Interview mit G-Data-Vorstand Frank Heisler

IT-Security im Lichte der Standort-Frage

Seite: 4/4

Anbieter zum Thema

Kommentar: Warum nach Snowden alles anders ist

„Make me a Sandwich!“ – „What? Make it yourself.“

„Sudo make me a Sandwich!“ – „Okay.“

Viele, die das lustig finden, brauchen keinen Virenschutz, denn sie haben Ubuntu oder ein anderes Linux-Derivat auf ihrem Rechner installiert. (Der Befehl Sudo startet Prozesse unter Unix/ Linux mit den Rechten des Superusers root).

Und laut dem BSI sei unter Linux ein Virenschutz zwar empfehlenswert, „aber bei privater Nutzung des Rechners nicht zwingend notwendig.“

Nach Snowden ist IT-Security auch jenseits von Virenschutz für alle ein Thema. Allerdings eines, das mehr Fragen aufwirft, als beantwortet.

Sind Mails, die vom GMX-Accout zu einem anderen geschickt werden „geheimdienstsicher“, wie es der GMX- und Web.de-Chef im Interview mit IT-BUSINESS behauptete? Was ist mit Mails an einen US-Provider?

Was will die NSA überhaupt von mir? Muss ich mir als Unternehmer über Wirtschaftsspionage Gedanken machen, wenn man sich die technischen Möglichkeiten der Geheimdienste überlegt und konsequent Lehren aus der Echelon-Affaire rund um den 2004 geschlossenen NSA-Stützpunkt in Bad Aibling zieht? – Eine Anlage, die laut dem Echelon-Ausschuss des Europäischen Parlaments nach dem Ende des kalten Krieges hauptsächlich der Wirtschaftsspionage diente.

Sollte ich Bitmessage nutzen, statt Mails? Aber wer hat schon einen Client? Mir gehen die Antworten aus.

Sicher ist nur: Das Agieren der Politik empfinde ich persönlich als peinlich: „Das Internet ist für uns alle Neuland“ (Merkel). Pofalla erklärte den NSA-Skandal für beendet. Für Friedrich war Überwachungskritik eine „Mischung aus Anti-Amerikanismus und Naivität“.

Sudo hört auf so erbärmlich rumzueiern!

(ID:42514576)