Aktualisierungen der Bedrohungsinformationen

Zudem gibt es nun die Möglichkeit, CloudGen Access mit bestehenden AWS- oder Microsoft-Abrechnungsverfahren zu kaufen und bereitzustellen.

Zero Trust ist ab sofort auch in der Lösung Email Protection Premium Plus enthalten. Die neue Version ermöglicht den Zugriff auf E-Mail-Systeme nach dem Need-to-Know-Prinzip, und bietet so eine zusätzliche Sicherheitsebene für Unternehmen.

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