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Lenovo Kick-Off 2018 IT in Kesselhaus und Kohlebunker

Autor: Klaus Länger

Industrie 4.0 trifft Industrie 1.0: Lenovo veranstaltete sein Kick-Off für den Channel mit Themen wie AI und Industrie 4.0 in einem Kesselhaus und Kohlespeicher aus der ersten Phase der Industrialisierung. Neben den Zukunftsthemen wurde natürlich auch über das aktuelle Geschäft informiert und verdiente Partner erhielten Auszeichnungen.

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Channel-Kick-Off im Kohlebunker: Lenovo-Geschäftsführer Bernhard Fauser informiert die Partnern über das PC-Geschäft des Herstellers.
Channel-Kick-Off im Kohlebunker: Lenovo-Geschäftsführer Bernhard Fauser informiert die Partnern über das PC-Geschäft des Herstellers.
(Bild: Juergen Haas / Lenovo)

Der Schauplatz des Lenovo Kick-Off 2018 in München wurde 1915 als Kesselhaus für eine Fabrik des Krupp-Konzerns errichtet. Später wurde das Gebäude und der danebenliegende Kohlebunker zum Teil eines Bahnbetriebswerks. Die heute als Event-Location genutzten Industriegebäude waren damit eine gute Kulisse für die Kick-Off-Veranstaltung von Lenovo für die Partner im Channel. Denn was früher die Schwerindustrie war, sind heute die Daten als wichtiger Treibstoff der modernen Industrie.

KI bei Lenovo

Die Schwerpunkte der KI-Forschung und anderer Zukunftsprojekte bei Lenovo präsentierte Thorsten Stremlau. Er ist Director für Global Commercial Segment Product and Offering Strategy im US-Hauptquartier von Lenovo und gleichzeitig das Bindeglied zwischen Lenovo EMEA und der Forschungs- und Entwicklungsabteilung des IT-Herstellers. Die KI-Entwicklung spielt laut Stremlau in vielen Bereichen des Konzerns eine Rolle. So ist die Forschungsabteilung nicht nur in der Robotik aktiv, sondern hat auch ein eigenes autonomes Auto gebaut, mit dem Entwicklungen getestet werden, die der Automobilindustrie angeboten werden sollen.

Als Beispiel für den Einsatz der KI im Datacenter nennt Stremlau die Entwicklung eines intelligenten Bewässerungsmanagements für die Landwirtschaft. Ein AI-Center in Stuttgart soll Partnern die Möglichkeit bieten, gemeinsam mit Lenovo KI-Anwendungen zu demonstrieren oder zu testen.

Aber auch für den Einsatz in den eigenen PCs und Notebooks hat Lenovo KI-Verfahren entwickelt: Der Rechner soll mittels Machine-Learning das Ladeverhalten des Akkus an die Gewohnheiten des Notebook-Nutzers anpassen und so optimieren.

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Die Entwicklung bei PCs und Datacenter

Im Datacenter sieht sich Lenovo derzeit auf einem sehr guten Weg. Dieter Stehle, General Manager Central­Region für Lenovos Data Center Group, führt als einen Grund für das Wachstum die niedrige TCO der Server durch energiesparende Komponenten und wenig Ausfälle an. Zudem sei die Firma bei Themen wie Software Defined Storage sehr aktiv und gleichzeitig flexibel, da sie eine offene Plattform für Lösungen mit Software-Partnern darstellt. Für den MSP/CSP-Sektor vermeldet Stehle ebenfalls Erfolge, etwa für Systeme mit MS-Azure-Stack.

Sabine Hammer, verantwortlich für den Channelvertrieb bei Lenovos Datacenter Group in Deutschland, ergänzt, dass der Hersteller auch im Vertrieb sehr aktiv ist. So unterstützt eine externe Telesales-Firma die Partner durch die Lead-Generierung bei Firmen aus dem Mittelstand. Beim Partnerprogramm steigt der Stellenwert von Zertifizierungen.

Für den Client-Sektor konstatiert Mirko Krebs, Chef der PC-Sparte von Lenovo Deutschland, dass der PC-Markt in der Breite nicht mehr wächst. Bei Geräten mit neuen Formfaktoren oder Funktionen bestehe aber durchaus Nachfrage und auch höhere Preise würden da akzeptiert. Als Beispiele nennt Krebs Convertible-Notebooks oder Always-on-Mobilrechner mit extrem langer Standby-Akkulaufzeit. Große Erwartungen hegt Lenovo auch für Virtual- und Mixed-Reality-Brillen. Hier sieht die Firma vor allem bei professionellen Kunden Nachfrage, etwa für die Schulung oder als Hilfsmittel für Techniker bei Außeneinsätzen.

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