Interview mit G-Data-Vorstand Frank Heisler

IT-Security im Lichte der Standort-Frage

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ITB: Welche Voraussetzungen müssen für dieses Siegel erfüllt werden?

Heisler: IT-Security-Unternehmen, die das Qualitätszeichen „IT-Security made in Germany“ führen, haben ihren Hauptsitz innerhalb Deutschlands. Ihre Lösungen müssen vertrauenswürdig sein und dürfen keine versteckten Hintertüren für staatliche Behörden oder andere Akteure enthalten. Die Forschung und Entwicklung der ITSMIG-Firmen findet nicht im Ausland, sondern hier in Deutschland statt. Zu guter Letzt, verpflichten sich die Unternehmen, die strengen Anforderungen des deutschen Bundesdatenschutzgesetzes einzuhalten.

ITB: Zur vergangenen CeBIT stellte G Data eine eigene Anti-Viren-Engine vor, nachdem bis dato auf Fremd-Engines zurückgegriffen wurde. Hat sich dieser Schritt gelohnt?

Heisler: G Data hat durch die Entwicklung einer eigenen Antiviren-Technologie das bisher größte und teuerste Technologieprojekt der Firmengeschichte realisiert. Mit G Data Closegap sind wir in der Lage, flexibler und noch schneller auf neue Bedrohungen zu reagieren, um effektiv vor Online-Gefahren schützen. Dabei kombinieren wir klassische signaturbasierte mit proaktiven Technologien zu einem leistungsfähigen Hybridschutz. G Data Closegap ist bereits seit 2013 in unseren Endanwender-Lösungen integriert und wird auch in der neuen Business-Generation 13 eingebunden.

ITB: Ein Jahr zuvor wurde ein neues Partnerprogramm eingeführt. Kernpunkte waren laut Ankündigung Zusatzqualifikationen und mehr Unterstützung durch G Data. Was hat sich im Tagesgeschäft alles geändert und wie kommt das bei Ihren Partnern an?

Heisler: Wir haben unsere Trainings- und Qualifikationsangebote für Fachhändler stark ausgebaut, um ihnen eine gute Basis für erfolgreiche Umsätze zu ermöglichen. In diesem Zuge bieten wir regelmäßig umfangreiche Schulungen vor Ort und über eine E-Learning-Plattform an. Ein wichtiger Punkt in unserem Tagesgeschäft ist zudem die Unterstützung der Fachhändler bei Marketing-Aktivitäten und Kundenprojekten vor Ort durch unseren Vertrieb und den Presales. In diesem Jahr werden wir dieses Engagement verstärken, unsere Betreuungs- und Trainingsangebote ausbauen und den Zugang zum G-Data-Partnerprogramm vereinfachen.

ITB: Im Channel-Geschäft spielt das Thema „Managed Security Services“ eine zunehmend wichtige Rolle. G Data ist auch auf diesen Zug aufgesprungen. Würden Sie bitte die Möglichkeiten Ihrer Partner in diesem Segment kurz skizzieren?

Heisler: G Data bietet bereits seit längerem qualifizierten Partnern die Möglichkeit mit Managed Services ihr Portfolio zu erweitern. In Kombination mit unserer All-In-One-Netzwerklösung G-Data-Endpoint-Protection sind Systemhäuser in der Lage, ein Full-Service-Paket anzubieten. Dieses beinhaltet die Planung, Installation, Inbetriebnahme, Pflege, Wartung und Administration des Abwehrrings. Dank des integrierten „G Data Master-Admins“ kann der Dienstleister die Sicherheitslösung nach der Installation vor Ort bequem von der Ferne aus steuern. Das monatliche Abrechnungsmodell sorgt dabei für besondere finanzielle Flexibilität, denn abgerechnet werden nur tatsächlich genutzte Lizenzen.

Lesen Sie auf der nächsten Seite mehr über die Änderungen im IT-Security-Markt in den kommenden Jahren.

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