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Quartalszahlen 2020 IT-Channel verzeichnet Umsatzplus

Autor: Ann-Marie Struck

Die Coronakrise hält die Wirtschaft derzeit noch auf Trab. Dennoch konnte der IT-Channel laut den Ergebnissen von Context im letzten Quartal einen Zuwachs von 7,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielen. Das ist der höchste Umsatz seit Beginn der Pandemie.

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Derzeit sind Progonosen für die Wirtschaft in der Corornakrise schwer, Forscher geben eher Momentaufnahmen.
Derzeit sind Progonosen für die Wirtschaft in der Corornakrise schwer, Forscher geben eher Momentaufnahmen.
(Bild: © Sven Bähren - stock.adobe.com)

Die langfristigen wirtschaftlichen Konsequenzen aus der Coronakrise sind noch nicht absehbar, gleichzeitig zeichnen sich unterschiedliche Stimmungsbilder innerhalb der Branchen ab. Laut dem Marktforschungsunternehmen Context ist der IT-Channel trotz Pandemie auf Wachstumskurs. Das zweite Jahresquartal wurde mit einem Plus von 7,3 Prozent gegenüber 2019 abgeschlossen. Context hat seit Beginn der Pandemie wöchentliche Updates ermittelt. Der derzeitige Stand ist der höchste seit Krisenbeginn. Die umsatzstärkste Kalenderwoche war demnach die 27. (Ende Juni/ Anfang Juli), in der Einnahmen von rund 1,85 Milliarden Euro erzielt wurden. Auch der Absatz stieg in dieser Woche um 15,4 Prozent, während der Weltmarkt zeitgleich bei Minus 7,5 Prozent lag.

Laut den Ermittlungen war Juni der stärkste Monat im Bezug auf das Umsatzwachstum mit 14 Prozent in den USA. Deutschland verzeichnete ein Plus von 17 Prozent. Doch auch die anderen europäischen IT-Märkte wie Italien (38 %), Frankreich (15 %), Spanien (19 %) und Polen (38 %) zeigten einen Aufwärtstrend. Großbritannien lag bei sechs Prozent, wobei der Markt im Berichtszeitraum konstanter war als in anderen Ländern. Nur Russland widersetzte sich dem positiven Trend mit einem Minus von fünf Prozent.

Branchenübersicht

Der Studie zufolge blieb Mobile Computing mit einem Wachstum von 28 Prozent in KW 27 die umsatzstärkste Branche. Weitere Segmente, die einen Wachstum verzeichneten, sind Telekommunikation (24 %), Computerkomponenten (22 %), Computerzubehör (27 %), AV‑Systeme (21 %), Wearables (22 %), Spielekonsolen (33 %) und eHealth-Geräte (81 %).

Insbesondere sorgte die Umstellung auf Homeoffice zu einer erhöhten Nachfrage an Webcams, die ein Plus von 158 Prozent in dem genannten Zeitraum erzielten, gefolgt von Motherboards (54 %) und Grafikkarten (50 %). Des Weiteren stieg der Bedarf an Headsets und Mikrofonen (39 %), Workstations (30 %) und Notebooks (28 %).

Den meisten Umsatz machte laut Context der Einzelhandel im Gegensatz zu SMR- und Corporate Resellern sowie Business-Einzelhändlern. In KW 27 verzeichneten Einzelhändler ein Plus von 24 Prozent und Einzelhandelsketten rund 30 Prozent Wachstum.

Pandemie-Index

Context berechnet einen wöchentlichen Pandemie-Index, der die Umsatztrends für jedes Land gegen einen Startwert von 100 zu Beginn der Krise misst. Demzufolge sollen sich alle Märkte mit Ausnahme der Tschechischen Republik im Aufwärtstrend befinden. Spitzenreiter ist das Baltikum (+140), gefolgt von Spanien (+130) und Italien (+130). Auch Polen und Dänemark sind mit Plus 120 gleichauf, ebenso wie Großbritannien und Frankreich (+110).

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Über den Autor

 Ann-Marie Struck

Ann-Marie Struck

Redakteurin